Demnächst können die Besucher des Hauses noch ein weiteres Angebot nutzen: das Projekt „Internet für alle" soll Menschen in schwierigen Lebenslagen die digitale Teilhabe ermöglichen. In Schulungen lernen die Teilnehmer, mit dem Internet umzugehen. Themen sind unter anderem: wie komme ich ins Internet? Wie schütze ich meine Daten? Wichtig ist aber auch zu lernen, wie man sich Informationen beschaffen kann und wie man sich in sozialen Medien vernetzt, erklärt Projektleiter Wolfgang Kuhn.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen in prekären Lebenssituationen: also an jene, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind, oder in gewaltgeprägten Haushalten leben. Und natürlich an die Menschen, die zum Essen ins S-Haus kommen.
Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, dass gerade dieser Teil der Gesellschaft von den digitalen Entwicklungen ausgeschlossen ist: "Insbesondere das Thema Vereinbarung von Terminen wurde immer wieder als großer Mangel dargestellt", schildert Kuhn. "Menschen, die bei uns waren, hätten gerne einen Impftermin gehabt, hatten aber keine Möglichkeit, den zu vereinbaren, und zwar technisch nicht zu vereinbaren, einfach weil sie nicht die Möglichkeit hatten, ins Internet zu kommen."
Gefördert wird das Projekt von der Aktion Mensch. Sie stellt 5.000 Euro zur Verfügung, mit denen vier Laptops und die dazugehörige Ausstattung beschafft werden. Der Access-Point ist bereits installiert. Weitere 5.000 Euro sind für die Honorarkräfte vorgesehen, die die Schulungen durchführen werden. Aber auch außerhalb der Schulungen können die Geräte und das WLAN genutzt werden.
Am 4. April soll das Projekt dann starten. Das Anmeldeformular gibt es voraussichtlich ab Mitte März entweder online auf www.s-haus.org oder in Papierform im S-Haus selbst.
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