Teils lange Schlangen bildeten sich an der Essensausgabe der diesjährigen Reutlinger Vesperkirche. Insgesamt gingen rund 10.000 Essen über den Tresen, was dem Niveau der letzten Jahre entspreche, berichtet Birgit Hövel. Da der bisherige Vesperkirchenpfarrer Jörg Mutschler krankheitsbedingt ausfiel, übernahm sie diesmal sein Amt. „Der Andrang ist in den letzten Jahren konstant geblieben. Dennoch ist er enorm, weshalb wir täglich mindestens 330 Mahlzeiten serviert haben – wenn nicht sogar mehr“, erzählt Hövel.
Unter den Gästen befanden sich laut Hövel viele ältere Leute sowie ukrainische Flüchtlinge; aber auch Menschen, die sich einfach nur etwas Gesellschaft wünschten. Ca. 320 Ehrenamtliche waren in den vergangenen vier Wochen im Einsatz, und zwar für rund 4.500 Stunden.
Neu mit dabei im Team der Vesperkirche war Sozialberaterin Karen Brudar. Mehrmals wöchentlich ist sie vor Ort gewesen und kümmerte sich in persönlichen Gesprächen um die Belange der Gäste. „Vor allem das Einkommen spielt für viele Menschen eine wichtige Rolle. Auch die finanzielle Situation – insbesondere Armut – ist ein großes Thema bei den Besuchern hier. Darüber hinaus bespreche ich auch Probleme wie Krankheit, Depressionen sowie Schwierigkeiten in Paarbeziehungen“, berichtet Brudar.
Mit Kosten von rund 160.000 Euro sei es die bisher teuerste Vesperkirche gewesen. Das liege vor allem an den gestiegenen Preisen für Lebensmittel, Speisen und Personal. Wer die Vesperkirche unterstützen möchte, findet hier die Informationen zum Spendenkonto:
IBAN: DE18 6405 0000 0100 0230 73
BIC: SOLADES1REU
Sparkasse Reutlingen
Betreff: „Vesperkirche“
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