Rathaus Keck | Bildquelle: RTF.1

Reutlingen:

So sieht das neue Büro von Oberbügermeister Keck aus

Stand: 28.10.26 13:27 Uhr

Der Sanierungsstau macht auch vor dem Reutlinger Rathaus keinen Halt. Nachdem der Gemeinderat bereits 2014 ein Konzept für eine Generalsanierung in Auftrag gegeben hatte, hat aufgrund dringend erforderlicher Arbeiten am Rathausdach kein Weg an einer Runderneuerung mehr vorbeigeführt. Bis 2033 sollen die Arbeiten gehen. Währenddessen muss die Stadtverwaltung um OB Thomas Keck in Interimsräumlichkeiten ziehen.


OB Keck demonstriert, wo er in Zukunft Platz nehmen wird. „Sehr bescheiden", nennt er sein Interimsbüro im dritten Obergeschoss der Kreissparkasse am Marktplatz Reutlingen. Wegen der dringenden Dachsanierung müssen die Abteilungen im obersten Rathausstockwerk bis November frühzeitig ausziehen. Auch Kecks Büro zählt zu den betroffenen Räumlichkeiten.

"Ich glaube, hier kann man sich schon wohlfühlen, und hier wird man auch ordentlich arbeiten können", meint der OB. "Ich muss nicht Tennis spielen können. Das Büro erfüllt alles, was man braucht. Und das reicht auch! Aber das braucht's nicht – größer."

Für größere Gemeinderatssitzungen müssen aber durchaus größere Unterkünfte als der neue Seminarraum im vierten Obergeschoss her. Allerdings sei die Stadtverwaltung routiniert im Ausweichen auf die Stadthalle, wenn es um einen höheren Bedarf an Sitzplätzen geht. Auch die Sitzung für den Doppelhaushalt 26/27 fand im Januar in der Stadthalle statt.

Am 03. November tagt der Gemeinderat jedoch bereits im neuen Seminarraum der Kreissparkasse. Für die restlichen Abteilungen des Rathauses müssen aber noch weitere Räumlichkeiten her. "Die eigentlichen Umzüge für die Generalsanierung finden dann im März und April statt nächsten Jahres", erklärt Jörg Viehl, stellvertretender Amtsleiter des Gebäudemanagements Reutlingen.

"Ein großes Interimsgebäude wird die Tübinger Straße 74 sein – auch ein ehemaliger Standort der Kreissparkasse. Die haben wir im Moment hergerichtet baulich", damit laut Viehl ein möglichst nahtloser Umzug im Frühling sichergestellt ist.

Die heiße Phase für die Generalsanierung beginnt allerdings erst 2028, verrät Jörg Viehl: "Die gesamte Gebäudetechnik wird erneuert, und auch das Konzept des Rathauses ist neu, wird noch bürgerfreundlicher. Wir haben dann – 'eine moderne Arbeitswelt mit Desk-Sharing etc."

Allerdings soll das planmäßig bis 2033 dauern und 165 Millionen Euro kosten. Dabei kommen die Gelder aus einem selbstfinanzierenden Konzept, da die Stadtverwaltung während der Bauzeit dieselbe Summe – etwa an Miet- und Energieausgaben – einspare.

Unter Umständen könnte Keck aber schon früher wieder ins neue alte Rathaus züruck. "Das hängt davon ab, wie schnell es vorangeht, was vielleicht noch an Überraschungen auftaucht, und wie der Baufortschritt in den anderen Teilgebäuden ist – also gerade mit Lautstärke, Betonbauarbeiten und so weiter", erklärt Keck.

"Wenn die Arbeitsfähigkeit drüben hergestellt ist, werde ich auch wieder rüberziehen", so der OB. Bis die lärmintensiven Arbeiten vollendet sind, verrichtet Keck seine Arbeit aber in den Räumlichkeiten der Kreissparkasse am Marktplatz.

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