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#Corona-Virus: Fragen und Antworten - Das müssen Sie wissen!

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Corona-Virus zusammengefasst! Sie finden hier auch Telefonnummern, die Sie anrufen können. Wir aktualisieren und ergänzen diese Infos regelmäßig: Schauen Sie also immer wieder hier vorbei!
Corona-Virus

Erstveröffentlicht am: 05.03.2020-08:43

Zahl der Überarbeitungen und Ergänzungen: 88

Aktueller Stand: 15.03.2020-14:09

 

Vorwort:

Ansteckungsgefahr, Husten, Niesen, Desinfektionsmittel, Händewaschen, Telefonnummern: Viele Fragen rund um das Corona-Virus beschäftigen derzeit die Menschen. Wir tragen für Sie  die wichtigsten Antworten in diesem Artikel zusammen.

Unsere Wissenschaftsredaktion wertet dafür fortlaufend Quellen, Artikel. und Informationen aus, die in Deutschland, aber auch weltweit (z.B. in China und USA) von Behörden, Forschungseinrichtungen und Medien veröffentlicht werden.

Bitte seien Sie sich bewusst: In manchen Punkten sind sich Behörden oder auch Wissenschaftler derzeit noch uneins. Und: Forschung, Erfahrungswerte und Erkenntnisse zum Corona-Virus sind immer noch stark im Fluss. Im Laufe der Zeit können sich auch andere, neue Erkenntnisse ergeben!

Haben Sie Infos zum Corona-Virus, die wir noch nicht eingearbeitet haben? Schreiben Sie uns an: Corona@rtf1.de

 

Frage: Kranke, Gesunde, Tote: Wie entwickelt sich die Situation?

Weltweit wurden bisher - Stand 14.03.2020 - rund 154.000 Menschen infiziert. Davon sind derzeit noch rund 74.000 Menschen krank. Etwa 74.000 Menschen wurden wieder gesund. Und rund 5.800 Menschen sind bislang an Corona gestorben.

Damit liegt die Sterblichkeit weltweit bei zwischen 3,8% (Tote bezogen auf alle Infizierten) und 7,2% (Tote bezogen auf Gesundete+Gestorbene).

In Deutschland wurden - Stand 14.03.2020 - rund 4.200 Menschen infiziert. Davon sind aktuell noch  rund 4.150 Menschen rank. 46 Menschen sind wieder gesund. 8 Menschen sind bislang gestorben.

Damit liegt die Sterblichkeit in Deutschland bei zwischen 0% (Tote bezogen auf alle Infizierten) und 15% (Tote bezogen auf Gesundete+Gestorbene).

Weitere Infos, Berechnungen und Länderzahlen finden Sie in diesem tiefergehenden Artikel!

Die tagesaktuellen Zahlen finden Sie z.B. hier:

 

Frage: Haben wir genügend Intensivbetten und Beatmungsgeräte?

In Deutschland stehen im Schnitt 100.000 Krankenhausbetten leer, so dass man (bei Zweibett-Zimmer) daraus 50.000 Isolierzimmer einrichten könnte.

Deutschlandweit gibt es rund 28.000 Intensivbetten. Ausgehend von einem 1-wöchigen Aufenthalt im Krankenhaus stünden täglich 4.000 Intensivbetten für Neuaufnahmen zur Verfügung.

Zieht man davon einen Bedarf von 50% für Intensivpatienten mit anderen Krankeiten ab, so würden die deutschen Krankenhäuser täglich 2.000 Neuaufnahmen von schwerkranken Corona-Patienten verkraften. Erfahrungsgemäß müssen 5% der Corona-Patienten beatmet werden.

Allerdings berichtet Tagesschau.de, dass in Deutschland im Durchschnitt 80% der Intensivbetten von Patienten mit anderweitigen Krankheiten belegt sind. Entsprechend stünden umgerechnet im Schnitt täglich nur 800 Intensivbetten für schwere Corona-Fälle zur Verfügung. Das hieße, es wären - bei 5% Corona-Schwerkranken - täglich 16.000 Neu-Infektionen zu verkraften.

"Italienische Verhältnisse", wie sie Anfang März 2020 in Italien herrschen, würde das deutsche Gesundheitssystem den Aussagen zufolge  verkraften.

Die Bundesregierung hat (Stand 13.03.2020) darüber hinaus beim Lübecker Medizintechnik-Konzern Drägerwerk 10.000 Beatmungsgeräte bestellt. Die Auslieferung der Geräte soll sich über das restliche Jahr 2020 hinziehen.

Damit könnten deutschlandweit weitere 10.000 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten ausgerüstet werden. Nach obiger Rechnung könnten dadurch täglich 3.400 (und nicht nur 2000) schwer an Corona erkrankte Patienten neu in den Krankenhausern aufgenommen werden.

Ausgehend davon, dass  5% der Corona-Patienten eine Intensivbehandlung benötigen, würde Deutschland täglich zwischen 40.000 und 68.000 Neu-Erkrankungen verkraften.

In Deutschland stehen pro Einwohner rund zweieinhalb mal so viele Intensivbetten zur Verfügung, wie in Italien: "Wenn wir so ausgestattet wären wie Italien, hätten wir nur 11.000 Intensivbetten", sagt Busse, "tatsächlich haben wir aber 28.000", zitiert Tagesschau.de den Gesundheitsökonomen Reinhard Busse von der Technischen Universität Berlin. Busse zufolge werden Intensivbetten in Deutschland von einem Patienten im Schnitt 3,5 Tage lang belegt.

Frage: Haben die Kliniken genügend Schutzkleidung?

Tagesschau.de hat dazu verschiedene Unikliniken befragt - mit unterschiedlichem Ergebnis: Die Antworten lauten von "für die nächsten 100 Tage (Uniklinik Heidelberg), über "für die nächsten Wochen" (Augsburg) und "für ein bis eineinhalb Monate" (Bochum) bis zu "über die Ostertage hinaus (Medizinische hochschule Hamburg). Schutzkleidung sei, zitiert Tagesschau.de die Medizinische Hochschule Hannover,  "generell verfügbar, allerdings mit längeren Lieferfristen und zu höheren Preisen".

