Klicken, um Video anzuschauen
Wetter

Reutlingen

Regen
19 / 23° C
Luftfeuchte: 75%

Tübingen

Heiter
23 / 24° C
Luftfeuchte: 53%

Balingen

Leichter Regen
23 / 24° C
Luftfeuchte: 63%
RTF.1-Community RTF.1-Community

Besuchen Sie uns auch auf

WERBUNG:

Hundersingen:

Freilichtmuseum Heuneburg - Erfolgreiche Saison für die alte Keltenstadt mit rund 25.000 Besuchern. Mediterrane Lehmziegelmauer und hethitisches Tor?

MFW / prometheus.tv - Die Besucherzahlen für das keltische Freilichtmuseum Heuneburg sind im Jahr 2014 auf rund 25.000 gestiegen. "Nach dem Abschluss der ersten Saison hat sich gezeigt, dass das neue Betreiberkonzept für das Freilichtmuseum aufgegangen ist. Bauliche Erweiterungen und ein attraktives Veranstaltungsprogramm sind Schlüssel dieses Erfolgs", teilte Staatssekretär Ingo Rust aus dem Finanz- und Wirtschaftsministerium mit. "Die Heuneburg ist eine herausragende archäologische Fundstätte und ein wichtiger Zeitzeuge der keltischen Geschichte. Das Land hat in bauliche Maßnahmen deswegen rund 880.000 Euro investiert."
Freilichtmuseum Heuneburg

Achtung: Dieser Artikel wird in den nächsten Tagen noch um weitere archäologische und geschichtliche Aspekte und Erkentnisse über die Heuneburg erweitert.

Bei der Heuneburg handelt es sich um eine befestigte keltische Siedlung an der oberen Donau. Die Kelten hatten die Heuneburg auf einem Landsporn oberhalb der Donau angelegt. Bei den Ausgrabungen auf der Heuneburg machten die Archäologen eine einzigartige Entdeckung: Die Heuneburg war von einer mediterranen Lehmziegelmauer umgeben. Das war eine wissenschaftliche Sensation: Mauern dieser Bauart sind sonst nur aus südlichen Ländern bekannt. Die Heuneburg besitzt daher die einzig bekannte Lehmziegelmauer nördlich der Alpen.

Eine weitere Sensation war die vor wenigen Jahren freigelegten Fundamente eines großen Steintores. Auf einem wissenschaftlichen Kolloqium wurde für die Machart des Steintores am Ehesten mögliche hethitische Einflüsse diskutiert [persönliche Mitteilung an den Autor]. Auch das eine wissenschaftliche Sensation.

Ganz offensichtlich handelte es sich bei der Heuneburg um einen Handels- und Machtstützpunkt, der im Kontakt und im Handel zwischen den antiken mediterranen Staaten oder Händlern und den keltischen Herrschaftsgebieten eine Rolle gespielt haben muss.

Über das Flusssystem der Rhohne wurde vom heutigen Marseille, damals eine griechische Kolonie, Wein und mediterrane Waren ins keltische Hinterland gehandelt. Von der oberen Rhone konnten die Händler über den Landweg zur oberen Donau gelangen. Und von dort stand den Händlern der Handelsweg donauabwärts bis ins Schwarze Meer offen.

In umgekehrter Richtung sind wohl Sklaven und andere Produkte, wie beispielsweise Felle, aus der keltischen Machtsphäre Richtung Mittelmeer und Schwarzes Meer geflossen.

Über die Besitzer und Bewohner der Heuneburg, für die verschiedene Besiedelungs- und Bauphasen nachweisbar sind, kann man einige, teils aus der Fundlage herleitbare, teils auch spekulative Überlegungen anstellen:

Ist die Heuneburg identisch mit der legendären keltischen Stadt "Pyrene", die antiker griechischer Schriftsteller als keltische Stadt an den Quellen der Donau erwähnt?

War die Heuneburg ein Herrschaftssitz keltischer Herrscher? Darauf deuten die aufwändigen und prunkvollen Bestattungen hin, die Archäologen in den Grabhügeln der Umgebung, aber auch in der Donauebene freigelegt haben, wie vor wenigen Jahren das nicht oder kaum geplünderte Grab einer Kelten"fürstin".

