Französiche Revolution mal andersrum, denn das Ziel war klar: Dieses Mal sollte kein Narrenfuß die heiligen Hallen der Verwaltung betreten. Allein die Narren ließen sich davon nicht beeindrucken.
Vierzig Jahre Städtepartnerschaft mit Passy hin oder her – am schmotzigen Donnerstag sind die Narren dran. Gespannt folgte das Publikum dem wilden Gerangel vor der Rathaustür. Ein tapferer Verteidiger nach dem anderen wurde von den wilden Gestalten aus dem Weg geräumt und schließlich war der Widerstand gebrochen.
In windeseile breiteten sich die Narren aus, doch so sehr sie auch suchten – der Bürgermeister war nicht da. Aber dann kam plötzlich die frohe Kunde vom Marktplatz her: Der gesuchte Rathauschef ist gefunden!
Er hatte sich, um den Narren zu entkommen und seinen Schlüssel zu behalten, kurzerhand im Verwaltungsgebäude nebenan versteckt. Ein wirklich cleveres Täuschungsmanöver, das sich die Rathauscrew da ausgedacht hatte.
"Wir haben hier so viele Rathäuser, man kann sich gut verstecken, aber wahrscheinlich waren der Kollege Bayer und ich zu neugierig, haben aus dem Fenster geguckt und sind dann doch gesehen worden" erzählte Wörner.
Tja, jetzt ist der Schlüssel erstmal weg und die Narren haben für die nächsten fünf Tage das Sagen in der Stadt und übernehmen natürlich auch die Verwaltungsaufgaben.
"Ja, ja, da gibt's genug zu tun und ich hoffe, dass wenn ich am Aschermittwoch dann wiederkomme, dass der Schreibtisch dann leer ist und alle Probleme gelöst" so Wörner.
Ein frommer Wunsch, dessen Erfüllung in Anbetracht des närrischen Treibens auf dem Pfullinger Marktplatz abzuwarten bleibt.
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