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Paris:

"Ein Teufel! Ein Psychopath!" Terror-Anschlag in Paris: - Vater des Terror-Massenmörders spricht über seinen Sohn - Abdelhamid Abaaoud

Stand: 21.11.15 03:21 Uhr

20.11.2015. "Mein Sohn ist zu einem Teufel geworden!" Dieses Satz sagte der Vater des Terror-Drahtziehers und Massenmörders, A , als er das Video zu Gesicht bekam, in dem sein islamistischer Sohn mehrere Opfer, angebunden an einen Traktor, hinter sich herschleifte. Das sagte die Anwältin des Vaters in einem Interview gegenüber CNN: Mein Sohn verhält sich wie ein Psychopath, habe der Vater gesagt.

Abdelhamid Abaaoud gilt als Kopf und Drahziehers der blutigen Terror-Anschläge, die am 13. November 2015 in Paris bislag rund 130 Tote forderten. Mehrere hundert Menschen sind verletzt; mehrere Dutzend schweben immer noch in Lebensgefahr.

Für den Vater äußerte sich dessen Anwältin gegenüber CNN.

Angst habe der Vater nach den Terroranschlägen in Paris gehabt. Angst davor, erfahren zu müssen, dass sein Sohn schon wieder etwas Schreckliches getan habe.

Der Vater habe erstmals 2013 gemerkt, dass sich sein Sohn immer mehr verändert habe: Der Sohn habe seinen Vater zunehmend und heftig dafür kritisert, dass er seine jüngeren Geschwister "wie Europäer" erziehe. Völlig aufgebracht sei der Sohn über den westlichen Erziehungsstil seines Vaters gewesen.

"Es macht mir Freude, von Zeit zu Zeit zu sehen, wie das Blut von Ungläubigen rinnt", sagte Abdelhamid Abaaoud in einem Terror-Video.

Völlig schockiert war Abaaoud Senior, als er ein anderes Terror-Video zu Gesicht bekam, auf dem sein Sohn zu sehen war, wie er einen Traktor fuhr: Hinten am Traktor waren die Leichen mehrerer Opfer angebunden, die der Sohn mit dem Traktor hinter sich herzog: "Das ist das Verhalten eines Psychopathen", sagte der Vater den Anwältin zufolge. Und es war für den Vater der Beweis dafür, dass sein Sohn "zu einem Teufel" geworden war.

"Erleichterung" habe der Vater über die Nachricht vom Tod seines Sohnes empfunden, sagte die Anwältin, und rang nach dem richtigen Wort dafür - auf Französisch heiße das "soulangé". Nein, der Vater habe weder Trauer noch Freude über den Tod des Sohnes gefunden. Er war nur erleichert, sagte die Anwältin zu CNN. Sie hatte dem Vater die Nachricht über den Tod seines Sohnes überbracht.

Der Vater habe "in den letzten Monaten" bereits gewusst, dass es eine Verbindung zwischen seinem Sohn und "all den Terror-Anschlägen in Europa" gab, erzählte die Antwältin.

Die belgische Zeitung LeSoir berichtet, dass der Vater bedauert, dass sein Sohn nicht lebend gefangen wurde. Das habe dessen Anwältin, Nathalie Gallant, gegenüber Journalisten im Brüsseler Gerichtsgebäude gesagt. Der Vater hätte von Abdelhamid wissen wollen, wie es zu solch einer Entwicklung kommen konnte.

Wahrscheinlich wollte der Vater aber auch Hinweise auf den jüngeren, heute 15 Jahre alten Bruder erhalten. Den hatte Abdelhamid schon vor mehreren Jahren indoktrinieret und ihn dazu gebracht, ihm in das Gebiet der Terror-Organisation zu folgen, Seitdem fehlt von dem Jungen jede Spur. 

 

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Dienstag, 17. November 2015
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