"Ich glaube halt einfach, das Interesse an Technik, am Tüfteln, das kam schon im frühen Alter. Mit 12 den ersten 3D-Drucker und so", berichtet der Tüftler. "Und dann hat sich das halt einfach weiterentwickelt. Anfangs halt nur mit dem Steckbrett, so Arduino und so zu basteln. Und dann der erste 3D-Drucker. Und dann habe ich mal in einem Escape-Room gearbeitet, da die Technologie dafür entwickelt."
Aus dem Tüfteln und Experimentieren wurde dann letztendlich Erfinden. Und daraus wurde das erste große Projekt von Niklas Jopp, mit dem er letztendlich zu Jugend forscht gehen sollte: ein Alarmsystem für Camper, Camperguard genannt. Damit schaffte er es vom Regionalwettbewerb in den Landeswettbewerb, in dem er den zweiten Platz erreichte. Die Idee kam von seiner eigenen Familie: Sie campen selbst, waren aber mit keinem bisherigen Alarmsystem so wirklich zufrieden. Camperguard, sein Projekt, soll etwas ganz neues bieten:
"Also das Besondere bei unserem Produkt von Guardiance, also eben CamperGuard, da ist das Besondere: wir benutzen nicht nur die Tür- und Fensterkontakte und reagieren, wenn was passiert ist, sondern wir haben zusätzlich Radarsensoren, die sind um den Camper angebracht, und die überwachen die Umgebung. Und die können zwischen Menschen, Tieren und Autos unterscheiden."
Idee und Entwicklung waren das eine, die Unternehmensgründung das andere. Denn das Projekt sollte keine „Jugend Forscht"-Idee bleiben, Jopp wollte sein Produkt auf den Markt bringen. Doch hier stieß er auf einige bürokratische Barrieren, vor allem wegen seines Alters.
"Man muss erst zum Familiengericht gehen, auch einen Businessplan einreichen, dann muss man sich selbst vorstellen, dann muss das genehmigt werden", erläutert Jopp. "Das heißt, ich brauche erst mal diese volle Geschäftsfähigkeit, dass ich das machen kann, was jeder 18-Jährige schon kann."
Doch zumindest theoretisch ist das Unternehmen „Guardiance" jetzt gegründet. Vor der Kundensuche kommt jetzt aber erst mal der Wettbewerb von „STARTUP TEENS" auf das junge Unternehmen zu. Hier geht es nicht nur um 10.000 Euro für Gewinnerprojekte, sondern auch um öffentliche Aufmerksamkeit. Beides nützlich, auch wenn Jopp sein Projekt unabhängig von seiner Platzierung fortsetzen möchte.
"Der Plan ist auf jeden Fall, wir machen das Ganze weiter. Das STARTUP TEENS war nur, was dazu kam. Den Plan, den Weg, gibt's auf jeden Fall so. Wir sind auf jeden Fall weiter an Entwicklung, das ganze Feintuning, was es jetzt noch gibt. Und dann ist der Plan eben, die ganzen Schritte von Zertifizierungen, CE-Prüfungen, auch die ganzen TÜV-Prüfungen, die noch anfallen, durchzulaufen."
Mit seinem Geschäftsplan hat es Jopp schon in die Top 5 seiner STARTUP-TEEN-Kategorie geschafft. Das Voting um den ersten Platz läuft noch bis Mittwochabend. Bis dahin kann man in der Kategorie „Consumer Products" auf der offiziellen Website des Wettbewerbs für Camperguard abstimmen, das erste Produkt, das Guardiance entwickelt hat.
Link zur Abstimmung: https://www.startupteens.de/challenge-2026/voting/
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