Depression drückt Vorfreude | Bildquelle: Universitätsklinikum Bonn (UKB) / Aljoscha Haupt

Tübingen/Bonn:

Depression drückt die Vorfreude, nicht den Genuss

Stand: 14.05.26 15:46 Uhr

Eine schwere Depression drückt die Vorfreude auf Essen, aber nicht den Genuss selbst. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Gruppe von Forschern aus Tübingen und Bonn um Korrespondenzautor Nils Kroemer.

Die Wissenschaftler untersuchten die sogenannte Anhedonie, die bei Menschen mit schwerer Depression auftritt. Diese verlieren das Interesse oder die Freude an normalerweise positiven Aktivitäten. Die Forscher untersuchten in einer Studie rund 100 Teilnehmer mit und ohne Depressionen. Das Ergebnis: In der Erwartungsphase hatten Menschen mit Depressionen weniger Verlangen nach Essensbelohnungen; das Essen selbst empfanden sie aber nicht als weniger belohnend.
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