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Heather geht vielmehr davon aus, dass der Untergang Roms durch die Erstarkung seiner Feinde bedingt ist. Hierfür legt er archäologische Belege vor und macht deutlich, dass das Römische Reich nicht friedlich einschlief, sondern erschlagen wurde. Zum Beweis stellt Heather eine einfache Rechnung auf: die in dieser Zeit auftretenden Barbarenheere hatten seiner Vermutung nach rund 120.000 Krieger. Das weströmische Reich konnte dem aber "nur" 80.000 Soldaten gegenüberstellen.
Heather ist es gelungen, die Ereignisgeschichte der Spätantike klar und anschaulich zu schildern. Dennoch weist das Werk eine gewisse analytische Schwäche auf. Denn der Autor hat aus wirtschaftlichen Daten ein Gesamtbild des Imperiums ab. Er kann den Untergang des Römischen Reiches ebenso wenig eindeutig erklären, wie die meisten seiner Vorgänger.