Hat die Heuneburg gleichzeitig an strategisch wichtiger Stelle (ab hier war die Donau flussabwärts schiffbar) den gewinnbringenden Handelsweg zwischen Mittelmeer, Rhone, Keltenland, Donau und Schwarzem Meer kontrolliert? War hier ein Umschlagplatz, an dem die Waren von griechisch-mediterranen Händlern an keltische Händler übergingen? 

Konnte hier von den keltischen Herrschern Macht ausgeübt und Zölle eingezogen werden?

Oder war die Heuneburg zumindest in Teilen ihrer Besiedelungsphase im Besitz oder unter dem Einfluss griechisch-mediterraner Handels- oder Adelshäuser, die hier einen markanten, weit vorgeschobenen Handels- und Militärstützpunkt tief im Keltenland hatten?

Und wie kam die hethitische Torbautechnik und die griechisch-mediterrane Lehmziegelmauer-Technik tief ins keltische Hinterland? hat hier eine mediterrane Prinzessin in ein keltisches Fürstenhaus eingeheiratet, um die Handelsbeziehungen zu vertiefen und hat sie den griechischen oder hethitischen  Baumeister gleich mitgebracht?

Oder haben mediterrane Händler neben mediterranen Sitten und Gebräuchen auch gleich ihren fachkundigen Beraterstab mitgebracht, der die einheimischen Herrscher beim Bau der Veteidigungsmauer beraten und angeleitet hat, um das gemeinsame, gewinnbringende Fernhandelsprojekt zu sichern  und zu schützen?

Zunächst waren Teile der Heuneburg von Archäologen der Universität Tübingen unter Dehn und Kimmig ausgegraben worden.

Später wurden Teile der Lehmziegel-Verteidigungsmauer sowie einige typische Häuser rekonstruiert, und als Freilichtmuseum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Viele Funde sind im nahegelegenen Keltenmuseum in Hundersingen zu bewundern. 

Begibt man sich auf die andere Seite des Donautals, so blitzt einem heute die rekonstruierte, weiß getünchte Mauer imposant vom anderen Talhang entgegen und vermittelt, welchen Eindruck von Macht, Stärke und Zivilisation die Heuneburg dem Handelsreisenden vor mehreren tausend Jahren geboten haben muss.

Ein DFG-Projekt hat es in den letzten Jahren ermöglicht, weitere Forschungen zur Besiedelunsgsgeschichte der Heuneburg und des Umlandes vorzunehmen. So konnte unter anderen die Vorstadt, die über lange Jahrzehnte für mittelalterlich gehalten worden war, ebenfalls in keltische Zeit zurückdatiert werden. Mittels Pollenanalyse wurden darüber hinaus tiefgreifende Einblicke in die Landwirtschaftsgeschichte des alten Keltenlandes gewonnen.

Freilich konnte die Gemeinde Hundersingen die Kosten für den defizitären Betrieb des Freilichtmuseums nicht mehr dauerhaft stemmen, so dass vor wenigen Jahren die komplette Schließung dieses einziartigen westeuropäschen Kleinodes zur Debatte stand, das sich bei entsprechender Vermarktung zu einem europäischen Touristenmagneten entwickeln könnte.

Das Land hatte sich ursprünglich geweigert, sich an den Kosten zu beteiligen. In zähen und schwierigen Verhandlungen zwischen dem Land, dem Trägerverein und der Gemeinde Hundersingen wurde schließlich eine neue Trägerlösung für das Freilichtmuseum entwickelt. Nicht unwichtig war hierfür die grundsätzliche Aufgeschlossenheit von Staatssekretär Rust für archäologische, landesgeschichtliche Themen.

