Festakt Tag der Deutschen Einheit | Bildquelle: RTF.1

Albstadt-Lautlingen:

Festakt zum Tag der Deutschen Einheit

Stand: 03.10.23 17:32 Uhr

Heute vor 33 Jahren wurde die deutsche Wiedervereinigung vollendet. Die ehemalige DDR trat dem Geltungsbereich des Grundgesetzes bei. Und während diese Einheit in Hamburg auf einer zentralen Feier gewürdigt wurde, fanden auch regionale Festakte statt. In Albstadt-Lautlingen hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß ins Stauffenberg-Schloss eingeladen. Festredner war der Leipziger Bundestagsabgeordnete Jens Lehmann.


Um den Tag der Deutschen Einheit gemeinsam zu feiern, haben der CDU Kreisverband Zollernalb und der CDU Stadtverband Albstadt zusammen mit Thomas Bareiß zum Festakt eingeladen. Zahlreiche Gäste, darunter auch verschiedene Politiker aus dem Zollernalbkreis, sind der Einladung gefolgt und im Stauffenberg-Schloss zusammengekommen.

"Es ist ein Tag der Freude, an dem wir die Einheit und die friedliche Revolution im Osten feiern. Seit 16 Jahren können wir diese Einheit hier in unserem Stauffenberg-Schloss zelebrieren. Das ist etwas, das mich persönlich stolz macht, weil wir hier gemeinsam als CDU feiern können", so Thomas Bareiß.

Der diesjährige Gastredner war Jens Lehmann, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Leipzig und ehemaliger Radsportler. Der Olympiasieger und Weltmeister wuchs in der DDR auf und berichtete beim Festakt von seinen Erfahrungen von früher.

Ganz neu sei ihm die Gegend hier nicht, in Stuttgart ist er z.B. Weltmeister geworden. Bei einem Training hier im Ländle musste er auch bereits den Unterschied zwischen West- und Ostdeutschland erfahren.

"Das war mein erstes Training hier in Westdeutschland. In der DDR gab es entweder eine Autobahn oder eine Bundesstraße, aber keine Bundesstraße, wo man nicht mit dem Fahrrad fahren durfte. Wir sind dann, weil wir es nicht besser wussten, hier auf der B 27 trainieren gefahren. Nach wenigen Kilometern war die Polizei da und hat uns angehalten. Die Polizisten wiesen uns freundlich darauf hin, dass wir hier nicht mit dem Fahrrad fahren dürfen und begleiteten uns von der Straße runter", erinnert sich Lehmann.

Auch heute gebe es noch Unterschiede zwischen Osten und Westen, doch darin sieht Lehmann nichts Negatives. Jede Stadt und jede Region habe ihre eigene Geschichte und Kultur, die alle zusammen ein vereintes Deutschland bilden.

"Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein oder zwischen Bayern und Hamburg. Ich selbst bin auch Leipziger und kein Dresdner. Es soll gar nicht alles gleich sein. Außerdem ist der Osten gar nicht mehr so schlimm, wie viele Leute denken. Man hat dort tolle Lebensbedingungen und diese ganze Hälfte des Landes ist gut wiederhergestellt worden", so Lehmann.

Abschließend erinnerte Lehmann daran, wie wichtig eine gut funktionierende Demokratie sei. Deswegen sei es von großer Bedeutung, diese auch in Zukunft zu beschützen und beizubehalten.

Am Ende haben alle Beteiligten zusammen die deutsche Nationalhymne gesungen. Für die musikalische Umrahmung beim Festakt sorgten die Geschwister Emily und Jan Luka Diebold an Klavier und Violine.

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