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Das Potenzial von Fleisch aus dem Labor - Reutlinger Innovationstage

Auch um das Thema Tierhaltung in Zukunft noch weiter zu umgehen und somit auch gleichzeitig zu verbessern, wird an der Hochschule Reutlingen mit Eifer an dem Thema "Clean Meat" - also Fleisch aus dem Labor - geforscht.

Im Zuge der Reutlinger Innovationstage der IHK Reutlingen erklärte Professorin Petra Kluger von der Hochschule Reutlingen den aktuellen Stand der Forschung in diesem Bereich und das große Potenzial, das dieses Produkt mit sich bringen kann.

Die Reutlinger Innovationstage der IHK Reutlingen sind momentan in vollem Gange. Eine Station bildete eine Vortragsreihe beim Gastgeber „Samen-Fetzer" in Gönningen. Hier ging es um das Thema „Neue Lebensmittel – Laborfleisch und neues Gemüse für die Ladentheke.

Neben Überlegungen zu umweltschonenderen Methoden von Anbau und Zucht oder nachhaltigen Verpackungen für Lebensmittel, interessierte die Anwesenden vor allem ein Thema ganz besonders: das sogenannte Laborfleisch.

Vor rund sieben Jahren – vielleicht erinnern Sie sich - wurde zum ersten Mal ein Burger mit Fleisch aus dem Labor verköstigt – damals kostete dieses gezüchtete Stück Fleisch knapp 250.000 Euro. Seither hat sich viel in diesem Bereich getan, allerdings nur in Ländern wie den USA, Israel oder den Niederlanden. Deutschland war bisher eher zurückhaltend, wenn es um das Thema Laborfleisch ging.

Professorin Petra Kluger ist in diesem Bereich momentan mehr oder weniger eine Einzelkämpferin. Sie arbeitet schon lange im Bereich der Bio-Medizin beispielsweise in der Züchtung von menschlichem Gewebe im Labor als Alternative zu Tierversuchen.

Mit einer Arbeitsgruppe aus Doktoranden, promovierten Wissenschaftlern und Studierenden widmet sie sich nun an der Hochschule Reutlingen dem Thema „Clean Meat" - wie das Laborfleisch in den USA bereits genannt wird. Aktuell forscht die Reutlinger Professorin daran, wie das Laborfleisch marktfähig gemacht werden kann.

Immer wieder gibt es Skandale in der Fleischindustrie und bei der Massentierhaltung, jüngstes Beispiel, der Schlachtbetrieb Tönnies im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück. Neben dem Tierwohl sprechen aber auch viele weitere Gründe für das Fleisch aus dem Labor, erklärt Kluger. So würde beispielsweise weniger Wasser, Fläche und Energie verbraucht.

„Designtes Fleisch" - dass hört sich für uns Deutsche nicht unbedingt vertrauenserweckend an. Doch auch hier ist sich die Professorin sicher, wird es nach und nach mehr Akzeptanz in der Bevölkerung geben.

Noch wird es aber wohl einige Jahre dauern, bis das Fleisch dann tatsächlich für den Endverbraucher zur Verfügung stehen wird, denn selbst wenn das „Clean Meat" fertig erforscht und zur Herstellung bereit ist, muss noch der wichtige Schritt von der Petrischale hin zur Massenherstellung bewältigt werden.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 14.07.20 - 08:14 Uhr   -   561 mal angesehen)
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