Die Wissenschaftler vergleichen die Wirksamkeit der psychodynamisch-beziehungsorientierten Kurzzeitintervention mit der Standardbehandlung von Regulationsstörungen durch den Kinderarzt.
Dazu werden die Studienteilnehmer für die zwölfwöchige Behandlungszeit nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine wird innerhalb von vier Sitzungen in der Ambulanz für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern durch Therapeuten des Universitätsklinikums Heidelberg behandelt, die andere durch ihren vertrauten Kinderarzt - 36 Kinderarztpraxen der Rhein-Neckar-Region kooperieren bereits mit den Wissenschaftlern.
"Alle Teilnehmer erhalten eine umfangreiche Diagnostik und ein entwicklungspsychologisches Feedback", erklärt Diplom Psychologin Cristina Fischer. "Sollten sich die kindlichen Verhaltensprobleme am Ende der zwölfwöchigen Behandlungszeit nicht gebessert haben, besteht außerdem die Möglichkeit in die jeweils andere Gruppe zu wechseln."
Etwa 20 Prozent aller Kinder zeigen während ihres ersten Lebensjahres eine Regulationsstörung. Bei rund der Hälfte ist diese lediglich vorrübergehend und verschwindet von allein. Halten Verhaltensweisen wie übermäßiges Schreien jedoch länger an, belastet dies die Eltern stark und kann das Eltern-Kind-Verhältnis sowie die Entwicklung des Kindes negativ beeinflussen. "Deshalb ist die Untersuchung frühzeitiger Präventions- und Interventionsangebote dringend erforderlich", betont Cristina Fischer.
Bei Interesse an einer Teilnahme oder weiteren Fragen:
Projektorganisation:
Dipl. Psych. Cristina Fischer und Dipl. Psych. Anna Georg
Tel.: 06221/56 4770
Anna.Georg@med.uni-heidelberg.de
Cristina1.Fischer@med.uni-heidelberg.de
Projektleitung:
Prof. Dr. Manfred Cierpka
Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie
am Universitätsklinikum in Heidelberg
Weitere Informationen im Internet:
Institut für Kooperationsforschung und Familientherapie
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