Der letzte gedeckte Keller im Regierungsbezirk Tübingen wurde 1618 erbaut, in dem Jahr, in dem der Dreißigjährige Krieg ausbrach. Reingehen kann man nicht. Das ist zu gefährlich. Denn das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig. Stadtarchivar Rolf Bidlingmaier: "Die Unterhaltungsmaßnahmen sind in den letzten Jahrzehnten unterlassen worden, und dementsprechend ist der Zustand heute auch, und es ist jetzt dringend notwendig, dass der Keller saniert wird und dass man Sicherungsarbeiten vornimmt."
Der vormalige Eigentümer hatte den Keller der Stadt geschenkt, weil er ihn selber nicht sanieren wollte. Jetzt muss das Gebäude als erstes statisch gesichert werden, damit es wieder betreten werden kann. "Dann geht es darum um eine Instandsetzung, das betrifft in erster Linie das Dach, das schon seit vielen Jahren quasi Löcher hat, wo es im Prinzip jetzt erforderlich ist, das Dach instand zu setzen", sagte Bidlingmaier.
Die Sanierung soll Hand in Hand mit dem Denkmalschutz erfolgen. Die Arbeiten sollen Fachfirmen ausführen, die sich mit denkmalgeschützten Gebäuden auskennen. Die Gesamtkosten liegen bei 200.000 Euro. "Es ist so, dass die Stadt ja den Keller erworben hat und es auch im Haushalt auch entsprechende Mittel gibt, um diese Notsicherung durchzuführen, aber wir sind natürlich auf Spenden angewiesen, und ich denke, es ist auch für die Metzinger Bürgerschaft wichtig, dass man sich quasi um das kulturelle Erbe in der Stadt kümmert", sagte Bidlingmaier.
Spenden nimmt der Arbeitskreis Stadtgeschichte Metzingen entgegen. Ist der Keller saniert, so strebt die Stadt Metzingen keine intensive Nutzung an. Der Keller wird im Rahmen von Führungen und am Tag des offenen Denkmals zugänglich sein. Mehr ist nicht möglich – schon allein, weil elektrisches Licht, Heizung und fließendes Wasser fehlen.
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