SINGMIT im Franz.K | Bildquelle: RTF.1

Reutlingen:

SINGMIT im Franz.K

Stand: 29.11.25 14:55 Uhr

Sechsmal im Jahr in unregelmäßigen Abständen laden Klaus Rother und Jeschi Paul zum Offenen Singen ins Reutlinger Kulturzentrum Franz.K ein. Fest steht eigentlich nur die Uhrzeit und eine etwaige Playlist - alles andere entwickelt sich im Lauf des Abends. In der Regel gehen aber alle Beteiligten glücklich nach Hause. Das nächste Mal SINGMIT heißt es am 3. Dezember.

Der musikalische Abend startet mit einem Warm-up, um die Teilnehmer locker zu machen und die Stimmen auszuprobieren. Voraussetzungen gibt es keine. Jeder, der Lust hat, einfach mal drauf loszusingen, kann teilnehmen.

"Es geht auch nicht um Schönklang", erklärt Jeschi Paul, Sängerin und Chorleiterin. "Aber dass man so ein bisschen die Stimmfarbe auch trifft. Also wenn man ein Lied singt, eine Ballade, die kann man dann eigentlich nicht brüllen, weil sonst ist die Ballade irgenwie kaputt. Oder es gibt so Einstimmungen in diese verschiedenen Sounds für verschiedene Songs."

Beim Offenen Singen erwartet die Besucher eine bunte Mischung meist bekannter Rock- und Popsongs der letzten sechzig bis siebzig Jahre – deutsche, englische, gelegentlich auch italienische und spanische.

"Wir machen auch oft die Backgroundtchöre und die Leadstimmen und mehrere Stimmen und so", so Paul. Klaus Rother, Chorleiter und Pianist führt weiter aus. "Ursprünglich haben wir das so als After-Work-Singing geplant gehabt mit der Idee: man kommt direkt von der Arbeit und singt noch gemeinsam zweimal eine dreiviertel Stunde mit netten Leuten und geht dann beschwingt nach Hause."

Oft sind kleine Gruppen da, die gerne unterwegs miteinander sind. Immerwieder sind auch Grüppchen aus Chören da, die eh schon miteinander singen und mal etwas anderes miteinander singen wollen. Und es gibt viele Einzelpersonen, die vorbei schauen und genießen, ungebunden singen zu können.

"Es gibt glaube ich nichts, das die Menschen so schnell verbindet wie das miteinander Singen," meint Paul. "Das berührt einfach ganz viele Ebenen, das geht allein schon auf die körperliche Ebene, den Klang, die Vibration, das alles zu spüren, den gleichen Rhythmus zu gehen."

Auch Rother betont die Bedeutung des Gesangs. "Ich glaube, dass das einfach daran liegt, dass man beim Singen was erfährt, das letztendlich glücklicher macht. Oft ist das so, man kommt zum Singen, man ist eigentlich müde und eigentlich wäre man lieber auf dem Sofa geblieben, und geht danach raus und ist beschwingt und fühlt sich besser und wohl und hatte einen schönen Abend."

Rother und Paul sind seit vielen Jahren Berufsmusiker, Sänger und Chorleiter, Paul gibt dazu noch Gesangsunterricht. Beide singen in mehreren Formationen. Zu SINGMIT ruft das Ehepaar das nächste Mal am dritten Dezember auf. Los gehts um neunzehn Uhr dreißig. Karten gibt es nur an der Abendkasse.

WERBUNG:



Seitenanzeige: