Entenrennen Altenburg | Bildquelle: RTF.1

Reutlingen-Altenburg:

Auf die Ente, fertig, los! - Beim Neckarfest gingen mehr als 1000 gelbe Quietscheenten an den Start

Stand: 06.07.26 13:58 Uhr

Alle zwei Jahre lädt der Reutlinger Teilort Altenburg zum Neckarfest beim Kraftwerk ein. Der Höhepunkt ist jedes Mal das Entenrennen am Sonntag. Am Wochenende war es wieder so weit: Mehr als 1000 überwiegend gelbe Gummitierchen schwammen auf dem Neckar um den Sieg.

Quietscheenten gibt es in jeder Farbe, Form und Größe. Wer am Entenrennen teilnehmen möchte, muss aber eine reguläre des Gewerbevereins Altenburg besorgen. Kurz vor Start waren nur noch wenige Enten übrig. Wer mag, darf seine Rennente noch individuell gestalten. Hier sind der Kreativität laut dem Gewerbevereinsvorsitzenden Thomas Bader keine Grenzen gesetzt. Ob es auch einen Trick gibt, seine Ente schneller zu machen...? "Man darf keine Motoren einbauen", erklärt Bader. "Aber man kann mit den Enten ganz viel in der Badewanne üben. Ich kann mir vorstellen, die Schwimmer trainieren auch viel und wenn die Rennente viel im Badewasser war, dann wird die automatisch schneller sein."

Fertig frisiert kommen die Enten dann in eine Sammeltonne. Insgesamt 1220 wurden im Vorfeld und beim Neckarfest selbst verkauft. Auf den letzten Drücker traf auch noch die Deutschland-Ente des CDU-Landtagsabgeordneten Max Menton ein. Dieser gab anschließend gemeinsam mit Thomas Bader und Finanzbürgermeister Roland Wintzen den Startschuss. "Wir haben runtergezählt von 10 bis 0 und dann 'Go Ente, go, go, go!'. Das war der Startruf", berichtet Wintzen. Und dann sind die Enten ins Wasser gefallen und dann losgeschwommen. 

Laut Thomas Bader gibt es dieses Jahr eine Besonderheit: "Das Wehr in Oferdingen ist immer noch offen, weil da eine Fischtreppe eingebaut wurde. Dadurch ist die Fließgeschwindigkeit etwas höher. Wir schätzen, dass die Enten zehn bis zwölf Minuten brauchen werden vom Start bis ins Ziel 500 Meter weiter flussabwärts."

Und da schwammen sie also: eine überwiegend gelbe Masse mit einzelnen Farbtupfern, aus der sich, je näher sie dem Ziel kamen, einzelne Enten lösten. Am Ende wurden die Tierchen von der Freiwilligen Feuerwehr Altenburg wieder aus dem Wasser gefischt. "Wir sind als Feuerwehr ja Herausforderungen gewohnt, aber das ist eine ganz besondere, hier die Enten zu retten", erklärt Abteilungskommandant Jan Drexelius. "Wir bauen praktisch einen Trichter auf, sodass sichergestellt ist, dass die Enten in der richtigen Reihenfolge von uns aufgenommen werden. Die kommen dann durch ein Rohr. Dort werden wir die Enten nach und nach herausretten und entsprechend des Zieleinlaufs dem Veranstalter übergeben."

Nachdem die ersten 25 Enten gerettet waren, kamen die großen Säcke zum Einsatz. Dabei half auch Max Menton fleißig mit. "Die Feuerwehr hatte mir angeboten, man kann auch hier mithelfen. Ab in die Watthose rein und mit anpacken, die Enten wieder rauszuholen. Und ich meine, so eine Chance, die lasse ich mir nicht entgehen. Hat super Spaß gemacht."

Während den Gewinnerenten ihre Besitzer zugeordnet wurden, konnten sich die Besucher bei herzhaften und süßen Speisen sowie Getränken stärken. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg und Kinderschminken.

Bereits am Abend zuvor war das Neckarfest offiziell eröffnet worden. "Wir hatten um 17.30 Uhr den Fassanstich. Dann war der Tanzstern aus Sickenhausen da mit einer großen Gruppe", berichtet Bezirksbürgermeister Frank Hofacker und betont: "Das war natürlich eine tolle Eröffnung. Dann sind die Leute geströmt. Und wir hatten abends DJ und Barbetrieb."

Für den Erstplatzierten gab es einen Gutschein für den Erlebnispark Tripsdrill zu gewinnen. Die beiden Politiker Wintzen und Menton durften bei der Preisvergabe helfen, gingen selbst aber leer aus. Der glückliche Gewinner am Ende war Christian Griehl aus Oferdingen. Damit aber nicht genug: Zwei weitere seiner Enten landeten auf den Plätzen 2 und 25. Sein Erfolgsgeheimnis? "Erstmal Enten kaufen natürlich. Ich habe 10 Stück gekauft." Er war mit seinen Freunden aus vom MCC Oferdingen gekommen. "Wir haben gedacht, wir müssen auch uns anpassen. Sind mit den Mofas hergekommen, dass die Ente bisschen mehr Beschleunigung schon hat. Und dann reicht das." Den Gutschein möchte er mit seinen drei Kumpels (alle im Enten-Outfit) einlösen.

Der Erlös aus dem Entenverkauf geht wie in den Jahren zuvor an die Hofschule in Altenburg. Das nächste Neckarfest steht dann vermutlich in zwei Jahren an.

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