Frage: Wie wird das Corona-Virus übertragen?

Das Corona-Virus wird laut Robert Koch Institut (RKI) hauptsächlich mittels Tröpfcheninfektion übertragen, also durch virenbelastete Körpersekrete wie Schleim oder Spucke.

Eine fäkale Übertragung, daher durch Kot, spielt bislang offenbar keine Rolle, obwohl manche Corona-Patienten Durchfall haben und der Erreger in den Fäkalien nachgewiesen werden konnte.

Frage: Kann man sich auch an Oberflächen (Türklinken, Aufzugknöpfen,..) anstecken?

Von früheren Ausbrüchen mit anderen Corona-Viren (z.B. SARS)  liegen Erfahrungswerte vor, ob und wie lange Corona-Viren auf Oberflächen (wie z.B. Türklinken, Lichtschaltern, Aufzugknöpfen) etc. überleben: Die Überlebensdauer schwankt sehr stark, je nach Virenstamm und Virenlast, und liegt bei bis zu 9 Tagen.

  • Auf PVC und Glas: Im Mittelwert überlebt das Virus 4 bis 5 Tage.
  • Auf Papier überlebt das Virus bis zu 5 Minuten.
  • Auf Stahl zwischen 8 Stunden und 28 Tagen.
  • Auf Kupfer wird das Virus binnen Minuten bis Stunden durch das Kupfer aktiv zerstört. Wissenschaftler haben deshalb bereits 2015 empfohlen, für Kontaktflächen wie Tresen oder Türklinken in öffentlichen Gebäuden, Praxen und kliniken als Material Kupfer zu verwenden.
  • Auf Banknoten habe die  Deutscher Bundesbank nach einem Bericht von FAZ bislang noch keine Coronaviren nachgewiesen.Allerdings haben Wissenschaftler darauf hingewiesen, dass die spezielle Beschichtung und das Material der Euro-Banknoten ein geeigneter Ort sind, an dem Corona-Viren länger überleben können. Die chinesische Staatsbank hat allerdings bekannt gegeben, gebrauchte Banknoten zu desinfizieren, zu verschweißen und jeweils14 Tage lang aus dem Verkehr zu ziehen. Auch die USA haben angekündigt Banknoten aus dem Verkehr zu ziehen, die aus dem Ausland nach den USA zurückfließen.

Einige Vorfälle, wie bspw. in einem buddhistischen Tempel in Hong Kong, legen den Schluss nahe, dass sich dort Besucher über virusbelastete Böden und Textilien angesteckt haben.

 

Frage: Wie lange überlebt das Coronavirus an Türklinken oder anderen Oberflächen?

Das Cornoavirus überlebt bei Zimmertemperatur außerhalb des Körpers offenbar bis zu 9 Tagen auf allen Arten von Oberflächen, bspw. auf Türklinken. Im Schnitt überlebt es 4 bis 5 Tage.

In Hong Kong wurden mehrere Infektionen mit dem Besuch eines buddhistischen Tempels in Zusammenhang gebracht. Bei den anschließenden Untersuchungen des Tempels konnten Corona-Viren auf Textilien und auf dem Fußboden nachgewiesen werden. (New York Times)

Frage: Was bringt Händewaschen mit Wasser und Seife?

Die früheren Erfahrungen mit dem SARS-Virus zeigen, dass regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife das Infektionsrisiko um 30 bis 50% reduziert. Das schreibt die New York Times mit Verweis auf denn Experten für Handhygiene Dr. William P. Sawyer.

Die Hände müssen jeweils mindestens 20 bis 30 Sekunden gründlich gewaschen werden. Wer keine Uhr dabei hat: Summen Sie zweimal (oder dreimal) das Lied "Happy Birthday to you"

Besonders dann, wenn die Hände verschmutzt oder fettig sind, wirken Wasser & Seife deutlich besser als ein Desinfektionsmittel, schreibt die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC. 

Wenn Wasser und Seife nicht zur Verfügung stehen, soll man laut CDC ersatzweise ein Hände-Desinfektionsmittel benutzen, das mindestens 60% Alkohol enthält.

 

Frage: Wie wasche ich meine Hände richtig?

Waschen Sie Ihre Hände mindestens 20 bis 30 Sekunden lang. Wenn Sie keine Uhr zur Hand haben: Summen Sie zweimal oder dreimal das Lied "Happy Birthday to you".

Waschen Sie Ihre Hände gründlich! Benutzen Sie Seife! Waschen Sie Ihre Hände auch auf dem Handrücken, zwischen den Finger-Ansätzen und auch die Fingernägel!

 

Frage: Welche Desinfektionsmittel helfen gegen Coronaviren?

Wirksam sind - schreibt die deutsche Gesundheitsbehörde Robert Koch Institut - alle Desinfektionsmittel, die mindestens die Aufschrift "begrenzt viruzid", oder "viruzid PLUS", oder "viruzid" haben."

Desinfektionsmittel, die weniger als 60% Alkohol enthalten, sind laut US-amerikanischer Gesundheitsbehörde CDC nicht geeignet: Sie wirken entweder nicht gegen alle Virenstämme, oder sie führen nicht zur Abtötung, sondern nur zu einem verzögerten Wachstum der Viren.

Allerdings: Besonders dann, wenn die Hände verschmutzt oder fettig sind, wirken Wasser & Seife deutlich besser als ein Desinfektionsmittel, schreibt die  CDC.

Die Empfehlung lautet: Waschen Sie Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife. Wenn aber Wasser und Seife nicht zur Hand sind - zum Beispiel unterwegs -, desinfizieren Sie Ihre Hände ersatzweise mit Desinfektionsmittel!

