CMT Stuttgart 2026 | Bildquelle: RTF.1

Stuttgart:

Die Region Neckaralb auf der CMT

Stand: 19.01.26 17:33 Uhr

Caravan, Motor, Touristik. Das ist die CMT in Stuttgart, die größte Urlaubsmesse der Welt. Wie jedes Jahr zeigt sie ihren Gästen seit Samstag wieder die Highlights für den Urlaub im kommenden Jahr. Und neben Kuba und Kirgisistan umwerben hier auch Kreise und Kommunen aus der Region Neckaralb Touristen aus der ganzen Welt.


Neun Messehallen und mehr als eineinhalb tausend Aussteller: Die CMT ist ein riesiges Event, für das Menschen aus aller Welt nach Stuttgart reisen. So fühlt es sich vor Ort auch an: Menschenmassen füllen jede Halle, selbst jetzt, an einem Wochentag.

"Wir sind sehr zufrieden über den erfolgreichen Start, am Samstag waren es 34.500 Besucher und am Sonntag 34.000", erläutert Melanie Garifo von Metzingen Marketing Tourismus, kurz MMT. "Also wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz, auch mit den Themen, die bei uns am Stand zur Sprache gekommen sind."

Was Tourismus angeht hat Metzingen allen Grund zufrieden zu sein. Die Outlet-City zieht jedes Jahr mehrere Millionen Besucher in die Stadt. Doch auch mit Wanderwegen, Wein und Gin kann das Shoppingparadies glänzen. Kein Wunder, dass die Besucherzahlen steigen.

"Das spiegeln natürlich auch die Tourismuszahlen für den Landkreis Reutlingen und für Baden-Württemberg wieder," so Garifo. "Da haben wir tatsächlich jetzt einen sehr starken Anwachs bekommen und wir haben 2019 jetzt wirklich geknackt."

Seit 2020 ist das das große Ziel für viele Tourismusmagneten: Die Rückkehr zu 'Business as Usual', dem Standard vor der Pandemie. Während manche jetzt endlich 2019 eingeholt haben, ist das Ziel für andere in der Region noch immer ein Stück entfernt, trotz positiver Trends.

"2019 haben wir noch nicht geknackt, aber wir sind auf einem guten Weg, auf jeden Fall besser als letztes Jahr, das ist natürlich sehr erfreulich." Jasmin Erath von der Zollernalb-Touristinfo legt aber nahe, solche Zahlen mit Vorsicht zu genießen. "Wobei wir immer ein Bisschen verhalten sind mit den Zahlen aus dem statistischen Landesamt, weil wir einfach eine Region sind, wo ganz viele in Ferienunterkünften sind, also Privatunterkünfte, die gar nicht in die Statistik mit reinziehen."

So oder so hat der Zollernalbkreis einiges zu bieten. Auf der CMT wirbt die Touristinfo mit den zahlreichen Radwegen und Wanderrouten in der Region. Auch die Burg Hohenzollern ist ein klares Highlight. Ein breites Angebot, das möglichst viele Besucher ansprechen soll. Für die Stadt Tübingen dagegen steht „Einfach weiter wie bisher" auf dem Plan.

"Tourismus in Tübingen ist wirklich; als Schwabe würde man sagen: 'A g'mähtes Wiesle'", meint Barbara Honner von der Routismus und Stadtmarketing Tübingen. "Aber wir arbeiten natürlich auch im Hintergrund hart dafür."

Mit international berühmten Märkten, einem neuen Museum und einer postkartenwürdigen Altstadt wirkt Tourismus für Tübingen wie zweite Natur. Da kann nicht jeder mithalten, selbst im selben Landkreis. Doch aller Tourismus ist ein gutes Zeichen, so Dr. Hendrik Bednarz, Landrat des Kreises Tübingen.

"Mir fällt auf, dass die Menschen offensichtlich auch noch Urlaub machen können, sonst wären sie ja nicht hier. Und ich glaub das ist auch eine gute Nachricht. Wenn wir die Nachrichten verfolgen in diesen Tagen, Wochen und Monaten, dann könnte man schon meinen, wir stehen kurz vor dem Kollaps als Gesellschaft. Aber offensichtlich ist es schon so, dass sich viele noch mit Urlaub und Freizeit beschäftigen können."

Nicht jeder könne mit nie zuvor dagewesenem Wachstum glänzen, doch das sei kein Grund zum Pessimismus. Und besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zeigt die Region auf der CMT, dass auch beim kostengünstigen Urlaub vor der eigenen Haustüre eine Menge geboten sein kann.

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