Gegenüber der Bild am Sonntag hatte CDU-Generalsekretär Tauber bezweifelt, dass es FDP-Chef Lindner "mit seinem jetzigen Stil" in den Bundestag schaffe. Wenn Lindner rede, gäbe es nur einen einzigen Unterschied zu AfD-Politiker Gauland: Dieser bestehe "darin, dass er statt eines abgewetzten Tweed-Sakkos einen überteuerten Maßanzug" trage .
Rülke sagte dazu: "Von Christian Lindner, der wie kaum ein Zweiter Demokratie und Rechtsstaat verkörpert, zu behaupten, der einzige Unterschied zwischen ihm und Gauland sei, dass er statt eines abgewetzten Tweed-Sakkos einen überteuerten Maßanzug trage, lässt erkennen, was für ein Mensch Tauber ist."
Bislang habe sich Tauber nur dadurch ausgezeichnet, "dass er seine Parteifreunde in seinem eigenen hessischen Kreisverband mobbt." Jetzt spiele er sich als Moralinstanz auf und stellt Lindner in die Nähe der AfD: Das sei "nicht nur absurd, sondern geschmacklos."
Der Bild am Sonntag zufolge würde Tauber ein erneutes Scheitern der FDP wohl bedauern: Es brauche grundsätzlich liberale Politik in Deutschland, aber die FDP "müsse diese "halt auch machen."
FDP-Politiker Rülke sieht indes hinter Taubers Aussagen eine Strategie, welche direkt von Kanzlerin Merkel komme: "Der Angriff von Merkels Generalsekretär ist ganz offensichtlich im Auftrag von Kanzlerin Merkel erfolgt", sagte Rülke. Merkel scheine immer nervöser zu werden. Jetzt schrecke die Kanzlerin offenbar "selbst davor nicht mehr zurück, aufrechte Demokraten zu diffamieren, die nur die Durchsetzung des bestehenden Rechts fordern." Tauber werde dazu instrumentalisiert, Merkels Scharfmacher zu geben.
Selbst aufrechte Demokraten, die nur die Durchsetzung des bestehenden Rechts fordern, würden jetzt von Kanzlerin Merkel diffamiert, so Rülke. Die heute in der „Bild am Sonntag" publik gemachten Angriffe des CDU Generalsekretärs Peter Tauber gegen den FDP Bundesvorsitzenden Christian Lindner seien "übergriffig, geschmacklos und diffamierend." Es zeige sich einmal mehr, "dass die Merkel-CDU kein attraktiver Koalitionspartner für die Rechtsstaatspartei FDP ist, weil Merkel es sich zum Prinzip gemacht hat, Verträge und geltendes Recht mit Füßen zu treten.". (FDP / KM)
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