 

Frage: Wo kriege ich Desinfektionsmittel her?

Derzeit gibt es  im Einzelhandel und in Apotheken einen Engpass an Desinfektionsmitteln. Deswegen hat das Bundesamt für Chemie am 04.03.2020 eine Verördnung erlassen, welche es den Apotheken drei Monate lang erlaubt, Desinfektionsmittel selbst herzustellen. Sprechen Sie Ihre Apotheke darauf an.

Zum Hintergrund: Seit 2016 war es den Apotheken durch eine EU-Vorschrift verboten, Desinfektionsmittel ohne vorherige Zulassung selbst herzustellen. jetzt ist es drei Monate lang wieder erlaubt: Ihr Apotheker findet die Erlaubnis mit dem Namen  "Allgemeinverfügung zur Zulassung 2-Propanol-haltiger Biozidprodukte zur hygienischen Händedesinfektion aufgrund einer Gefahr für die öffentliche Gesundheit", die es ihm erlaubt, Desinfektionsmittel selbst herzustellen, übrigens hier!


Frage: Wie wird großflächig desinfiziert?

Die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen desifiziert ihre Straßen mit Wasserstoffperoxid, das mit einem Sprühwagen Straße für Straße ausgebracht wird. [Weiterlesen]

 

Frage: Wo siedelt sich das Coronavirus zuerst an?

Nach jüngsten Erkenntnissen siedelt sich das Coronavirus zuerst im Nasen- und Rachenraum an und vermehrt sich dort. Später kann sich das Coronavirus auch auf die Lunge ausbreiten.

 

Frage: Niesen und Husten: Was versteht man unter der "Nies-Etikette"?

Unter der "Nies-Etikette" versteht man das "richtige" Niesen und Husten, um seine Mitmenschen nicht zu gefährden, falls man selbst schon (unwissentlich) mit Corona angesteckt ist: Niesen und husten Sie niemalund husten Sie in Ihre Armbeuge: So werden die Flüssigkeitströpfchen dort aufgefangen, die sonst mit dem Niesen im Raum verteilt werden. Verwenden Sie zum Naseputzen Einweg-Taschentücher, die Sie anschließend wegwerfen. Waschen Sie sich nach dem Naseputzen die Hände.

 

Frage: Kann das Coronavirus auch durch Atemluft verteilt werden?

Leider ja! Nicht nur durch Husten oder durch Niesen, sondern auch durch Atemluft wird das Coronavirus verbreitet. Die Tröpfchen, die durch Atemluft beim Atmen  oder Sprechen ausgestoßen werden, sind zwar zehn mal kleiner wie beim Husten oder Niesen. Aber sie können ebenfalls Coronaviren transportieren. Halten Sie deshalb mindestens ein bis zwei Meter Abstand zu Menschen, die erkältet sind.

Professor Julian Tang, ein Virologe an der Universität von Leicester, wird von der New York Times folgendermaßen zitiert: "Immer wenn Sie riechen können, was jemand zum Mittag gegessen hat - Knoblauch oder Curry zum Beispiel - inhalieren Sie, was derjenige ausatmet, einschließlich irgendwelcher Viren in dessen Atemluft." 

 

Frage: Ich habe Erkältungssymptome: Wo soll ich anrufen?

Wenn Sie Erkältungssymptome haben, und eine Corona-Infektion vermuten, gehen Sie nicht einfach zum Arzt oder zur Notaufnahme (es sei denn, es ist ein Notfall). Sondern rufen Sie vorher bei Ihrem Hausarzt an, oder bei einer der folgenden Telefonnummern: 

116 117 - Ärztlicher Bereitschaftsdienst 
115 - Einheitliche Behördennummer
0800 011 77 22 - Patientenberatung Deutschland (unabhängig)
030 346 465 100 -  Das Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministerums

Kommunale Gesundheitsämter - Die Telefonnummern der kommunalen Gesundheitsämter in Baden-Württemberg finden Sie hier unter diesem Link!

 

Frage: Nützt mir eine Grippe-Impfung (=Influenza-Impfung) etwas?

Eine Grippe-Impfung wirkt zwar nicht gegen das Coronavirus, sondern nur gegen Influeza-Viren. Aber: Eine Grippe-Impfung kann verhindern, dass Sie sich doppelt mit Influenza und Corona infizieren.

Da eine Doppel-Infektion mit Grippe/Influzena und mit Corona Ihren Körper zusätzlich schwächt, beziehungsweise eine zweite Infektion auf einen bereits durch die erste Infektion geschwächten Körper trifft, ist eine Grippe/Influenza-Impfung vorteilhaft!

Aus demselben Grund ist auch eine Impfung gegen Lungenentzündung (Pneumonie) vorteilhaft.

 

Frage: Weshalb hört man von ganz unterschiedlichen Ausbreitungen und Krankheitsverläufen?

Offenbar sind zwei verschiedene Coronavirus-Varianten im Umlauf: Eine "harmlosere", ältere S-Variante, die auch in Europa zirkuliert. Und eine gefährlichere, jüngere L-Variante, die hauptsächlich in der chinesischen Region Wuhan zirkuliert.

Das meldet die chinesische Tageszeitung Global Times unter Berufung auf eine neue Studie, die jetzt im Oxford Academic National Science Review erschienen ist.

Frage: Wie ist der typische, schwere Krankheitsverlauf vor der Einlieferung in die Intensivmedizin

Italienische Ärzte berichten laut Welt.de, dass die Patienten zunächst eine Woche bis 10 Tage mit Fieber zu Hause liegen, bevor sie sich, weil sie nicht mehr können und keine Luft mehr kriegen,ans Krankenhaus wenden. Die Diagnose sei immer: Beidseitige Lungenentzündung.

 

Frage: Woran sterben eigentlich Corona-Patienten?

Corona-Patienten sterben meistens an Atemproblemen, an Sepsis oder an Multiorganversagen.In der Schweiz ist bislang erst ein Patient an Corona verstorben. In Deutschland ist bisher noch niemand an Corona gestorben.

