v.l.n.r. Silke Kurz, Tül?y Schmid, Andrea Wechsler | Bildquelle: RTF.1

Reutlingen:

Silke Kurz und Andrea Wechsler besuchen Tagesmütter e.V.

Stand: 16.10.26 15:59 Uhr

Fast jedes dritte Kind unter drei Jahren im Landkreis Reutlingen wird von einer Tagesmutter oder von einem der 16 Tagesväter betreut. Insgesamt sind es mehr als 300 Tageseltern, die zusammen mehr als 1.000 Kinder betreuen. Die Kindertagespflege ist also ein sehr wichtiger Bestandteil der Kinderbetreuung im Landkreis Reutlingen. Die Ausbildung und Vermittlung der Tagesmütter übernimmt der Tagesmütter e.V. Reutlingen. Jetzt haben die OB-Kandidatin Silke Kurz und die Europaabgeordnete Andrea Wechsler, beide CDU, den Verein in Reutlingen besucht.


Für OB-Kandidatin Silke Kurz, hier links im Bild, war der Besuch ein Heimspiel. Denn die CDU-Politikerin, Fachanwältin für Steuerrecht und Unternehmerin engagiert sich im Vorstand des ältesten Tagesmüttervereins in Baden-Württemberg.

Silke Kurz: "Ja, weil es so unheimlich wichtig ist, sich für diese Kindertagespflege zu engagieren, ich bringe mich mit meinen Kompetenzen ein, nicht als Mutter, weil ich habe ja keine Kinder, das habe ich mit Frau Schmid und den anderen Vorständen damals auch sehr eng besprochen, aber es ist natürlich immer auch Wirtschaftskompetenz und Finanzexpertise gefragt."

Tülây Schmid ist die Geschäftsführerin des Vereins. Sie erklärte der Europapolitikerin Andrea Wechsler wie der Tagesmütter e.V. Reutlingen funktioniert und was seine primären Aufgaben sind: "Der Tagesmütterverein Reutlingen bildet Tagesmütter aus mit einer umfassenden Qualifizierung und begleitet und berät sie in der pädagogischen Arbeit täglich bei ihrer täglichen Arbeit."

Für gewöhnlich arbeiten Tagesmütter bei sich zu Hause, aber es gibt auch sogenannte TigeR – das steht für „Tagespflege in anderen geeigneten Räumen". Hier kümmern sich in der Regel zwei Tagesmütter um bis zu zehn Kinder – meist auf Initiative eines Arbeitgebers für die Kinder der Beschäftigten. In der Regel arbeiten Tagesmütter aber als selbständige Unternehmerinnen, und dazu muss der Verein sie ausbilden.

Wer Tagesmutter werden will, muss mindestens 18 Jahre alt sein, mindestens einen Hauptschulabschluss haben und gute Deutschkenntnisse vorweisen können. Hinzu kommt eine persönliche Eignung. Tülây Schmid: "Man muss zunächst einmal ein Gespräch mit einer unserer Fachberaterinnen absolvieren, und wenn wir sehen, dass es eine plausible Idee ist und eine schlüssige Kinderbetreuung ergeben kann in dieser Person, dann geben wir grünes Licht, und darf man in die Qualifizierung."

Finanziert wird die Kindertagespflege zum großen Teil vom Landkreis. Der steuert 8,20 Euro pro Kind und Stunde bei. Von den Gemeinden kommen Zuschüsse, und auch die abgebenden Eltern werden – je nach Geldbeutel – zur Kasse gebeten.

Die Kindertagespflege stehe ganz besonders für die Pluralität in der Gesellschaft und für das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern, so Tülây Schmid. "Und damit die Politik auch in der Zukunft die Kindertagespflege auf dem Schirm hat, ist es wichtig, dass wir als Verein berichten dürfen. Deshalb freue ich mich sehr über diesen Besuch", so Schmid.

Silke Kurz wollte Andrea Wechsler zeigen, wie wichtig es sei, sich für die Kindertagespflege zu interessieren. "Wir haben ja heute hier auch im Vortrag von Frau Schmid gehört, dass wir hier in Reutlingen den ältesten Tagesmütter-Verein hier haben in Deutschland und einen sehr bedeutenden Tagesmütter-Verein in Reutlingen hier haben mit einem unheimlich vielfältigen Angebot, und dieses Angebot in die Breite zu tragen und auch natürlich durch Frau Prof. Dr. Wechsler mit in die Breite zu tragen, ist ein großer Gewinn für die Kindertagespflege insgesamt", so Kurz.

Andrea Wechsler hatte ihre Kinder selbst auch bei einer Tagesmutter. In Reutlingen zeigte sie sich begeistert vom Engagement des Vereins. "Erstens ist die Kinderpflege, die Kindertagespflege,die Kinderbetreuung für uns eigentlich der wichtigste Ort in der Gesellschaft, weil es um den größten Schatz unserer Gesellschaft geht, um unsere kleinen Kinder, und deswegen wird hier eine ganz, ganz wertvolle Arbeit geleistet", so Andrea Wechsler.

Neben einem Geschenk von Silke Kurz nimmt Andrea Wechsler die Aufgabe mit, das Modell der Tagesmütter auch auf europäischer Ebene immer wieder in den Vordergrund zu stellen.

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