Nach einer einjährigen Umbaupause erstrahlte das Diözesanmuseum Rottenburg in neuem Glanz. Am 8. November wurde es in einem Festakt feierlich eröffnet. Zu den Gratulanten gehörte auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Chapeau! Das Werk ist gelungen!" so das Urteil des Landesvaters zum neuen Ausstellungskonzept des Museums.
In Reutlingen wurde das ganze Jahr am neuen Landratsamt gebaut. Bei einer Baustellenbesichtigung am elften November gab die Kreisverwaltung dann bekannt: Das ganze Projekt liegt im Zeitplan und im Kostenrahmen. Hier sollen bisher siebenundzwanzig Verwaltungsgebäude unter einem Dach vereinigt werden. Das heißt, auch im großzügig geplanten neuen Landratsamt wird es eng. Immerhin müssen hier tausend Mitarbeiter untergebracht werden. Desk Sharing wird hier deshalb groß geschrieben. Die Einweihung ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Demonstration gegen Entlassungen bei der Firma Bosch. Im Juli hatte der Automobilzulieferer angekündigt, 1.100 Stellen abzubauen. Deshalb protestierten im November rund 900 Bosch-Mitarbeiter und zogen von der Stadthalle bis zum Firmensitz. Die Dimension des geplanten Stellenabbaus ist einmalig.
"Es ist ein historischer Abbau", sagte Dr. Claudia Hülsken, die erste Bevollmächtigte der IG Metall Reutlingen-Tübingen. "Wir hatten bei Bosch in Reutlingen noch nie so einen Stellenabbau vor der Brust. Das ist wirklich historisch und wir setzen uns dafür ein – und ich glaube, die Demonstration heute hat gezeigt, dass die Leute hinter uns stehen – dass mehr Stellen erhalten bleiben können. Weil es nicht nur für die heutige Belegschaft, sondern auch für die Zukunft der Region wichtig ist."
Die Bosch-Arbeitnehmer forderten, weniger Stellen abzubauen als geplant. Außerdem verlangten sie von der Unternehmensleitung Beschäftigungsgarantien über 2027 hinaus.
Großer Bahnhof herrschte am 19. November in der und um die Stadthalle Reutlingen. Alles, was in der Landespolitik Rang und Namen hatte, war gekommen. Anlass war die kommunalpolitische Kundgebung des Gemeindetags, des größten kommunalen Landesverbandes.
So war auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach Reutlingen gekommen – und außerdem auch der zukünftige Ministerpräsident, denn die Spitzenkandidaten aller relevanten Parteien waren ebenfalls anwesend. Eines der großen Themen des Tages: das liebe Geld.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann: "Subsidarität bedeutet: So viel wie möglich in den Kommunen, so viel wie nötig an Land und Bund. Das bedeutet, und das muss uns immer klar sein: Entscheidend ist doch, dass man die Kommunen die Aufgaben erledigen lässt, aber dann muss man ihnen auch die Ressourcen dafür geben."
Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir versprach: Man wolle gute Rahmenbedingungen für die Kommunen und OBs schaffen, vor allem durch den Abbau von Bürokratie und dem Fokus auf Digitalisierung.
Ein vierfacher Mord mit anschließendem Suizid erschütterte Ende November den Großraum Reutlingen. In einem Geschäftsgebäude in St. Johann-Würtingen erschoss ein 63-jähriger Geschäftsmann seine beiden erwachsenen Söhne. Außerdem tötete er in Betzingen seine Schwester mit einem spitzen Gegenstand. Zum Schluss begab sich der Familienvater in seine Villa in Pfullingen, wo er seine Ehefrau und sich selber erschoss. Der Mann war Jäger und hatte legal mehrere Schusswaffen besessen.
Das Multicenter in Gomaringen stand lange leer. Am 27. November aber öffnete es wieder die Tore. Der Edeka Möck ist Kernstück des neuen Fachmarktzentrums. Außerdem stehen hier noch ein Aldi, ein dm und ein Action für die Kunden bereit.
Volle Regale bieten Tausende Artikel an, von denen viele bisher nicht in Gomaringen verfügbar waren. Mit der Eröffnung des Fachmarktzentrums ist ein langer und steiniger Weg zu Ende gegangen. Vier Jahre lang hatten die Gomaringer auf eine Neubelebung des Multicenters gewartet.
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