 

Frage: Sind in Deutschland schon Menschen an Corona gestorben?

Ja.Bisher sind in Deutschland drei Patienten an Corona gestorben: Unter anderem eine 89-jährige Frau und ein 78-jähriger Mann. In der Schweiz ist bislang erst ein Patient an Corona verstorben. Der Grund  dafür könnte in der hervorragenden medizinischen Versorgung in Deutschland liegen: Deutschland hat weltweit die größte Krankenhausbettenzahl pro Einwohner.  Außerdem befindet sich die deutsche Bevölkerung in der Regel in einem guten Gesundheitszustand.

Allerdings warnt der Virologe ChristianDrosten davor, dass insbesonders ältere Menschen ab 80 Jahren ein hohes Sterberisiko von 20 bis 25% tragen, während junge Menschen kaum ernsthaft erkranken. In Südkorea ist beispielsweise bei jungen Menschen unter 30 Jahren kein einziger Todesfall zu verzeichnen. Junge Menschen sollten sich aber bewusst sein, dass sie das Virus in sich tragen und andere, höchst gefährdete Altersgruppen anstecken könnten:

Ältere Menschen ab dem Rentenalter sollen, empfiehlt Drosten, für die nächsten Monate jegliche sozialen Kontakte reduzieren, keinerlei Veranstaltungen mehr besuchen, und auch keinerlei Kontakt mit den Enkeln mehr haben, die das Corona-Virus übertragen könnten. Droste fordert die Familien auf, für ihre älteren MFamilienmitglieder auch komplett das Einkaufen zu übernehmen, um die Ansteckungsgefahr für die Älteren zu minimieren.

 

Frage: Wohin kann ich noch reisen? Wo sind Risikogebiete?

Das Robert Koch Institut (RKI) ist für die Einstufung von Gebieten als Risikogebiet zuständig. Von Reisen in die Riskogebiete wird abgeraten.

Das RKI schreibt: "Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch ("ongoing community transmission") vermutet werden kann. Um dies festzulegen, verwendet das Robert Koch-Institut verschiedene Indikatoren (u.a. Erkrankungshäufigkeit, Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen, Maßnahmen (z.B. Quarantäne ganzer Städte oder Gebiete), Exportierte Fälle in andere Länder/Regionen). Die Situation wird jeden Tag neu bewertet, bei Bedarf werden die Risikogebiete angepasst."

Als Risikogebiete sind vom RKI - Stand 05.03.2020 - folgende Länder und Regionen eingestuft:

  • In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan)
  • Im Iran: Provinz Ghom, Teheran
  • In Italien: Provinz Bozen/Südtirol, Region Emilia-Romagna, Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien.
  • In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

Die tagesaktuelle Auflistung der Risikogebiete finden Sie hier beim RKI!

 

Frage: Nützen regelmäßige Nasenspülungen mit Salzwasser und Gurgeln etwas?

Nasenspülungen - bspw. mit Salzwasser - und Gurgeln könnten unseres Erachtens dabei helfen, die Virenlast in Nase und Rachen zu verringern - und könnten es dem Körper somit erleichtern, in einem frühen Stadium der Ansteckung mit dem Coronavirus fertig zu werden. Allerdings gibt es unseres Wissens keine medizinischen Studien zu diesem Thema.

 

Frage: Kommt der Corona-Ausbruch irgendwann selbst zum Erliegen?

Ja, damit kann man einigen Virologen zufolge rechnen: Menschen, die eine Corona-Erkrankung überstanden haben, entwickeln eine Immunität gegen das Virus. Ein Infizierter steckt etwa 2 bis 3 weitere Menschen mit Corona an.

Daraus folgt: Sobald zwei Drittel der Menschen eine Immunität gegen Corona entwickelt haben, findet das Virus nicht mehr genügend neue "Wirte", und die Corona-Welle ebbt ab. Das sagte der Virologe Professor Christian Drosten von der Berliner Charité sinngemäß dem FOCUS.

Andere Virologen gehen davon aus, dass sich das Corona-Virus dauerhaft halten kann und in zukünftigen Jahren wie die Influenza jeden Herbst/Winter wieder auftritt. So bspw. der Virologe Professor Hendrik Steeck von der Universität Bonn im Interview mit n-tv.de. Dieses Szenario könnte eintreten, wenn das Virus - wie die Influenzaviren - mutiert, und somit die erworbene Immunität nichts mehr nützt. Oder wenn die erworbene Immunität nicht robust ist, daher nicht dauerhaft anhält.

 

Frage: Ab wann steht ein Impfstoff gegen Corona zur Verfügung?

 Impfstoffe gegen Grippeviren werden herkömmlicherweise unter Verwendung von Hühnereiern hergestellt. Dieses Verfahren ist bewährt, dauert aber seine Zeit: Deshalb rechnen diese Hersteller damit, dass ein Impfstoff erst Anfang 2021 zur Verfügung steht.

Es gibt aber auch Hersteller, die den Impfstoff auf neue Weise gewinnen wollen: Durch biotechnische Herstellungsverfahren unter Verwendung von mRNA-Genmaterial des Corona-Virus. Mit dieser Methode arbeitet beispielsweise das Tübinger Unternehmen Curevac. Einen Bericht und ein Video vom 09.03.2020 über unser Interview mit Curevac finden Sie hier!

Das Biotech-Unternehmen Cilian AG in Münster gab am 09.032020 bekannt, dass es "ein auf Ciliaten basierendes Verfahren" entwickelt habe, "das auch für die Herstellung von Impfstoffproteinen gegen das Coronavirus verwendet werden" könne.

Ein weiterer Ansatz: Tabakkonzerne wollen neue Impfstoffe gegen das Coronavirus mittels gentechnisch veränderter Tabakpflanzen gewinnen. Das berichtet welt.de

Falls diese neuen Methoden Erfolg hätten, könnte ein Impfstoff auch schon früher zur Verfügung stehen.

