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Paris / Frankreich:

Trauermarsch um 15:28 Uhr gestartet - Gedenken an Terror-Opfer, gegen islamistische Gewalt, für Meinungs- und Pressefreiheit

Stand: 12.01.15 12:53 Uhr

11.01.2015. Um 15 Uhr 28 startet in Paris der große Trauermarsch gegen islamistische Gewalt, zum Gedenken an die 17 Terror-Opfer und für Meinungs- und Pressefreiheit. Es werden bis zu einer Million Teilnehmer erwartet, die auf drei Routen laufen und sich schließlich zu einer zentralen Kundgebung vereinigen. Über 60 Staats- und Regierungschefs nehmen teil. Die Familien der 17 Todesopfer werden den Trauermarsch anführen, direkt gefolgt vom französischen Staatspräsident Hollande, der Bürgermeisterin von Paris und den Staatsoberhäuptern und Regierungschefs aus Europa und der ganzen Welt Der Trauermarsch wird live von verschiedenen TV-Sendern übertragen, scoin weit vor 15 Uhr z.B. von n-tv, n24 und CNN. Später überträgt auch die ARD.

10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung ist der Platz der Republik brechend voll. Die Menschen halten Fahnen - französische Fahnen und Fahnen aus aller Welt - und selbstgebastelte Plakate und Transparente in die Höhe. "Charlie" ruft die Menge und "Liberté" - Freiheit. "Je suis Charlie" steht auf vielen Schildern. Manche heben überdimensionale Bleistifte in die Höhe - als Zeichen für das Schreiben und Zeichnen als die Waffe der Journalisten und Karikaturisten.

Die Sicherheitsbehörden haben umfangreiche Sicherheits-Vorkehrungen getroffen. So werden Scharfschützen auf den umliegenden Gebäuden postiert. Mehrere tausend Einsatzkräfte, Medien sprehen von 5.500,  sichern die Veranstaltung.

Von deutscher Seite nehmen Bundeskanzlerin Merkel, Vizekanzler Gabriel, Außenminister Steinmeier und Innenminister De Maziere teil.

Der Trauermarsch startet am Platz der Republik. Der französische Staatspräsident Hollande wird den Trauermarsch anführen. Der Trauermarsch verläuft über zwei oder drei Routen zum etwa 8 Kilometer entfernten Platz der Nation.

Vor dem Trauermarsch hat der französische Innenminister 11 seiner Amtskollegen im französischen Innenministerium zu einer Konferenz empfangen, so seine Kollegen aus Deutschland, Spanien und Kanada.

Anwesend ist auch der deutsche Außenminister Steinmeier und der amerikanische justizminister Eric Holder, und der Amtsvorgänger von Hollande, der frühere französische Präsident Sarkozy

Am Trauermarsch nehmen auch teil: Der ukrainische Ministerpräsident Petro Poroschenko, der türkische Regierungschef Ahmed Davutoglu, der russische Außenminister Sergej Lawrow, israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, Jordaniens König Abdullah II.

Neben Spitzen-Vertreter der EU nehmen auch die Regierungschefs folgender Staaten teil:  Italien, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Bulgarien, Rumänien, Großbritannien, Spanien, Schweden, Ungarn, Niederlande, Lettland, Finnland, Griechenland, Portugal, Spanien, Belgien, Polen und Kroatien.

Auch in Berlin wird es eine Trauerveranstaltung geben.

Der Schweigemarsch startet gut 25 Minuten später als angekündigt. Die Staats- und Parteichefs laufen in der ersten Reihe; in der Mitte Hollande, untergehakt mit Bundeskanzlerin Merkel. Rechts von Hollande der Staatschef von Mali.

Weitere 25 Minuten später klinken sich die Staats- und Regierungschefs - wohl aus Sicherheitsgründen wie geplant  - aus dem Marsch aus. Hollande verabschiedet sich mit Umarmungen von seinen Kollegen.

"Warum sind Sie mit dabei?" fragt der ARD-Reporter eine Frau auf Französisch "Um deutlich zu machen, dass das Licht niemals ausgehen wird; und das Dunkle nicht siegen wird.", antwortet die Frau.

Auf CNN antwortet ein Teilnehmer dem Reporter auf eine ganz ähnliche Frage auf Englisch: "Weil es uns an unsere gemeinsamen, fundamentalen Werte erinnert, die wir miteinander teilen: Liberty - Freiheit"

Auf n24 sagt eine Frau auf eine Frage des Reporters: "Alle sind hier zusammen: Christen, Juden, Moslems.Wir haben keinen Hass gegen die Moslems!"

Hunderttausende Teilnehmer laufen schweigend weiter. Für die 17 ermordeten Todesopfer, gegen islamistische Gewalt und Terror. Für Meinungsfreheit und für Pressefreiheit. Für Frankreich.

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