Nach über 10 Prozent bei der letzten Landtagswahl hinterlässt das neue Ergebnis von 4,4 Prozent einen ganz üblen Beigeschmack. "Wie Sie sich vorstellen können, ist die Stimmung nicht besonders gut. Es ist ein sehr bitterer Abend für die Freien Demokraten. Wir haben uns ein anderes Wahlergebnis gewünscht", klagt Kern.
Die letzten Umfragen vor der Wahl deuteten auf einen Einzug in den Landtag. Am Ende habe sich der Fokus der Wähler aber mehr auf das Duell zwischen den grünen und schwarzen Spitzenkandidaten verschoben. Einzelne Parteiprogramme wie das der FDP seien dabei untergegangen.
"Wir haben gespürt in den letzten drei Tagen, vier Tagen, dass es eben sehr viele Menschen gab, die unter gar keinen Umständen Hagel als Ministerpräsident haben wollten und andere, die unter gar keinen Umständen Özdemir als Ministerpräsidenten haben wollten, sodass das eben sehr stark mobilisiert hat für die jeweiligen Lager", erzählt der FDP-Landtagskandidat. "Und das hat sich für die kleineren Parteien verhängnisvoll ausgewirkt."
Das anfangs bunte Bild aus potenziell 7 Parteien ist im Laufe des Wahlabends auf 4 geschrumpft. FDP-Spitzenkandidat Rülke hatte bei gescheitertem Einzug in den Landtag angekündigt, dass er zurücktreten werde. Kern higegen müsse den Ausgang der Wahl erst einmal verdauen.
"Ich bitte einfach um Verständnis, dass wir am heutigen Abend keine Beschlüsse kundtun, sondern wir haben morgen Gremiensitzung, da werden wir das natürlich besprechen und dann sehen wir weiter", so der kurze Ausblick von Kern.
Für Timm Kern war das die erste Kandidatur für den Wahlkreis Hechingen-Münsingen. Die vergangenen zwei Legislaturen saß er für den Wahlkreis Freudenstadt im Landtag.
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