 

Frage: Gibt es Medikamente gegen das Corona-Virus

Seit einigen Wochen werden in China verschiedene Medikamente gegen das Corona-Virus getestet. dabei handelt es sich um Medikamente, die in früheren Jahren bereits gegen andere Viren - wie bspw. SARS - erfolgreich eingesetzt wurden. Und um Medikamente, die bisher gegen ganz andere Krankheiten - wie bspw. gegen das Ebolavirus, Malaria und HIV - eingesetzt wurden.

Einige Mediziner gehen davon aus, dass in den nächsten Wochen oder Monaten hinreichende Erfahrungen über die Wirksamkeit der verschiedenen Medikamente und Wirkstoffe gegen das Corona-Virus vorliegen, und die wirksamen Medikamente dann auch rasch in Deutschland zum Einsatz kommen könnten.

Dazu zählen Remdesevir, Kaletra, Resorchin, Ribavirin, Tamiflu, ANP01, AT-100, Interferon Alfa 2B. 

 Lesen Sie hier, was es mit diesen heißen Wirkstoff-Kandidaten gegen Corona auf sich hat: [Weiterlesen]

 

Frage: Gibt es Empfehlungen für Kitas, Kindergärten, Schulen, Unis, Behörden?

In Baden-Württemberg empfiehlt das Sozialministerium, dass Menschen, die sich in Risikogebieten wie bspw. China oder Norditalien aufgehalten haben, erst mal für 14 Tage zu Hause bleiben. Das gilt für Kleinkinder ebenso wie für Schüler, Lehrer, Beschäftigte und Behördenmitarbeiter. Von Zuhause aus soll man dann mit Kita, Kindergarten, Schule oder Behörde anrufen und alles Weitere abklären.. Verschiedene Universitäten und Fachhochschulen empfehlen ihren Studenten, Lehrkräften und Beschäftigten dassselbe.

 

Frage: Wie lauten die genauen Fachbezeichnungen für Corona?

Wir verwenden der Einfachheit halber  für das Virus die Bezeichnung"Corona-Virus", und für die Krankheit die Bezeichnung "Corona". Die wissenschaftliche Fachbezeichnung für die Krankheit lautet "Covid-19" und für das auslösende Coronavirus "SARS-CoV-2 (früher: "2019-nCoV").

 

Frage: Was ist der Unterschied zwischen einer Pandemie und einer Epidemie?

Von einer Pandemie spricht man, wenn sich eine Infektionskrankheit über einen ganzen Kontinent oder weltweit ausbreitet. Von einer Epidemie spricht man, wenn sich eine Infektionskrankheit über eine ganze Region oder über ein ganzes Land ausbreitet.

Frage: Was versteht man unter dem "Patient 0"?

Unter dem "Patient 0" versteht man den ersten Menschen, der mit einer bestimmten Krankheit infiziert wurde: Beim Corona-Virus also diejenige Person, auf die das Virus vom Tier erstmals übergesprungen ist.

Vom "Patient 0" spricht man aber auch, um die (erste) Person zu bezeichnen, die das Virus in eine bestimmte Region, bspw. nach Europa, oder - im Februar 2020 - nach München eingeschleppt hat.

Im München-Fall handelte es sich beim "Patienten 0" um die chinesische Mitarbeiterin einer Firma, die zuvor ihre Eltern in der Region Wuhan besucht hatte, und anschließend an Meetings der Firma in München teilgenommen hatte.

Sobald der "Patienten 0" identifziert ist, kann man die Ausbreitung der Infektion nachvollziehen und beispielsweise alle dessen Kontaktpersonen ermitteln; diese sicherheitshalber isolieren und auf Corona testen. 

Was ist ein "Super-Spreader"?

Als "Super-Spreader" bezeichnet man einen Menschen, der selbst infiziert ist und eine ungewöhnlich hohe Zahl an anderen Menschen ansteckt: Beispielsweise durch viele soziale oder geschäftliche Kontakte oder durch eine intensive Reisetätigkeit.

 

Frage: Was versteht man unter einer "Infektionskette"?

Mit dem Begriff "Infektionskette" bezeichnet man den Ansteckungsweg, über den sich das Coronavirus von einem Menschen auf weitere Menschen ausgebreitet hat. Im "Tübinger Fall" brachten zwei Reisende das Coronavirus aus Italien mit. Die weibliche Reisende steckte in Tübingen ihren Vater. Der männliche Reisende steckte in einer anderen Stadt mehrere andere Personen an.

 

Frage: Was versteht man unter Herden-Immunität?

Stand: 21.03.2020-07:09

Mit dem Begriff "Herden-Immunität" bezeichnet man die Zahl/den Prozentsatz der Mitglieder einer Herde/Gruppe/Population/Bevölkerung, die gegen einen bestimmten Krankheitserreger immun ist. Wir verwenden statt "Herde/Gruppe/Population" im Nachfolgenden vereinfacht den Begriff "Bevölkerung":

Ob sich ein Krankheitserreger innerhalb der Bevölkerung ausbreiten kann, hängt davon ab, wieviele Mitglieder dieser Bevölkerung schon eine Immunität gegen diesen Krankheitserreger erworben haben.

Damit eine Krankheit - und damit der Krankheitserreger - "überlebt", braucht der Krankheitserreger die Chance, "rechtzeitig" weitere Menschen anzustecken, bevor sein momentaner Wirt wieder gesund wird.

Dabei gilt:

  1. Wenn es der Krankheitserreger "schafft", von einem Kranken auf mehrere andere Menschen überzuspringen, so wird sich die Krankheit ausbreiten und die Zahl der Infizierten/Kranken zunehmen.
  2. Wenn es der Krankheitserreger schafft, von einem Kranken im Schnitt auf einen anderen Menschen überzuspringen, so wird die Zahl der Infizierten/Kranken etwa gleich bleiben.
  3. Wenn der Krankheitserreger von einem Kranken im Schnitt auf weniger als einen anderen Menschen überspringen kann, wird die Zahl der Infizierten abnehmen und die Krankheit wird verschwinden.