Vielen Menschen in Baden-Württemberg, auch in Verwaltung und Poltik, ist heute noch nicht bewusst, welches ungeheure archäologisch-geschichtliches Potential das Land Baden-Württemberg besitzt:

Von den Forschungen des Tübinger Urgeschichtlers Conard, der in den Höhlen der Schwäbischen Alb, so beispielsweise dem Hohen Fels, die ältesten figürlichen Kunstwerke Europas entdeckte, bis hin zu der in ganz westeuropa einzigartigen Keltenstadt Heuneburg:

Baden-Württemberg ist ein "Hot Spot" archäologisch-urgeschichtlicher Entwicklung, und kann sich ohne Scham in eine Reihe stellen mit berühmten antiken Stätten am Mittelmeer, die Jahr für Jahr Scharen von interessierten Touristen anziehen. Freilich wäre hierfür noch ein integratives, landesweites touristisches Konzept zu entwickeln und zu etablieren, das natürlich auch Landes-Highlights wie Biosphärenreservat, Burgen und Schlösser, Nationalpark, historische Altstädte, und ebenso auch  die Outlet-City-Metzingen mit einbeziehen könnte.

Seit November 2013 betreiben die Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V. und der Verein Heuneburg-Museum e. V. gemeinsam das Freilichtmuseum Heuneburg. Nach Abschluss der Saison 2014 kann nun eine erste Bilanz gezogen werden. Während die Besucherzahlen für das Freilichtmuseum seit 2011 bei rund 21.000 lagen, sind sie in der Saison 2014 auf rund 25.000 Besucher gestiegen.

Ein erstes Saison-Highlight war die Einweihung der in Teilen rekonstruierten Toranlage der Heuneburg-Vorburg mit Wall, Graben und Brückenkonstruktion im Mai 2014. Zum Besuchermagnet entwickelte sich außerdem die vom Landesamt für Denkmalpflege initiierte Sonderausstellung "Das Geheimnis der Keltenfürstin", die nach der Präsentation auf der Heuneburg auf der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd zu sehen war und nun im Ehrenhof des Neuen Schlosses in Stuttgart für Besucher offen steht.

Auf reges Interesse stießen auch die weiteren Veranstaltungsangebote des Freilichtmuseums, wie das keltisch-griechische Sommerfest, das Kinderferienprogramm, eine Lehrgrabung, wissenschaftliche Vorträge, Angebote der experimentellen Archäologie und Handwerksvorführungen.

Der Museumsträger erwartet ein finanziell ausgeglichenes Jahresergebnis. Dies ist nicht zuletzt dem Landkreis Sigmaringen mit dem regionalen Unterstützerkreis und dessen vorbildlicher Förderung zu verdanken "Damit ist es in diesem Jahr gelungen, den Betrieb der Heuneburg finanziell zu stabilisieren und die ehemalige Keltenstadt zu einem attraktiven Freilichtmuseum auszubauen", teilte Rust mit.

Neben der Rekonstruktion des Steintores hat das Amt Ravensburg des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg an der Anlage inzwischen 133 Pkw-Stellplätze und 4 Stellplätze für Busse geschaffen. Auch an stark frequentierten Tagen und Wochenenden in der Ferienzeit stehen damit für die Besucher des Freilichtmuseums Parkierungsmöglichkeiten in ausreichender Anzahl zur Verfügung.

Die Gesamtbaukosten für die Erweiterung des Parkplatzes betrugen einschließlich der archäologischen Sondierungsarbeiten rund 390.000 Euro. Das Land hat damit zusammen mit der Teilrekonstruktion der Toranlage für die Heuneburg rund 880.000 Euro für bauliche Maßnahmen aufgewendet.

Für die neue Saison 2015 plant der Museumsträger weitere Aktionen und Präsentationen, um den Besucherinnen und Besuchern neue und spannende Einblicke in die Welt der Kelten zu bieten.

Derzeit befindet sich das keltische Freilichtmuseum Heuneburg in der Winterpause. Das Freilichtmuseum öffnet wieder ab dem 4. April 2015.

Weitere Informationen:

Die Sonderausstellung "Das Geheimnis der Keltenfürstin" wird vom

21. November bis 14. Dezember 2014 im Ehrenhof des Neuen Schlosses in Stuttgart gezeigt. Öffnungszeiten: Mo-Mi und Fr.-So. 10.00 bis 17.00 Uhr, Do. 10.00 bis 19.00 Uhr. Eintritt frei. Weiterführende Informationen unter www.denkmalpflege-bw.de.

