Winfried Kretschmann hält Weltethosrede | Bildquelle: RTF.1

Tübingen:

Zusammenhalten im Umbruch - Weltethosrede des Ministerpräsidenten

Stand: 22.02.17 19:07 Uhr

Nur einige Sitzplätze blieben leer, als der Ministerpräsident in der neuen Aula ans Pult trat. An den Beginn seine Rede stellte er das Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt - und welche Reaktionen es in Gesellschaft, Politik und in den Medien auslöste.


Ein Appell an die Kernwerte der Menschlichkeit: Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit. Das helfe auch in der Zeiten vielfältiger Umbrüche: egal ob politische, gesellschaftliche oder digitale Umbrüche. Es hat sie immer gegeben, so der Ministerpräsident. Aber damit Menschen nicht verloren gehen, muss genau hingeschaut werden, das Gegenüber gedacht und Ängste ernst genommen, werden so Kretschmann. Zusammenhalten statt ausgrenzen. Bedeute auch, die absolute Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Toleranz gegenüber unterschiedlichen Familienmodellen und sexueller Vielfalt. Viele Menschen seien verunsichert, bei manchen gerate das Weltbild ins wanken - der Zusammenhalt würde auf die Probe gestellt, so Kretschmann.

Haltung bewahren und zeigen, anständig sein. Für einander auch global einstehen. Flüchtlinge würden zu neuen Mitbürgern, dabei dürften die alten aber nicht vergessen werden. In Europa herrscht seit 70 Jahren Frieden.

Meinungsfreiheit höre da auf, wo sie zu Hass und Gewalt anstachelt und wo die
Abschaffung der Demokratie vorbereitet wird.

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