Wenn nun mit der Zeit viele Menschen eine bestimmte Krankheit "durchgemacht" haben und gegen die Krankheitserreger immun geworden sind, dann tritt der oben beschriebene Fall 3. ein:

Der Krankheitserreger findet immer weniger anfällige Menschen, die er ansteckend kann. Wenn ein Kranker deshalb im Schnitt weniger als einen anderen Menschen ansteckt, nimmt die Zahl der Infizierten immer mehr ab: Der Krankheitserreger kann sich in der Bevölkerung nicht mehr "halten", und die Krankheit verschwindet schließlich.

Wenn man nun weiß, wieviele Menschen ein Kranker im Schnitt ansteckt, dann kann man ausrechnen, wie hoch die Herdenimmunität sein muss, damit die Zahl der Infizierten abnimmt und die Krankheit schließlich verschwindet.

Beim Coronavirus (bzw. Covid19-Virus) geht man davon aus, dass ein Kranker im Schnitt 2 bis 3 andere Menschen ansteckt. Damit die Krankheit verschwindet, "darf" ein Kranker aber im Schnitt weniger als einen Menschen anstecken. Damit dies der Fall ist, müssen zwei Drittel der Bevölkerung gegen den Krankheitserreger immun sein.

Fazit: Sobald zwei Drittel der Bevölkerung gegen das Coronavirus immun sind - weil sie die Krankheit schon durchgemacht haben, oder weil sie geimpft wurden .- wird die Zahl der Infizierten immer mehr abnehmen, und die Krankheit wird verschwinden.

 

Frage: Atemschutzmasken - Was hat es mit den verschiedenen Bezeichnungen auf sich?

Gegen das Corona-Virus sind Atemschutzmasken mit der Bezeichnung "FFP3" geeignet. Sie bieten besseren Schutz wie solche mit der Bezeichnung "FFP2". Die Zusatzbezeichnung "N95" heißt, dass 95% aller Partikel abgefangen werden. Die Zusatzbezeichnung "N99" heißt, dass 99% aller Partikel abgefangen werden.

Frage: Wie sinnvoll sind Atemschutzmasken

Zu dieser Frage finden sich die unterschiedlichsten Aussagen. Diese reichen von "eine FFP3-Maske schützt vor Corona" bis hin zu "Keine Maske schützt".

Laut Aussage der Weltgesundheitsorganisation WHO, sind Atemschutzmasken für die Allgemeinbevölkerung sind nutzlos und wiegen diese "nur in einem falschen Sicherheitsgefühl".

Das Robert Koch Institut (RKI, veröffentlicht am 04.03.2020)) empfiehlt, dass medizinisches Personal "bei patientennahen Tätigkeiten, dass das Personal zu seinem eigenen Schutz eine FFP2-Maske trägt", wenn der Patient selbst keine Maske trage.

 

Frage: Wieviele Schutzmasken, Handschuhe und Desinfektionsmittel werden gebraucht?

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO werden zur weltweiten Bekämpfung der Corona-Pandemie folgende Mengen an Schutzausrüstung benötigt:

  • 89 Millionen Atemschutzmasken
  • 30 Millionen Schutzanzüge
  • 1,5 Millionen Schutzbrillen
  • 70 Millionen Schutzhandschuhe
  • 2,9 Millionen Liter Hand-Desinfektionsmittel

Die WHO hat die Hersteller von Schutzausrüstung dazu aufgerufen, ihre Produktion um 40% zu erhöhen. Dann wäre der komplette Bedarf gedeckt.

 

Frage: Kann man sich durch "Ins Gesicht fassen" anstecken?

Ja, denn Coronaviren - wie auch Erkältungsviren - können über die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen in den Körper eindringen. Wer also den Corona-Virus an seiner Hand hat - weil er einem Corona-Infizierten die Hand gegeben hat, oder weil er eine mit Coronaviren kontaminierte Oberfläche - z.B. Türklinke  berührt hat, kann sich anstecken, wenn er sich ins Gesicht langt.

Frage: Woher kommt das Corona-Virus?

Das Corona-Virus ist offenbar auf einem chinesischen Markt für Wildtiere von einem Tier auf den Menschen übergesprungen. Als Zwischenwirte infrage kommen z.B. Schlangen, Fledermäuse und Schuppentiere. In Regionen, in denen bspw. der Verzehr solcher Tiere auf dem Speiseplan steht, können sich Menschen mit solchen Viren anstecken.

Die in Wuhan grassierende "L-Variante" ist genetisch offenbar den Schuppentier-Viren am Nächsten. Die in Europa grassierende "S-Variante" des Corona-Virus ist offenbar einem Fledermaus-Virus am Ähnlichsten.

Frage: Welche Länder sind derzeit am Stärksten betroffen?

das Corona-Virus hat sich mittlerweile in vielen Ländern verbreitet. Am Stärksten betroffen sind: China, Südkorea, Iran, und in Europa Norditalien.

Frage: Wie kam das Corona-Virus nach Deutschland?

Soweit man bisher weiß, ist das Corona-Virus bislang auf zwei Wegen nach Deutschland gelangt:

Nach München über die chinesische Mitarbeiterin einer in München ansässigen Firma, die von Shanghai nach München geflogen war und die zuvor ihre Eltern im chinesischen Wuhan besucht hatte.

Nach Baden-Württemberg kam das Cornavirus über Urlauber und Reiserückkehrer, die sich zuvor in Norditalien aufgehalten hatten.

Frage: Ich habe Corona - Was nun?

Wenn der Arzt bei Ihnen Corona festgestellt hat: Bleiben Sie ruhig! Fassen Sie sich! Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes. Halten Sie sich an die häusliche Isolation!