Passende Artikel zum Thema:

Herbertingen: Rekonstruierte Toranlage und Sonderausstellung im Freilichtmuseum Heuneburg 

Sonntag, 01. März 2020
12:36 kelten

12:12 Der Ipf von Bopfingen - Exkursionen & Ausflüge zum hallstattzeitlichen Fürstensitz
Auffällig liegt er in der Landschaft - der Ipf, der Hausberg von Bopfingen im Umfeld des Nördlinger Rieses. Geologisch ein Zeugenberg, zeugt sein planiertes Gipfelplateau vom keltischen Fürstensitz der Hallstattzeit. Wanderer werden mit hervorragender Aussicht auf Albanstieg und Albvorland bis ins Nördlinger Ries belohnt. Jüngst wurde der Ipf vom Land in ein neues Kulturkonzept rund um bedeutende Keltenstätten in Baden-Württemberg aufgenommen. [Weiterlesen]
Samstag, 29. Februar 2020
15:06 Keltenstadt Heuneburg, Bussen & Co: "Ein einziges, großes Siedlungssystem"
Die Heuneburg bei Herbertingen-Hundersingen (Landkreis Sigmaringen) an der oberen Donau zählt zu den bedeutendsten und besterforschten prähistorischen Fundstätten Deutschlands und Mitteleuropas. Neue Forschungen ergaben: In frühkeltischer Zeit muss die Heuneburg mit dem Kult- oder Versammlungsplatz auf der Alten Burg, der Großen Heuneburg, dem Bussen und den offenen ländlichen Siedlungen im Umfeld ein einziges großes Siedlungssystem gebildet haben. [Weiterlesen]
Dienstag, 29. Oktober 2019
17:41 Reise in die Vergangenheit - Startschuss für "Keltenerlebnispfad" ist gefallen
Schon im Mittelalter dienten die Wälle des Heidengrabens den Menschen zur Orientierung - was es damit auf sich hatte, wussten sie freilich noch nicht. Erst Ende des 19. Jahrhunderts stand fest: Es handelt sich um Befestigungsanlagen aus vorrömischer Zeit. Mittlerweile ist man noch etwas weiter: Die Anlagen dienten dem Schutz einer keltischen Siedlung, eines "Oppidums" - des größten, bislang bekannten seiner Art auf dem europäischen Kontinent. Und das soll jetzt aus seinem Jahrtausende andauernden Dornröschenschlaf geweckt werden und den Menschen heute die Vergangenheit etwas näher bringen - mit Hilfe eines "Keltenerlebnispfads". Der Startschuss dafür ist jetzt gefallen. [Weiterlesen]

17:41 Reise in die Vergangenheit - Startschuss für "Keltenerlebnispfad" ist gefallen
Schon im Mittelalter dienten die Wälle des Heidengrabens den Menschen zur Orientierung - was es damit auf sich hatte, wussten sie freilich noch nicht. Erst Ende des 19. Jahrhunderts stand fest: Es handelt sich um Befestigungsanlagen aus vorrömischer Zeit. Mittlerweile ist man noch etwas weiter: Die Anlagen dienten dem Schutz einer keltischen Siedlung, eines "Oppidums" - des größten, bislang bekannten seiner Art auf dem europäischen Kontinent. Und das soll jetzt aus seinem Jahrtausende andauernden Dornröschenschlaf geweckt werden und den Menschen heute die Vergangenheit etwas näher bringen - mit Hilfe eines "Keltenerlebnispfads". Der Startschuss dafür ist jetzt gefallen. [Weiterlesen]
Sonntag, 12. Mai 2019
15:32 Leben wie vor 2000 Jahren - Keltenfest im Römischen Freilichtmuseum
Der Flair von einstigem römischen-keltischen Leben ist im römischen Freilichtmuseum in Hechingen-Stein irgendwie immer präsent. Noch eindrucksvoller wurde das Leben der Keltenstämme aber am Wochenende zur Schau gestellt. Beim diesjährigen Keltenfest demonstrierten verschiedene Keltenstämme aus dem In- und Ausland, wie damals vor über 2000 Jahren gelebt und gefeiert wurde. [Weiterlesen]

