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Schwarze Zahlen und hohes Ranking: Tübinger Universitätsklinikum UKT weiter auf Erfolgskurs

Es ist eine Entwicklung, auf die das Universitätsklinikum Tübingen seit Jahren zielstrebig und durch immense Neustrukturierungen hin gearbeitet. Jetzt aber ist es soweit: Anders als die meisten anderen Großkliniken oder Krankenhäuser schreibt das UKT für 2016 schwarze Zahlen. Diese erfreuliche Entwicklungen wird durch einen anderen Umstand unterstrichen: Im Focus-Ranking der besten deutschen Kliniken rückt Tübingen erstmals unter die Top 5 vor. Trotz aller Erfolge: Aus Sicht des Ärztlichen Direktors Michael Bamberg steht das UKT auch in den kommenden Jahren vor großen, teils konfliktträchtigen Herausforderungen.

Die in diesem Jahr auf dem Schnarrenberg eingeweihte neue Augenklinik – samt Forschungsinstitut und einem Parkhaus, das lange Zeit umstritten war.. Das rund 50 Millionen Euro teure Projekt ist  ein großer von vielen weiteren Mosaiksteinen, die das Tübinger Universitätsklinikum für die Herausforderungen der Zukunft fit machen sollen.

Das Jahr 2016 markiert für das UKT dabei aus Sicht seines Ärztlichen Direktors, Professor Michael Bamberg, einen wichtigen Meilenstein. Im Focus-Ranking der besten deutschen Kliniken ist Tübingen jetzt in die Top 5 aufgestiegen. Hinter Großkliniken wie Berlin und München. Im Land hat es nur Heidelberg einen Platz vor das UKT geschafft.

Damit zahlt sich aus, dass im UKT in den vergangenen Jahren viel Zeit und Energie in die Restrukturierung, Verzahnung Und Bündelung aller Abläufe und Prozesse gesteckt wurde.Dabei wurden Ärzte, zuständige Fachkräfte, aber auch die IT-Verantwortlichen in Projektgruppen zusammengezogen. Man sei dabei der eigenen Vision eines Klinikums, das  "Kompetenz mit Herz "vereine,  ein ganzes Stück Näher gekommen, so Bamberg. Die Zuwendung zu den Patienten und ihren Angehörigen werde hier zunehmend gelebt.

Auf der Basis dieser Veränderungen kann das UKT also eine der wenigen deutschen Kliniken trotz für 2016 einen großen Erfolg verkünden: Trotz Wachstum bei Patienten und Beschäftigten, trotz einem Plus bei den mehr angebotenen Leistungen: Auch 2016 werde man wieder mit schwarze Zahlen abschließen, so Bamberg.

Die Umsätze sind dabei  seit 2015 weiter gestiegen, um rund 3,8 Prozent. Den derzeitigen Kalkulationen zu  wird auch das erst im März vollständig feststehende Jahresergebnis mir rund einer Millionen Gewinn schwarz und positiv ausfallen. Bamberg rechnet zudem auch für 2017 mit weiter positiven und wachsenden Zahlen. Der Klinik würde dies Handlungsspielräume für weitere Investitionen und Vorhaben eröffnen- für die Anschaffung neuer Geräte oder die Unterstützung geplanter Bauvorhaben. Kosten, für die eigentlich das Land aufkommen müsste. Dies alles, so Bamberg, sei wiederum eben  "ausschlaggebend für die Qualität eines Großklinikums".

Als Erfolg in dieser Hinsicht für 2016  kann dabei beispielsweise die Anschaffung eines neuen Präzisionstomographen für die Radiologie gelten. Der LINEAR-MC ein raumgroßer Magnetresonanztomograph, kann auf Milimeter genau tumoröses Gewebe bestrahlen.Vorwärts ging es auch beim Thema Mutter-Kind. Dort ist eine engere Verzahnung von Frauenklinik und Neonatologie  hin zu einem Mutter-Kind-Zentrum im Gange. Für Entlastung und Bündelungen gleichermaßen sorgt schließlich die Einrichtung zweier neuer Notfallpraxen für niedergelassene Ärzte im allgemein-ärztlichen und kinder- wie jugendärztlichen Bereitschaftsdienst.

Insgesamt befindet sich das UKT weiter auf stetigem Wachstumskurs: Immer mehr Patienten frequentieren das Tübinger Universitätsklinikum.  2016 wurden rund 3000 Babys im UKT geboren - rund sieben pro Tag. Allein im stationären Bereich ist die Zahl der Patienten auf jetzt rund  70 000 gestiegen. Ein Ende sei hier nicht abzusehen.Dabei ist die Verweildauer der Patienten gefallen; diese beträgt nur noch 6 bis 7 Tage. 

Eine Riesenherausforderung. Denn trotz der  permanenten Fluktuation muss die Uni-Klinik ihren vorgegebenen Auftrag erfüllen, eine medizinische Vollversorgung für die Region anzubieten; das Ganze aber möglichst defizitlos.

Die Klinik-Verantwortlichen setzen dabei auf die Hilfe der Politik: Man brauche "dringend ein Investitionsprogramm des Landes für seine vier Uni-Kliniken", so Bamberg. Das Geld benötige man dabei nicht nur für die Instandhaltung, sondern auch um weiter dringend benötigte Gebäude zu bauen.

Das Land müsse dabei "in seine besten Rennpferde investieren".  Denn Kliniken schaffen auch im Umfeld Beschäftigung. Mit jetzt rund 9000 Beschäftigten, davon rund 6000 in Vollzeit, gehört das UKT zu den größten regionalen Arbeitgebern.

Ein voraussehbar schwieriges Thema dürfte dabei innerstädtisch mit der Stadt Tübingen der Flächenbedarf bis 2050 werden. Das UKT brauche Raum, in den es sich ausbreiten könne. Es werde dabei nicht ausreichen, einige alte eigene Gebäude auf dem Schnarrenberg abzureisen und dort "zu verdichten". Grade für die Forschungsinstitute und die Mitarbeiter, die man in TÜbingen brauche, benötige man Wohnraum und Bauflächen.

Über den Bau neuer Wohnheime liefen die Verhandlungen mit der Stadt bereits, so Bamberg. Für die weitere Ausdehnung werde man den DIalog mit ökologisch bewussten Tübinger Bürgern suchen. Man sei dabei völlig offen, ob dafür der Steinenberg oder auf die Obere Sarchhalde in Frage komme. Sicher ist: Für den Masterplan bis 2050 werden rund 36 000 Quadrameter zusätzlich gebraucht.

(Zuletzt geändert: Sonntag, 22.01.17 - 16:48 Uhr   -   2580 mal angesehen)
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