Bleiben Sie gelassen und zuversichtlich: 8 von 10 Corona-Patienten haben nur ganz leichte Beschwerden, wie bspw. leichtes Halsweh.

Und auch wenn Sie zu den 2 von 10 Personen gehören, die es mit ärgeren Symptomen erwischt hat: Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Sie trotzdem wieder gesund:

Weltweit werden auch 19 von 20 ernsthaft Erkrankten wieder gesund. Dazu kommt: Deutschland hat - im Vergleich zu anderen Ländern - eine ausgezeichnete medizinische Versorgung. So gab es in der Schweiz bislang erst einen Todesfall. In Deutschland gab es bislang erst drei Corona-Todesfälle.

 

Frage: Wo trat das Corona-Virus das erste Mal auf?

Im Dezember 2019 fielen einem Arzt in der chinesischen Millionenstadt Wuhan  mehrere Erkrankungsfälle auf. Der Arzt vermutete, dass ein SARS-ähnliches Virus im Umlauf sei.

Einige der ersten Infizierten arbeiteten auf dem Großmarkt der Stadt „Wuhaner Südchinesischer Großhandelsmarkt für Fische und Meeresfrüchte" als Händler oder Verkäufer. Auf diesem Markt werden auch Meeresfrüchte, Schlangen, Fledermäuse und Schuppentiere für die chinesische Küche verkauft.

Aus diesem Grund geht man davon aus, dass es auf diesem Markt zur Erstinfektion eines Menschen kam: Dort ist das Corona-Virus offenbar erstmals von einem Tier auf einen Menschen übergesprungen.

 

Frage: Wieviele Labor-Kapazitäten haben wir für Corona-Tests?

In Deutschland können laut welt.de täglich bis zu 12.000 Tests auf Corona-Viren durchgeführt werden.

Baden-Württemberg beispielsweise hat als Reaktion auf das Coronavirus die Laborkapazitäten seines Landesgesundheitsamtes massiv erweitert.

 

Frage: Wie lange dauert es, bis man sich krank fühlt?

Nach der Ansteckung mit dem Corona-Virus kann es laut Robert Koch Institut bis zu 14 Tage dauern, bevor die  Krankheitssymptome einsetzen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht von einem durchschnittlichen Zeitraum von 5 bis 6 Tagen aus, bevor die Krankheitssymptome einsetzen. In der Zwischenzeit merkt man oft nichts und fühlt sich völlig gesund.

 

Frage: Ab wann ist man ansteckend?

Aus den ersten Fällen in München und Tübingen kann man rekonstruieren, dass man bereits wenige Tage, nachdem man sich angesteckt hat, andere Menschen anstecken kann.Auch wenn man sich selbst noch völlig gesund fühlt.

 

Frage: Wie ist China mit dem Corona-Ausbruch umgegangen?

Anfangs gab es Versuche von regionalen chinesischen Behörden, die Veröffentlichung und öffentliche Weitergabe von Informationen, bspw. in Social Media, zu verhindern. So musste der Arzt, der zuerst auf die neu auftretenden Infekte hingewiesen hat - und einige seiner Kollegen - Schweige-Erklärungen unterschreiben. Dennoch wurde das Virusproblem am 31.12.2019 von China an die WHO gemeldet.

Später rief der chinesische Staatspräsident Behörden und Partei öffentlich dazu auf, keinerlei Informationen zurückzuhalten und alle Informationen offen zulegen.

In der Zwischenzeit wurden  der oben genannte Arzt - der mittlerweile selbst an Corona verstorben ist - und seine Kollegen vom Chinesischen Staatsgerichtshof rehabilitiert, und deren Verhalten als vorbildlich bezeichnet.

Allerdings wurde das chinesische Labor, das als erstes das Erbgut des Coronavirus entschlüsselt und veröffentlicht hatte, nach Angaben der FAZ am darauffolgenden Tag geschlossen. China selbst befördert derzeit Meldungen, nach denen das Virus ausländischen Ursprungs sein könnte. Posts, die das bezweifeln, werden laut FAZ von den chinesischen Behörden gelöscht.

Die chinesischen Behörden hatten das Hauptverbreitungsgebiet der Corona-Epidemie, die Stadt Wuhan, strikt isoliert, Reisesperren ausgesprochen und die Bewohner der Millionenstadt unter Quarantäne gestellt.

Rund um das Corona-Virus: Fragen & Antworten

 

 

Hier unser Live-Ticker zum Coronavirus:

Mittwoch, 15. Juli 2020
15:39 Coronavirus schädigt offenbar Nervensystem
Das Coronavirus schädigt offenbar das zentrale Nervensystem - auch bei einem milden Krankheitsverlauf. Darauf deuten erstmals die Ergebnisse einer klinischen Studie hin. [Weiterlesen]
Freitag, 10. Juli 2020
17:40 Zustimmung zu kostenloser Atemmasken-Verteilung in BW
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste begrüßt Pläne des Landes Baden-Württemberg, Atemschutzmasken anzuschaffen und kostenlos an das Gesundheitswesen auszugeben. [Weiterlesen]
Mittwoch, 08. Juli 2020
17:58 Forscher entwickeln neutralisierende Antikörper gegen Covid-19
Forscher haben neutralisierende Antikörper gegen Covid-19 entschlüsselt. Diese werden jetzt zusammen mit Boehringer Ingelheim weiter entwickelt und sollen bald in klinischen Studien untersucht werden. [Weiterlesen]
Montag, 06. Juli 2020
14:16 Politik will Maskenpflicht mehrheitlich beibehalten
Die Politik will die Maskenpflicht mehrheitlich beibehalten. Vorstöße einzelner Politiker, sie aufzuheben, ernteten Widerspruch - auch aus Baden-Württemberg. [Weiterlesen]
Freitag, 03. Juli 2020
16:10 Start der bundesweiten Antikörperstudie in Reutlingen
Das Corona-Virus beschäftigt uns auch weiterhin und jede Meldung über neue Fortschritte bei der Impfstoffsuche machen Hoffnung auf ein normales Leben. Doch auf was fußen beispielsweise die Maßnahmen gegen die Virusverbreitung. Helfen soll jetzt eine bundesweite Studie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung, die durch ihre Forschungsergebnisse eine Grundlage für Handlungsempfehlungen schaffen soll. Am Freitag startete in Reutlingen die Studie mit Unterstützung der Johanniter, des Landkreises Reutlingen und der Stadt Reutlingen. [Weiterlesen]
Dienstag, 30. Juni 2020
08:35 Zirkusverband appelliert an Kommunen, Gastspiele zu ermöglichen
Der Verband Deutscher Circusunternehmen appelliert an Kommunen, Gastspiele ab September zu ermöglichen. Sonst drohe das Aus für viele Zirkusse. Wo Zirkusse festsitzen, sollen sich die Kommunen kulant zeigen. [Weiterlesen]