15:32 Leben wie vor 2000 Jahren - Keltenfest im Römischen Freilichtmuseum
Der Flair von einstigem römischen-keltischen Leben ist im römischen Freilichtmuseum in Hechingen-Stein irgendwie immer präsent. Noch eindrucksvoller wurde das Leben der Keltenstämme aber am Wochenende zur Schau gestellt. Beim diesjährigen Keltenfest demonstrierten verschiedene Keltenstämme aus dem In- und Ausland, wie damals vor über 2000 Jahren gelebt und gefeiert wurde. [Weiterlesen]
Donnerstag, 18. April 2019
17:14 Kelten erleben - Neuer Zweckverband Region am Heidengraben plant Erlebniszentrum
Schon länger haben sie eine WhatsApp-Gruppe - jetzt haben sie einen Zweckverband gegründet: Die Bürgermeister von Grabenstetten, Hülben und Erkenbrechtsweiler. Sie wollen ein Keltenzentrum bauen, damit die Besucher des Heidengrabens dessen reiche Historie erleben können. Am Mittwoch haben Roland Deh, Siegmund Ganser und Roman Weiß den Verband offiziell gegründet. [Weiterlesen]
Freitag, 15. Februar 2019
17:00 Pilotprojekt Heidengraben - Keltenkonzept soll kulturelles Erbe bewahren
Die Kelten waren und sind ein wichtiger Bestandteil von Baden-Württemberg. Das Land will die keltischen Siedlungs- und Fundorte vernetzen und diese der Öffentlichkeit besser bekannt machen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Heidengraben auf der Schwäbischen Alb. [Weiterlesen]
Mittwoch, 09. Januar 2019
15:02 Kultur entdecken - Neues Konzept des Landes vereint Keltenstetten
Die Kelten gelten als die erste historisch erwähnte Kulturgruppe nördlich der Alpen und stehen damit am Anfang der schriftlichen Geschichte Mitteleuropas. Bei uns in Baden-Württemberg liegen einige der bedeutendsten Fundstätten. Diese Orte sollen jetzt in ihrer Bedeutung unterstützt werden. Dazu hat der Ministerrat am Dienstag den Startschuss für die Entwicklung eines neuen Kulturkonzepts gegeben. [Weiterlesen]
Montag, 10. Dezember 2018
14:33 244.000 Euro für Kelten-Erlebnis-Pfad
Das Projekt Kelten-Erlebnis-Pfad erhält einen Zuschuss aus dem europäischen Förderprogramm LEADER von über 244.000 Euro. [Weiterlesen]
Dienstag, 20. Juni 2017
14:57 Archäologen erforschen Befestigungsanlage "Teufelsmauer" im Ostalbkreis
Archäologen untersuchen die Befestigungsanlagen an der "Teufelsmauer" bei Heubach im Ostalbkreis. Welche Funktion hatten sie, wie sahen sie aus? Der Rosenstein bei Heubach bildet mit seinen beiden Nachbarbergen Mittelberg und Hochberg ein dreigliedriges System vorgeschichtlicher Befestigungsanlagen. Die alten Mauern, Wälle und Gräben haben sich auf den bewaldeten Randhöhen des Albuchs gut erhalten. [Weiterlesen]
Freitag, 07. April 2017
17:03 Die Keltenfürstin kehrt zurück
Die Keltenfürstin kommt zurück an den Heidengraben. Nach dem großen Erfolg der Containerausstellung im vergangenen Jahr in Hülben wird es dieses Jahr eine Fortsetzung geben. Allerdings nicht mit den Originalen aus dem Grab der Keltenfürstin. Statt dessen wurden Repliken hergestellt - und das so orginalgetreu wie möglich. Besucher können somit erleben, wie die Grabbeigaben in ihrer Entstehungszeit ursprünglich aussahen. [Weiterlesen]
Montag, 12. Dezember 2016
16:32 Älteste Reiterfigur Süddeutschlands in keltischem Grab entdeckt
