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Bayern:

Politische Kundgebungen am Aschermittwoch fallen nach Zugunglück aus

Stand: 09.02.16 16:35 Uhr

Nach dem verheerenden Zugunglück in Bayern mit Toten und Schwerverletzten fallen die politischen Kundgebungen an Aschermittwoch aus. Die CSU hat ihren traditionellen Politischen Aschermittwoch in Passau abgesagt, weitere Parteien folgten. Auch sie hatten Säle und Wirtshäuser in der Passauer Umgebung angemietet, um der politischen Konkurrenz ordentlich einzuschenken.

"Ganz Bayern trauert um die Toten der Zugkatastrophe", erklärte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. "Wir sind mit unseren Gedanken bei den Opfern, den Verletzten und den Angehörigen. Aus Respekt vor den Opfern des tragischen Zugunglücks findet der morgige Politische Aschermittwoch der CSU nicht statt."

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer erklärte: „Ich bin bestürzt und tief betroffen. Meine Gedanken sind bei den Opfern dieser schweren Katastrophe und ihren Angehörigen, denen ich mein tiefes Mitgefühl ausspreche. Mindestens acht Tote und Dutzende zum Teil Schwerverletzte haben wir heute zu beklagen. Das ist eine Tragödie für unser ganzes Land, die uns mit Trauer und Entsetzen erfüllt." 

Ähnlich formulierten es die Grünen, bei ihnen hätte Claudia Roth gesprochen. Sie aber sagte aus Respekt vor den Opfern des Unglücks in Bad Aibling ab.

Die BayernSPD hält den in Vilshofen geplanten Politischen Aschermittwoch ebenfalls nicht ab. Der Landesvorsitzende der BayernSPD, Florian Pronold, betonte: "Aus Respekt vor den Opfern des Zugunglücks von Bad Aibling und nach Rücksprache mit den anderen Parteien haben wir uns entschieden, die Veranstaltung in Vilshofen abzusagen. Der Politische Aschermittwoch lebt von der Auseinandersetzung und dem Schlagabtausch der Parteien. Dafür ist heute und morgen kein Raum. Wir empfehlen unseren Parteigliederungen, diesem Beispiel zu folgen. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten. Unser Dank gilt den Rettungskräften."

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