Schäferlauf im Regen | Bildquelle: RTF.1

Region Neckar-Alb:

Stadtjubiläum und Schäferlauf: Der Juli 2025 im RTF.1-Jahresrückblick

Stand: 08.01.26 12:12 Uhr

Bosch kündigte an, bis zu 1.100 Arbeitsplätze abzubauen. Einen Tag später wurde ein neuer IHK-Präsident gewählt. Und der Schäferlauf in Bad Urach hatte mit widrigen Wetterbedingungen zu kämpfen. Der Juli 2025 in unserem Jahresrückblick:


Wolfgang Grupp im Krankenhaus

Der ehemalige Trigema-Chef Wolfgang Grupp, hier Archivbilder, sorgte im Juli für Schlagzeilen. Er kam ins Krankenhaus. Zugleich machten Berichte von einem Polizeieinsatz, einem Hubschraubereinsatz und von angeblichen gefallenen Schüssen die Runde. Die Region rätselte, was das alles zu bedeuten hatte. Wenige Tage später erklärte Grupp, er habe versucht, sich das Leben zu nehmen. Er leide an Altersdepressionen. Da mache man sich auch Gedanken darüber, ob man noch gebraucht werde, so Grupp.

 

"Das Auto kann mich sehen!" - Forscher entwickeln neues Kommunikationssystem

Forscher der Hochschule Reutlingen haben gemeinsam mit Partnern aus der gesamten EU eine neue interaktive Kommunikationslösung für Autos entwickelt. HEIDI heißt das Forschungsprojekt. Die EU fördert es mit vier Millionen Euro. Und es geht um ein System, mit dem Fußgänger und Fahrzeuge im Straßenverkehr direkt miteinander kommunizieren können.

Projektleiter Cristobal Curio: "Es geht um die Interaktion von Fußgänger und Autofahrer, aber auch von Auto und Insassen des Autos. Das ist etwas ganz neues, dass wir diese beiden Kommunikationswege, wo etwas zum Beispiel im Wagen piepst, wo ein Fahrer beobachtet wird und wo die Außenumgebung, das sogenannte Environment beobachtet wird, dass in beide Richtungen kommuniziert wird."

Pfeil nach unten heißt, das Fahrzeug bremst, Pfeil nach oben, es fährt weiter, und das Auge heißt, das Auto hat den Fußgänger bemerkt.

Auf einer Abschlusstagung im Innoport in Reutlingen wurde das neue System erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Ziel ist es, für mehr Sicherheit, aber auch, für einen flüssigeren Verkehr zu sorgen. 

 

Spatenstich mal anders: Baubeginn der Gartenschau in Bad Urach

Spatenstich für die Gartenschau in Bad Urach. Der Bagger stand allerdings still. Seine Schaufel kam nicht zum Einsatz. Stattdessen hatten die Gartenschau-Verantwortlichen einen Eisblock vorbereitet. Darin eingefroren steckte eine Zeitkapsel. Diese galt es zu befreien.

Bürgermeister Elmar Rebmann: "Die Zeitkapsel soll gefüllt werden mit all dem, was mit der Gartenschau im Zusammenhang steht, also praktisch von der Bewerbung bis zum Ende dieser Veranstaltung. Und dann wollen wir diese Zeitkapsel wahrscheinlich zum Ende der Ausstellungszeit im Oktober '27 an einer guten Stelle eingraben und somit der Nachwelt erhalten."

Elmar Rebmann, Klaus Tappeser und Norbert-Jakob Ferch rückten dem Eisblock zu Leibe und schafften es, die Zeitkapsel zu befreien. Im Hintergrund stieg bunt gefärbter Rauch auf. Mit viel Tamtam hatten somit die Bauarbeiten im Kurpark auch offiziell begonnen.

