Die Forscherinnen und Forscher werteten 14 klinische Studien mit insgesamt knapp 4.000 Teilnehmenden aus. Verglichen wurden Menschen, die an Programmen zur Lebensstiländerung teilnahmen, mit Personen, die nur eine Diät machten oder gar keine Behandlung erhielten. In den erfolgreicheren Gruppen wurde die tägliche Schrittzahl im Verlauf der Abnehmphase auf durchschnittlich 8.454 Schritte gesteigert. Im Schnitt verloren die Teilnehmenden dabei rund 4,39 Prozent ihres Körpergewichts, also ungefähr vier Kilogramm.
Entscheidend war aber nicht nur der Gewichtsverlust selbst, sondern vor allem die Zeit danach. Wer die Bewegungsempfehlung beibehielt und weiterhin täglich etwa 8.000 bis 8.500 Schritte ging, konnte das niedrigere Gewicht besser halten. In der Studie nahm die Gruppe mit höherer Alltagsbewegung nach der Abnahme im Durchschnitt nur etwa ein Kilogramm wieder zu. Das spricht dafür, dass Bewegung nicht erst während der Diät wichtig ist, sondern auch in der anschließenden Stabilisierungsphase eine zentrale Rolle spielt.
El Ghoch betonte, dass Schrittzahlen bereits zu den üblichen Empfehlungen in Abnehmprogrammen gehören, bisher aber unklar gewesen sei, wie viele Schritte wirklich sinnvoll sind. Die neue Auswertung liefert nun eine praktikable Orientierung für den Alltag. Sie zeigt zugleich, dass der Effekt zwar messbar ist, aber kein Wundermittel ersetzt: Das Zusammenspiel aus Kalorienreduktion und mehr Bewegung bleibt entscheidend.
Der Hintergrund ist ein weltweiter Trend, der die Gesundheitssysteme zunehmend unter Druck setzt. Übergewicht und Adipositas nehmen weiter zu, und die Weltgesundheitsorganisation warnt seit Jahren vor den Folgen für Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft. Gerade deshalb suchen Fachleute nach einfachen Maßnahmen, die sich langfristig in den Alltag integrieren lassen.
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