Medien können derzeit nicht anzeigt werden!
Diese wichtigen Hinweise gibt das DZI Privatleuten und Unternehmen für sicheres Spenden:
Vergewissern Sie sich vor Ihrer Überweisung, dass die betreffende Hilfsorganisation, sofern sie nicht das DZI Spenden-Siegel trägt, dennoch die nötige Kompetenz besitzt, um in der betroffenen Region wirksam und effizient Hilfe zu leisten. Sie muss sich mit den Bedingungen vor Ort auskennen, dort über gut funktionierende Kontakte verfügen und sich mit anderen Hilfsorganisationen vor Ort gut abstimmen. Nur so könnten ineffiziente, unter Umständen sogar schädliche Projekte vermieden werden.
Geldspenden können von Hilfsorganisationen oder direkt unterstützten Personen, Einrichtungen und Unternehmen flexibler und effizienter eingesetzt werden. Sachgüter sollten nur gespendet werden, wenn Betroffene und seriöse Organisationen gezielt um sie bitten.
Menschen, die Sachspenden wie Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung und Decken abgeben wollen, sollten sich insbesondere an etwaige Sammelstellen der örtlichen Wohlfahrtsverbände (DRK, Caritas etc.) wenden. Gute Spendenadressen können auch lokale Sammlungen vor allem von Ukraine-Initiativen sein, sofern diese erkennbar die notwendige Logistik zum Transport der Sachspenden bereitstellen sowie über Ortskenntnisse und Kontakte in der Ukraine verfügen, damit die Sachspenden vor Ort auch ihr Ziel erreichen. Informationen, wo es solche Sammelstellen gibt, verbreiten viele regionale Medien oder auch Plattformen.
Wer in Deutschland freie Betten für aus der Ukraine flüchtende Menschen kostenlos zur Verfügung stellen möchte, kann dies über das neue Online-Portal „#Unterkunft Ukraine" anbieten. Diese bundesweite Bettenbörse ist eine Gemeinschaftsaktion des Elinor-Netzwerks, der GLS-Bank, der Suchmaschine Ecosia und der Spendenplattform Betterplace.org.
Besondere Anforderungen an die Ausstattung der Unterkunft bestehen nicht. Der Mindestzeitraum für die Bereitstellung eines Schlafplatzes beträgt zwei Wochen. Bei der Registrierung auf der Website können konkrete Angaben zur Art der Unterbringung gemacht werden.
Hilfe ist überall wichtig, in der Ukraine sowie in den Ländern, die geflüchtete Menschen aufnehmen und in denen zum Beispiel dann auch deren Integration gefördert werden soll. Damit die Spendengelder flexibel und möglichst wirksam eingesetzt werden können, sollten Sie gerade in der aktuellen, sich schnell verändernden Lage ihre Spende möglichst ohne ausdrückliche Zweckbindung an die betreffende, seriöse Hilfsorganisation überweisen, die jetzt in der Ukraine-Hilfe tätig ist.
Gerade bei großen Krisen treten auch „Trittbrettfahrer" mit Spendenaufrufen an die Öffentlichkeit, denen es an der nötigen Kompetenz mangelt, um wirksam helfen zu können, oder bei denen ein Großteil der Spenden in der Verwaltung versickert oder zur privaten Bereicherung missbraucht wird. Darum sollten Sie jede in Frage kommende Organisation überprüfen, z.B. auf www.dzi.de/spenderberatung oder mit der Checkliste für sicheres Spenden.
Während renommierte Zeitungen, Radio- oder Fernsehsender meist sorgfältig auswählen, welche Spendenkonten sie empfehlen, gibt es bei sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und vielen Spendenplattformen nach Einschätzung des DZI bisher keine vergleichbar sicheren Auswahlmechanismen. Deshalb sollten Sie die in Frage kommende Organisation selbst auf Seriosität überprüfen, etwa mit der Checkliste für sicheres Spenden. Spendenaufrufen von Privatpersonen oder Firmen im Internet oder in sozialen Netzwerken sollten Sie nur dann folgen, wenn Sie diese persönlich kennen und Ihnen vertrauen.