 

Betriebshof der Regionalstadtbahn kommt auf ehemaligen Güterbahnhof

Die Züge der Regionalstadtbahn Neckar-Alb sollen zukünftig in Reutlingen gewartet werden. Und zwar auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Das haben Vertreter von Stadt und Regionalstadtbahn am zehnten Juli im Reutlinger Rathaus bekannt gegeben. Für das bisher an dieser Stelle geplante Güterterminal-Projekt ZELT bedeutet dies das Aus. Doch für die Regionalstadtbahn sei es die am besten geeignete Fläche. 

Eugen Höschele, Verbandsvorsitzender der Regionalstadtbahn Neckar-Alb: "Sie liegt direkt an der DB-Strecke, und sie liegt an den Reaktivierungsstrecken, das heißt, Gomaringer Spange, nach Reutlingen rein, Echaztal, aus Reutlingen raus. Idealer geht es eigentlich nicht."

Wenige Tage später begann schon die Bürgerbeteiligung direkt vor Ort auf dem Güterbahnhofgelände. Und da herrschte reges Interesse. Die Bürger löcherten die Verantwortlichen der Regionalstadtbahn mit allerlei Fragen und gingen dabei bis ins Detail. Zur Sprache kam der Lärmschutz, aber auch die Finanzierung des neuen Betriebshofs.

 

50 Jahre Albstadt: Festakt zum Stadtjubiläum

Die Stadt Albstadt hat am 18. Juli ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. So lange ist die Fusion der Städte Ebingen und Tailfingen mit einigen anderen Gemeinden jetzt her. Insgesamt neun Ortsteile hatten sich am ersten Januar 1975 zusammen geschlossen. Das Stadtfest bot dann die Gelegenheit, den Geburtstag gebührend zu feiern. Und zwar mit einem Fest der Vielfalt. Zahlreiche Vereine, Gruppierungen und Organisationen hatten für die musikalische und kulinarische Gestaltung gesorgt. 

 

Bosch baut bis zu 1.100 Arbeitsplätze ab

Der Technologiekonzern Bosch hat am 23. Juli einen weiteren Stellenabbau angekündigt. Diesmal traf es vor allem Reutlingen. Dort sollten bis tausendeinhundert Arbeitsplätze wegfallen. Betroffen war die Steuergerätefertigung. Die war laut Bosch nicht mehr wettbewerbsfähig. Deutlich sinkende Stückzahlen und ein zunehmender Wettbewerbs- und Preisdruck machten den Stellenabbau nach Ansicht des Konzerns notwendig. 

 

Johannes Schwörer wird IHK-Präsident

48 Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Wirtschaft sind am 24. Juli zur konstituierenden Sitzung der IHK-Vollversammlung zusammen gekommen. Und sie alle haben Johannes Schwörer zum IHK-Präsidenten gewählt – ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung. 

Johannes Schwörer: "Ja, da freue ich mich natürlich unheimlich, und es gibt auch Kraft jetzt für die nächsten Jahre und Mut fürs Amt, wenn die Mitglieder der Vollversammlung so hinter einem stehen."

Die Wahl fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit im IHK-Forum in Reutlingen statt. Anschließend übergab Amtsvorgänger Christian O.Erbe den Staffelstab an Johannes Schwörer.

 

Schäferlauf kämpfte mit widrigem Wetter

Der Uracher Schäferlauf wird meistens von der Sonne oder zumindest von trockenem Wetter verwöhnt. Dieses Jahr war das nicht so. Auch wenn die Sonne zeitweise schien, so machten widrige Wetterbedingungen den Mitwirkenden wie den Zuschauern zu schaffen. Teilweise kräftiger Regen und sogar ein Gewitter suchten den Schäferlauf heim, so dass zeitweise die Waldtribüne in der Zittelstatt geräumt werden musste. Doch trotz der Wetterkapriolen wurde das Programm wie geplant durchgezogen. Und auch die Zuschauer ließen sich nicht beeindrucken und blieben bis zum Schluss.
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