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Baden-Württemberg:

Klimawandel trotz Corona - Wälder leiden unter Dürre

Die Corona-Krise wird mit der Entwicklung und der breiten Verfügbarkeit eines Impstoffes wohl beendet sein. Ganz anders sieht es da beim Klimawandel aus. Der vergangene April gehört zu den drei trockensten Aprilmonaten seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Besonders die Wälder sind von dieser Entwicklung betroffen.

Ein Problem für den Wald sei der Borkenkäfer, erklärte Forstminister Peter Hauk in Stuttgart. Weil es dieses Jahr kaum Frost gegeben habe, habe die Zahl der Schädlinge zugenommen. Nachdem der Käfer die aktuellen Waldbestände angegriffen habe, müsse unbedingt wieder nachgepflanzt werden. Hauk rechnet dabei mit einer Fläche von mindestens 10.000 Hektar.

Bereits im vergangenen Jahr habe die Landesregierung einen "Notfallplan Wald" mit 80 Millionen Euro aus Landesmitteln und 130 zusätzlichen Personalstellen aufgelegt. Dennoch stehe der Wald wegen der Dürre weiterhin vor großen Problemen.

Aber auch die Corona-Krise hat Folgen auf die Waldwirtschaft. Die Holzmärkte sind eingebrochen. Viel Holz aus den Wäldern in Baden-Württemberg wurde in den vergangenen Jahren an Kunden aus Ländern wie Spanien oder Italien verkauft. Weil die Waldbesitzer deshalb Verdienstausfälle hinnehmen müssen, haben sie oft nicht die Kapazität ihre Wälder richtig zu pflegen. Genau hier möchte das Land mit einer Prämie ansetzen, erklärte Forstminister Peter Hauk.

Derzeit prüfe sein Ministerium, ob eine derartige Unterstützung auf den Weg gebracht werden könne. Dies sei ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Klimawandel.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 19.05.20 - 16:06 Uhr   -   722 mal angesehen)
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