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Rottenburg:

Drohnen für den Naturschutz

Die Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg will den Naturschutz von oben fördern - und das durch den Einsatz von Drohnen.

Denn bisher wurde diese Möglichkeit im Bio-Monitoring vernachlässigt. Durch das neue Forschungsprojekt soll sich das ab sofort ändern. Zum offiziellen Projektauftakt informierte sich auch der Amtschef im baden-württembergischen Umweltministerium, Ministerialdirektor Helmfried Meinel, über die neue Möglichkeit zur Datenerfassung.

In Zukunft soll Naturschutzarbeit unter anderem auch mit Unterstützung aus der Luft in Form von Drohnen-Aufnahmen stattfinden. Diese Technologie wird bereits für andere Zwecke, beispielsweise in der Forst- oder Landwirtschaft angewendet. Für den Naturschutz bilden Drohnen momentan aber noch ein unerforschtes Feld.

Das soll sich mit dem neuen Forschungsprojekt an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg nun ändern. Gemeinsam mit Partnern aus dem Naturschutz, aber auch aus kleineren Start Ups, würden fernerkündliche Methoden eingesetzt, erklärte der Rektor der Hochschule, Professor Bastian Kaiser. Während der Einsatz von Drohnen und Satelliten in der Forstwirtschaft und Landwirtschaft bereits gang und gebe sei, seien Drohnen im Naturschurschutz, der oft viel kleinteiliger ist, ein neuer Ansatz, so Professor Kaiser weiter. Ziel sei es, die Technik weiterentwickeln zu helfen als auch neue Erkenntnisse für die praktische Umsetzung für den Naturschutz auf der Fläche im Wald und auf der Freifläche zu gewinnen.

Gefördert wird das Forschungsvorhaben von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg aus Erträgen der Glücksspirale mit 210.000 Euro. Das Projekt startet ab sofort und ist zunächst auf drei Jahre angelegt. In dieser Zeit soll vor allem die Technologie erschlossen werden. Ziel ist es, verschiedene Akteure mit ins Boot zu holen, die mit kostengünstigen Drohnen und Kameras möglichst viele verwertbare Daten generieren.

Der Leiter des Projekts, Prof. Rainer Luick, gewährt Einblicke in die Projektentwicklung: Im Vorfeld habe es bereits Gespräche mit Behörden gegeben, die im Bereich Naturschutz und Monitoring tätig seien. Aus diesen wurde ersichtlich, in welchen Bereichen sie mehr Daten wünschten. So wurde in jedem Regierungsbezirk Baden-Württembergs ein Gebiet identifiziert, an dem exemplarisch gezeigt werden soll, was machbar ist.

Die Drohnen können mit verschiedenen Kameras ausgestattet werden, die unterschiedliche Daten liefern können. Wie beispielsweise eine Thermografie-Kamera, die Körperwärme abbilden kann.

Auch der Ministerialdirektor Helmfried Meinel, der zur Projekteinführung nach Rottenburg gekommen ist, zeigt sich begeistert von den neuen Möglichkeiten. Durch Bio-Monitoring würden sich Erkenntnisse gewinnen lassen, wie beispielsweise die Bestimmung von Pflanzen oder Lebewesen, was sich mit klassischen Methoden nicht bewerkstelligen ließe.

Die Hochschule würde gerne auch die Bevölkerung selbst und besonders auch junge Menschen in diese Form der Datenerfassung miteinbeziehen. Denn ausgebildete Fachleute seien momentan Mangelware, erzählte uns Projektleiter Luick.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 28.07.20 - 17:14 Uhr   -   499 mal angesehen)
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