"Reutlingen hat sich schon sehr früh, 2017, auf den Weg gemacht und hat erkannt, dass man sich im Wettbewerb positionieren muss", meint sie. "Im Wettbewerb um Fachkräfte, Unternehmen, Investoren, Bürgerinnen und Bürger. Und genau deswegen sind wir jetzt auch schon an dem Punkt, an dem wir stehen. Wir freuen uns da auch drüber, dass man schon so früh losgelegt hat. Und genau diesen Schwung wollen wir jetzt natürlich weiternehmen."
Wie schon die „nur lieben"-Kampagne soll die Stadtmarke Reutlinger zusammenbringen, hier unter einem Logo: Ein abstrahiertes Herz mit einem kleinen Reutlinger Spitzdach soll unter anderem Achalm, Architektur und Heimatgefühl repräsentieren.
Für die Institutionenmarke ist das Logo rot und rosa und soll die Stadtverwaltung unter einem uniformen Design zusammenbringen. Für die Mitmachmarke ist es bunt und soll für jeden Reutlinger individuell anpassbar sein.
"Auch für Anwender, für Firmen, für die Bürgerschaft, für Vereine, Verbände, Institutionen", zählt Oberbürgermeister Thomas Keck auf. "Sie können unschwer mit moderner Technik, mit moderner EDV, hier ihre Ableitungen machen. Von der Visitenkarte bis zum Veranstaltungsplakat ist da alles möglich."
Mit einem digitalen Markenportal lässt sich der Stil der neuen Stadtmarke einfach nachmachen. Eine feste Farbpalette, mehrere Variationen eines Reutlinger Schriftsatzes und ein KI-Tool, das die Formulierungen der Kampagne replizieren soll, unterstützen bei der Arbeit mit der neuen Marke.
Auf „nurlieben.de" dagegen hat die Stadt ein Portal für die Bürger selbst geschaffen. Hier können Testimonials geteilt und eigene Versionen des neuen Reutlinger Logos gestaltet werden. Digital ist alles bereits aktualisiert, in Person wird das aber noch dauern.
"Wir haben das Ziel im Kommunikationskonzept festgelegt und gesagt, wir wollen in 10 Jahren, dass die Stadtmarke dann auch die einzelne Stadtmarke ist", erläutert Bierig. "Es wird auch nicht alles von heute auf morgen passieren, wir machen das natürlich wirtschaftlich unter wirtschaftlichen und nachhaltigen Gesichtspunkten. Das heißt, immer dann, wenn was aus ist, drucken wir es neu. Und dann wird es natürlich auch im neuen Design gemacht."
Das sei nur schwäbisch, so Oberbürgermeister Thomas Keck. Weniger sparsam ist dagegen die Kampagne selbst, besonders im Kontext des aktuellen Stadthaushalts. Dieser ist im Sinne aktueller deutschlandweiter Trends eher knapp ausgefallen. Ein Kritikpunkt, der von Keck direkt vorweg genommen wird.
"Alle Städte stehen heute auch in Konkurrenz zueinander. Und wir müssen uns positionieren, nach intern und nach extern. Und deshalb muss man, gerade wenn es einem dreckig geht, solche Dinge machen."
Besonders in schwierigen Zeiten sei es wichtig, Reutlingen attraktiver zu machen. So könne man für die Zukunft vorbauen und auf lange Sicht mehr Einnahmen für die Stadt generieren. Und Reutlingen mit Symbolen, Merchandise, Wahlsprüchen oder auch mit Werbesongs eine klare Identität im Kontrast zu anderen Städten zu geben, sei dafür unablässig.
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