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"Etwas bleibt" - Inklusive Ausstellung im Stadtmuseum startet am kommenden Montag

Die Inklusion, also die uneingeschränkte Teilhabe von Menschen mit einer Behinderung oder seelischen Erkrankung, ist ein Menschenrecht. Festgeschrieben in der UN-Behindertenrechtskonvention, die auch Deutschland unterzeichnet hat. Doch bis jeder Mensch, ungeachtet jedes Handicaps, überall dabei sein kann, ist es noch ein langer Weg. Immer wieder einen Schritt nach vorne will die so genannte Inklusionskonferenz des Landkreises Reutlingen machen. Zum Beispiel mit verschiedenen Kampagnen und Projekten. Eines davon ist eine Wanderausstellung unter dem Titel: "Etwas bleibt". Und die gastiert ab kommenden Montag im Bad Uracher Stadtmuseum.

Bunt und vielfältig – damit ließe sich die Ausstellung "Etwas bleibt" wohl untertiteln. In den Räumen des Bad Uracher Stadtmuseums haben insgesamt rund 70 ganz unterschiedliche Bilder ihren Platz gefunden. Ihre Schöpfer sind sechs Künstler aus der Region. Das Besondere: Es sind drei Künstlerinnen und Künstler mit Handicap und drei ohne, die sich zusammengefunden haben um gemeinsam ihre Arbeiten zu präsentieren, erklärt Susanne Blum, Leiterin der Geschäftsstelle Inklusionskonferenz des Landkreises Reutlingen. Zu sehen sind Malerei, Radierung, Grafik aber auch Fotografie. Unterschiedliche Techniken von ganz unterschiedlichen Menschen. Drei von ihnen haben körperliche Einschränkungen oder psychische Erkrankungen. Doch der Besucher erfährt nicht, welches Werk von einem Künstler mit oder ohne Handicap ist.

"Ob die Künstlerinnen und Künstler jetzt behindert sind oder nicht, ein Handicap haben oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Es steht hier nicht im Fokus. Sondern im Fokus steht die Kunst", so Susanne Blum.

Die Ausstellung soll einen Beitrag zur Teilhabe von Menschen mit Handicap leisten und ist ein Projekt der Inklusionskonferenz des Landkreises Reutlingen. Im Rahmen der Inklusionskonferenz tauschen sich beispielsweise Kommunen, soziale Dienste und Betroffene regelmäßig aus und arbeiten daran, die UN-Behindertenrechtskonvention Stück für Stück voranzubringen. Kein einfaches Unterfangen. Die Inklusionskonferenz existiere seit fast zwei Jahren, erklärt Blum. In dieser Zeit seine schon einige Projekte auf den Weg gebracht worden, die auch Ergebnisse gezeigt hätten. Drei neue seien für dieses Jahr geplant. Es bewege sich also in jedem Fall etwas."Trotz allem wird das noch wahrscheinlich viele Jahre dauern, bis wirklich eine uneingeschränkte Teilhabe von Menschen mit Behinderung im gesamten gesellschaftlichen Leben stattfinden kann", so Blum.

Wie Teilhabe aussehen kann, zeigt die Ausstellung "Etwas bleibt". Und ihr Titel ist ganz bewusst gewählt. "Ich wünsche mir, dass bei den Besuchern dieser Ausstellung etwas bleibt, etwas hängen bleibt. Vielleicht kann diese Ausstellung ein kleiner Schritt dahin sein, die Barrieren in den Köpfen abzubauen", hofft die Leiterin der Inklusionskonferenz.

Am kommenden Montag um 19 Uhr wird die Ausstellung eröffnet. Bis zum 31. Juli ist sie dann im Bad Uracher Stadtmuseum zu sehen.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 02.06.15 - 17:08 Uhr   -   1138 mal angesehen)
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