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Berlin / Paris:

Weihbischof Heinrich vertritt die katholische Kirche in Deutschland - Mahnwache für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland und für Meinungs- und Religionsfreiheit

Stand: 14.01.15 22:56 Uhr

15.01.2015. Bei der Mahnwache gestern für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland und für Meinungs- und Religionsfreiheit um 18.00 Uhr am Pariser Platz in Berlin (Brandenburger Tor) hat Weihbischof Dr. Matthias Heinrich (Berlin) für die Deutsche Bischofskonferenz teilgenommen. Auch Prälat Dr. Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe (Katholisches Büro) in Berlin, war anwesend. Heinrich sagte im Vorfeld: ""Sie verstehen sich als Dschihadisten, als éheilige" Krieger, ohne zu merken, dass sie dabei gegen Gott in den Krieg ziehen. Was ist hier falsch gelaufen?"

Mit der Mahnwache, zu der der Zentralrat der Muslime in Deutschland und die Türkische Gemeinde zu Berlin aufgerufen hatten, sollte  nach dem Attentat auf die Journalisten der Pariser Zeitschrift Charlie Hebdo und den Morden in einem jüdischen Supermarkt ein Zeichen des Friedens und der Toleranz gesetzt werden.

„Bei allem, was die Religionen trennen mag – es eint uns der Wille, uns nicht gegeneinander aufbringen zu lassen", betont Weihbischof Heinrich, der bei der Mahnwache als Vertreter der katholischen Kirche in Deutschland sprach.

Aber es stellen sich, so Weihbischof Heinrich, auch Fragen – nicht nur an die muslimischen Gemeinschaften, sondern letztlich an uns alle. Denn die Täter von Paris seien in Frankreich aufgewachsen. Von dort wie auch von anderen europäischen Ländern zögen junge Muslime nach Syrien und in den Irak, um Krieg zu führen:

„Sie verstehen sich als Dschihadisten, als ‚heilige' Krieger, ohne zu merken, dass sie dabei gegen Gott in den Krieg ziehen. Was ist hier falsch gelaufen? Was verursacht das Gefühl der abgrundtiefen Fremdheit, ja des Hasses gegenüber unseren westlichen Gesellschaften, die doch in beachtlichem Maße Freiheit und auch Lebenschancen bereitstellen?" Obwohl sich in die Antwortversuche viel Ratlosigkeit mische, so Weihbischof Heinrich, dürfe niemand diesen Fragen ausweichen.

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