„Ich bin, weil wir sind." Das bedeutet das Wort Ubuntu auf Deutsch. Es stammt aus den Bantusprachen der Zulu und Xhosa, ethnischer Gruppen, die heute hauptsächlich in Südafrika beheimatet sind. Ubuntu ist eine Philosophie der Menschenfreundlichkeit und Nächstenliebe, die sich die Veranstalter des Internationalen Afrika-Festivals auf die Fahne geschrieben haben. Egal, woher die Gäste kommen.
DJ GAGA, der das Musikprogramm des Festivals leitet, hat uns mehr über die Idee hinter dem Fest verraten. "Hier gibt es Leute von überall", teilte er auf englisch mit. "Wenn wir Afrika sagen, dann meinen wir damit eine Mischung aus allen. Es gibt auch einen deutschen Laden hier. Wenn ich Afrika sage, denkst du, ich meine nur die Schwarzen? Nein, Weiße, Schwarze, Grüne, Lilane, alle Farben. Das ist Afrika für uns, weil wir ein liebevolles Volk sind. Alle sind willkommen und wir lassen alle rein."
Das Motto des Fests unterstreicht diese Philosophie: „Gemeinsam singen. Gemeinsam tanzen. Gemeinsam essen. Gemeinsam lachen. Gemeinsam beten." Das bedeutet nicht nur, dass alle eingeladen sind, sondern auch, dass niemand zurückgelassen wird. Egal ob bei der Kinderunterhaltung oder den neuen Programmpunkten für alle Altersgruppen.
"Wir peppen es dieses Jahr ein wenig auf", erklärt der DJ. "Diesmal werden wir einen Podcast haben und eine Art Mini-Studio. Am Samstag wird es DJ-Klassen geben. Wir veranstalten kostenlose DJ-Klassen, damit jeder kommen kann."
Der Eintritt erfolgt via Spende, doch 5 Euro sind erwünscht. Wer etwas mehr mitbringt, kann sich neben den Waren auch durch die Speisen zahlreicher Kulturen überall auf dem Kontinent durchprobieren. Hier gibt es alles Mögliche, von Steinbock- und Zebraburgern, über Samosas, FuFu, Hähnchenkeulen und Kochbananen in salzig und süß bis hin zu Desserts wie frittierten Hefeteigbällchen, garniert mit zahlreichen Saucen, oder Kokosbällchen, die auch ohne Toppings intensiv genug sind.
DJ GAGA teilt aufgeregt mit, woher die Speisen kommen. Unter anderem sind das Kenya, Kamerun, Togo und Nigeria. "Es gibt viel zu essen. Also sollten alle kommen und es probieren, das Essen ist gut."
Das Festival läuft bereits seit Donnerstag und endet am Sonntagabend. Die Abende begleiten musikalische Gäste aus zahlreichen Musikstilrichtungen. Am letzten Tag steht ab 11 Uhr auch ein ökumenischer Gottesdienst an.
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