Misstrauen ist angebracht bei Spendenaufrufen, die viele Emotionen wecken, aber wenige Informationen über die konkret geplanten Hilfsmaßnahmen bieten. Spender:innen sollten darauf achten, dass dem Spendenaufruf genau zu entnehmen ist, wie und für wen die gesammelten Gelder eingesetzt werden sollen. Diese Frage ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn aus dem Spendenaufruf nicht hervorgeht, dass das betreffende Hilfswerk mit Partnerorganisationen in der Katastrophen- bzw. Krisenregion zusammenarbeitet.
Auch viele Unternehmen wollen sich für die betroffenen Menschen in und aus der Ukraine engagieren. Hierzu bietet das DZI Spenden-Info spezifische Informationen mit wichtigen Hinweisen und möglichen Anlaufstellen:
Unternehmen können sich vor allem beim Transport zur ukrainischen Grenze und zurück mit ihren Kapazitäten einbringen. Es empfiehlt sich, hier mit erfahrenen Hilfsorganisationen zu kooperieren. Das gilt sowohl für die Route als auch für gut erreichbare Grenzregionen und Fluchtzonen.
Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft (BDA, BDI, DIHK, ZDH) vermitteln auf der eigens eingerichteten Website https://www.wirtschafthilft.info/ vielfältige Informationen für das Ukraine-Engagement der Unternehmen. Dort werden auch Übersichten mit den am dringendsten benötigen Hilfsgütern bereit gestellt, unterteilt nach den Themen Groß- und Lebensmittelspenden, Gesundheitsgüter, Humanitäre Hilfe und Energieversorgungsgüter.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat eine Koordinierungsstelle für Lebensmittelhilfen der deutschen Ernährungswirtschaft in die Ukraine eingerichtet. Dort werden offizielle Anfragen aus der Ukraine mit Spenden-Angeboten der Ernährungswirtschaft in Deutschland abgestimmt. Ziel ist es, Lebensmittel-Hilfslieferungen schnell, bedarfsgerecht und zielgerichtet in die Ukraine zu bringen. Die Koordinierungsstelle steht im Austausch mit den relevanten öffentlichen Stellen in der Ukraine, orientiert sich an den konkreten Bedarfen vor Ort und kommuniziert diese an interessierte Unternehmen in Deutschland. Sie ist nach Angaben des Ministeriums außerdem für die Koordination mit den Lager- und Umschlagstellen (Hubs) in der Nähe der ukrainischen Grenze zuständig. Erreichbar ist die Koordinierungsstelle per Mail unter info@lebensmittelhilfe-ukraine.de.
Die Industrie- und Handelskammern stehen Unternehmen als Ansprechpartner zur Verfügung, die geflüchtete Ukrainer:innen ausbilden oder beschäftigen wollen. Als Erstkontakt bieten sich die IHK-Flüchtlingskoordinatoren an, die über Erfahrungen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Geflüchteten verfügen. Auch mit weiteren Partnern in einem Netzwerk aus örtlichen Verwaltungen und Ehrenamtsstrukturen bestehen hier vielfach Kooperationen. Den Kontakt zu den IHK-Flüchtlingskoordinatoren sowie weitere Ansprechpersonen zum Thema vermittelt der DIHK unter der E-Mail-Adresse flucht@dihk.de.
Der Liveticker kann derzeit nicht anzeigt werden!
Der Liveticker kann derzeit nicht anzeigt werden!
![]() | Klar 9 / 11° C Luftfeuchte: 63% |
![]() | Klar 8 / 11° C Luftfeuchte: 71% |
![]() | Klar 9 / 10° C Luftfeuchte: 53% |