07:49 Debatte über Corona-Tests für alle - Ärzteverbände skeptisch
Nach dem Vorstoß Bayerns, alle Bürger auf Corona zu testen, hat Ärztepräsident Klaus Reinhardt davon abgeraten. Der Chef des Hausärzteverbandes fordert eine nationale Strategie. Die CSU kontert die Kritik und fordert auch von anderen Bundesländern mehr Tests. [Weiterlesen]
Montag, 29. Juni 2020
16:39 Veranstalter Markus Bastian zur derzeitigen Situation seiner Branche
In der vergangenen Woche erstrahlten im Rahmen der "Night of Light" in ganz Deutschland ausgewählte Bauwerke in Feuerrot. So auch in Reutlingen - RTF1 berichtete. [Weiterlesen]

14:08 Palmer überlegt Corona-App verpflichtend zu machen
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer äußerte am Wochenende die Idee, eine Pflicht für die Nutzung der Corona-App, für in der Universitätsstadt einzuführen. [Weiterlesen]
Mittwoch, 17. Juni 2020
17:25 Corona-App - Wie kommt die Warn-App bei den Verbrauchern an?
Am gestrigen Dienstag ist die Corona-Warn-App in ganz Deutschland gestartet. Medienberichten zufolge haben bereits 6,5 Millionen Menschen die App auf ihrem Smartphone installiert. [Weiterlesen]

11:52 Curevac darf potentiellen Corona-Impfstoff an Menschen testen
Die Tübinger Biotechfirma Curevac darf eine klinische Studie mit einem potenziellen Corona-Impfstoff beginnen. Es bekam die Zulassung, den Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen. [Weiterlesen]
Dienstag, 16. Juni 2020
06:41 Corona Warn App ist verfügbar - Nutzer entscheiden über Erfolg
Die Corona-Warn-App des Bundes ist verfügbar. Sie steht in den Appstores und soll anzeigen, ob man in Kontakt mit einer infizierten Person war und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. [Weiterlesen]
Montag, 15. Juni 2020
15:19 Bund steigt beim Impfstoffhersteller Curevac ein - Hoffnung auf Corona-Impfstoff
Um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes anzuschieben, steigt der Bund mit 300 Millionen Euro beim Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac ein. Über die KfW wird der Bund etwa 23 Prozent an der Firma halten. [Weiterlesen]
Sonntag, 14. Juni 2020
13:22 Wieder mehr Unterricht
Wie das baden-württembergische Kultusministerium mitteilte, wird es ab Montag wieder mehr Unterricht an den Schulen des Landes geben. [Weiterlesen]
Samstag, 13. Juni 2020
09:47 Sportwettbewerbe wieder möglich
Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sowie das Gesundheitsministerium haben verkündet, dass ab dem 11. Juni wieder Wettkämpfe im Breiten- und Leistungssport ausgetragen werden dürfen. [Weiterlesen]
Dienstag, 09. Juni 2020
06:57 IT-Experten des TÜV checken Corona-App auf Datenschutz
Vertrauen und Akzeptanz sind entscheidend dafür, dass die Corona-Warn-App ein Erfolg wird. IT-Experten des TÜV prüfen sie nun auf Datensicherheit. Worauf sie besonders Wert legen: [Weiterlesen]
Montag, 08. Juni 2020
16:40 Kritik an Kollegen - Friseur Laraia zum Umgang mit der Hygieneverordnung
Roberto Laraia, Obermeister der Friseurinnung Reutlingen, hat sich zum Umgang unterschiedlicher Friseursalons mit den derzeit geltenden Hygienemaßnahmen geäußert. [Weiterlesen]
Donnerstag, 04. Juni 2020
12:07 Konjunkturpaket der Bundesregierung wird überwiegend begrüßt
Mit einem milliardenschweren Konjunkturpaket will die Koalition die Wirtschaft in der Corona-Krise ankurbeln. Dazu zählt eine niedrigere Mehrwertsteuer und ein Kinderbonus für Familien. Die Reaktionen sind überwiegend positiv. Das KFZ-Gewerbe ist sauer. [Weiterlesen]
Mittwoch, 03. Juni 2020
12:49 Weltweite Reisewarnung wird Mitte Juni aufgehoben - "Keine Reiseeinladung"
Die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wird zum 15. Juni aufgehoben - zumindest für die meisten europäischen Staaten. Außenminister Maas mahnt aber, das nicht falsch zu verstehen. [Weiterlesen]
Mittwoch, 27. Mai 2020
10:11 Urlaub in Südtirol wieder möglich - Alle Infos zu Anreise und Sicherheit
Die Einreise nach Italien und Südtirol soll ab 3. Juni über Österreich möglich sein, Es gebe regelmäßige Coroa-Tests für Mitarbeiter von Hotels und Gastbetrieben, Gästen biete man freiwillige Schnelltests an. [Weiterlesen]

(Zuletzt geändert: Samstag, 21.03.20 - 06:09 Uhr   -   26237 mal angesehen)
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