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Bundeskabinett beschließt Kindergeld-Erhöhung von vier Euro - Lohnsteuerhilfeverein: "Schlechter Witz"

Stand: 30.03.15 18:40 Uhr

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zum Kindergeld beschlossen. Um vier Euro pro Monat soll damit das Kindergeld erhöht werden. "Das ist ein schlechter Witz", sagt Bernd Werner, Vorstand der Lohnsteuerhilfe für Arbeitnehmer e.V., Lohnsteuerhilfeverein, und schließt sich damit auch der Meinung des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtverbandes an. Die Erhöhung sei "ein großes Eis mehr im Monat". Hier die Änderungen im Detail.

Grundfreibetrag (aktuell 8.354 Euro)

Kinderfreibetrag (aktuell 7.008 Euro einschl. Freibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung)

Kindergeld (aktuell 184 Euro für das erste und zweite Kind, 190 Euro für das dritte Kind und 215 Euro für das vierte Kind und weitere Kinder):

"Auf der einen Seite spüren alle den Mangel an Fachkräften. Auf der anderen Seite wird das Geld für den Nachwuchs um 4,00 Euro pro Monat erhöht. Das geht doch nicht zusammen", bemängelt Bernd Werner, Vorstand der Lohnsteuerhilfe für Arbeitnehmer. "Die Große Koalition erklärt uns diese Kindergelderhöhung als einen Beschluss, der sich in die "familienfreundliche Politik der Bundesregierung" einfüge." Was aber sei daran familienfreundlich? "Nur jede vierte Familie kann den Freibetrag nutzen. Deshalb ist das Kindergeld die entscheidende Leistung. Im Wahlkampf hatte die Union eine Erhöhung um 30 Euro versprochen."

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