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Tübingen:

Wirtschaft trifft Kommune - Gedankenaustausch im Museum

"Wirtschaft trifft Kommune" lautet die Veranstaltung bei der - wie der Name bereits andeutet - Vertreter von Wirtschaft und Kommune auf Einladung der Wirtschaftsförderung Tübingen - kurz WIT - zusammenkommen, um sich über aktuelle und für die Wirtschaft relevante Entwicklungen austauschen.

Aufeinander getroffen sind die Vertreter aus Wirtschaft und Kommune am Mittwochabend in den Oberen Sälen im Museum Tübingen. Im Fokus stand der Gedankenaustausch zwischen den Tübinger Wirtschaftsunternehmen, der Stadt Tübingen und des Tübinger Gemeinderats.

Oberbürgermeister Boris Palmer nutzte die Gelegenheit sich bei den Anwesenden auch zu bedanken. Und zwar für die guten Gewerbesteuer-Einnahmen - denn diese betrugen stolze 54 Millionen Euro.

Die Wirtschaft floriert und auch die Prognosen für das kommende Jahr stehen nicht schlecht, erklärt auch der Präsident der Handwerkskammer Reutlingen, Harald Hermann. Doch Themen wie der Brexit und die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China bereiten auch der heimischen Wirtschaft Sorgen. Und nicht nur das: Auch die fehlenden Fachkräfte sowie der Mangel an Nachwuchs seien besorgniserregend, so Hermann.

Im vergangenen Jahr gab es einen Rückgang der Ausbildungsverträge von knapp 2%, so Hermann. Auch wenn Flüchtlinge mittlerweile immer mehr in Ausbildungsverhältnisse integriert werden können, so gibt es oft noch sprachliche und weitere Barrieren.

"Aus diesem Grund werden wir im Sommer diesen Jahres in unserer Ausbildungsakademie hier in Tübingen, dass Förderprogramm „Fit für Ausbildung" installieren. Diese Fördermaßnahme richtet sich in erster Linie an Flüchtlinge und Migranten -  auf deren Bedürfnisse dann individuell eingegangen wird. Von Azubi-Knigge, über Mathegrundlagen bis hin zu Medienkompetenzen und selbstverständlich auch Deutschkursen", erklärt Hermann.

Durch diese Förderung soll nicht nur den Flüchtlingen eine Chance auf eine vorübergehende sozialversicherungspflichtige Tätigkeit gegeben werden, sondern auch eine nachhaltige Berufsausbildung mit Zukunftsperspektiven.

Auch Boris Palmer sieht in dieser Personengruppe ein großes Potenzial. Um die, durch den Demografischen Wandel entstandene, Lücke zu füllen, bemüht sich daher auch die Stadt Tübingen, geflüchteten Menschen ein passendes Ausbildungsverhältnis zu bieten.

"Und wir waren gestern alle beieinander, weil die Stadt Tübingen, nach meinem Wissen, als Einzige in Deutschland ein Stipendium in Deutschland ausgelobt hat, indem die Bezüge, also das Azubigehalt im ersten Jahr von der Stadt übernommen wird", so Boris Palmer.

Neben der Fachkräfte- und Auszubildenden-Gewinnung kam beispielsweise auch das Thema Cyber Valley auf den Tisch. Hier gab es immer wieder auch laute Kritik von Gegnern, die vor allem die Zusammenarbeit mit Konzern-Giganten wie Amazon kritisierten. Der Tübinger Oberbürgermeister ist ein absoluter Befürworter des Cyber Valleys und machte dies auch am Mittwochabend klar.

"Auch weil ich sicher bin, dass da keine ethisch-moralischen Probleme geschaffen werden, sondern Lösungen gefunden werden. Denn wenn die gleichen Themen nur in China entwickelt werden sind sie autoritär, und wenn sie nur in den USA entwickelt werden, dann sind sie Marktradikal und beide Lösungen sind nicht die besten, von daher müssen wir vorne mit dabei sein", gibt Palmer zu bedenken.

Vorne mit dabei sein – das Ziel auch im nächsten Jahr – für Wirtschaft und Kommune in Tübingen.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 14.02.19 - 16:49 Uhr   -   488 mal angesehen)
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