Eingang zur Olgahöhle | Bildquelle: RTF.1

Lichtenstein-Honau:

Neuer, alter Eingang für Deutschlands größte Kalktuffhöhle

Stand: 06.06.15 07:24 Uhr

Die Olgahöhle in Lichtenstein-Honau, im Kreis Reutlingen, hat einen neuen, alten Eingang. Die Mitglieder des örtlichen Albvereins haben ihn in rund eintausend Arbeitsstunden wieder aufgebaut originalgetreu, so wie er nach der Entdeckung der Höhle achtzehn-hundert-vier-und-siebzig angelegt worden war.


Gestern – beim alljährlichen Olgahöhlenfest – wurde der Zugang über das kleine Tuffsteinhäuschen wieder eröffnet. Der Besucher gelangt über ihn jetzt in eine Welt voller bizarrer Gesteinsformen und Stalaktiten – in die größte Kalktuffhöhle Deutschlands. Entstanden ist das einmalige Gewölbe vor rund zehn-tausend Jahren durch Kalkausfällung der nahegelegenen Echaz. Damit ist die Olgahöhle – im Vergleich zu den anderen Höhlen der Schwäbischen Alb – quasi "blutjung". Eine weitere Besonderheit: Die Olgahöhle ist eine seltene Primärhöhle, sie ist also gleichzeitig mit dem sie umgebenden Gestein entstanden. Ihren Namen verdankt sie der württembergischen Königin Olga. Bis Oktober ist die unterirdische Naturlandschaft jeden ersten Sonntag im Monat und an Feiertagen jeweils von elf bis siebzehn Uhr zu besichtigen.
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