Es ist die älteste Darstellung eines Reiters in Süddeutschland, wahrscheinlich sogar in ganz Deutschland: Bei einer Rettungsgrabung beim Bau der B 311-Ortsumgehung von Unlingen im Landkreis Biberach, unweit von Bussen und Heuneburg, haben Archäologen der Landesdenkmalpflege neue keltische Funde aus der Eisenzeit entdeckt. Am Montag wurden sie in Tübingen vorgestellt. [Weiterlesen]
Montag, 30. Mai 2016
17:40 Mehr als 13.500 Besucher sahen Keltenfürstin
Zweieinhalb Wochen lang gastierte die Keltenfürstin in einem Sonderausstellungs-Container in Hülben, unmittelbar neben dem Heidengraben. Jetzt ist die Ausstellung vorbei, und die Exponate wandern wieder in die Magazine des Landesamts für Denkmalpflege. 13.500 Besucher sahen die Keltenfürstin - das übertraf sogar die kühnsten Erwartungen von Landesamt und Gemeinde Hülben. Von den vier Orten, an denen die Wanderausstellung gastierte, war nur der Stuttgarter Schlossplatz knapp besser besucht. [Weiterlesen]
Donnerstag, 07. Januar 2016
11:25 500 Jahre Reinheitsgebot - Bier: Die Kelten kannten es nicht - und brauten trotzdem hochwertig
07.01.2016. Beifußkraut und Möhrensamen statt Hopfen: Archäobotaniker der Universität Hohenheim analysiert prähistorische Brauereien - mit erstaunlichen Ergebnissen: Vor 2.500 Jahren braute man es schon: das keltische Bier. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts gab es unzählige Zubereitungsarten. Erst das Reinheitsgebot vom 23. April 1516 regelte das Bierbrauen in Deutschland. Trotzdem sei schon das Gerstengold der Kelten ein süffig-hochwertiges Gebräu besonderer Qualität gewesen, weiß Dr. Hans-Peter Stika, Archäobotaniker der Universität Hohenheim. [Weiterlesen]
Samstag, 30. Mai 2015
14:07 Ausflugstipps für den Sommer
Mit dem Datum 1. Juni startet am Montag der meteorologische Sommer. Und da der Sommer die Jahreszeit der Ausflüge ist, hier ein paar Tipps zum Zurücklehnen und Genießen. [Weiterlesen]
Mittwoch, 06. Mai 2015
14:28 sensationell gut erhaltene keltische Befestigung bei Langenenslingen im Kreis Biberach - Kelten-Mauer: Ältestes Baudenkmal Süddeutschlands
06.05.2015. Regierungspräsident Johannes Schmalzl hat gestern gemeinsam mit den Grabungsleitern des Regierungspräsidiums Stuttgart, Prof. Dr. Dirk Krausse und Dr. Leif Hansen, über die aufsehenerregende Entdeckung der sensationell gut erhaltenen keltischen Befestigung bei Langenenslingen im Kreis Biberach informiert. "Diese phantastischen Neuentdeckungen zeigen einmal mehr, welche bedeutenden archäologischen Schätze im Umfeld der Heuneburg noch im Boden liegen. Wir haben hier eine der wichtigsten archäologischen Fundstätten Mitteleuropas vor uns", zeigte sich Schmalzl beeindruckt. monumentale Steinmauer. Die vier bis sieben Meter hohe erhaltene keltische Steinmauer ist für den Raum nördlich der Alpen einzigartig, so Professor Krausse: "Die Mauer ist so gut erhalten, dass wir hier schon von einem Baudenkmal sprechen können und zwar vom ältesten Baudenkmal Süddeutschlands." [Weiterlesen]
Donnerstag, 12. März 2015
12:24 Die frühen Kelten-Fans griechischer Keramik
Die frühen Kelten waren Fans griechischer Keramik. Doch tranken aus den Gefäßen die Eliten oder das gemeine Volk? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg untersuchen griechische Keramikimporte und ihre Bedeutung für die Kelten. [Weiterlesen]


 

(Zuletzt geändert: Montag, 17.07.17 - 18:49 Uhr   -   4890 mal angesehen)
blog comments powered by Disqus
WERBUNG:
WERBUNG: