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Tübingen:

Neueste Erkenntnisse - Jahrestagung der Gesellschaft für Biologische Strahlenforschung

Stand: 28.09.14 19:35 Uhr

.Die Gesellschaft für Biologische Strahlenforschung (GBS) hält vom 29. September bis 1. Oktober ihre Jahrestagung in Tübingen im Hörsaalzentrum Morgenstelle der Universität ab. Die Tagung wird von Prof. Hans Peter Rodemann, Leiter der Forschungssektion Strahlenbiologie und Molekulare Umweltforschung am Universitätsklinikum Tübingen und seinem Team organisiert. Zu der Tagung werden rund 150 Wissenschaftler aus ganz Deutschland erwartet.

Dies teilte die GBS in einer Presseerklärung mit.

Forschungsgebiete der modernen biologischen Strahlenforschung

Die moderne biologische Strahlenforschung beschäftigt sich demzufolge mit den molekularen Mechanismen und Prinzipien, die ablaufen, wenn Zellen, Gewebe oder ganze Organismen ionisierender Strahlung  ausgesetzt sind.

Dies könne z.B. Röntgenstrahlung sein, die in der Medizin zur Diagnostik und Therapie eingesetzt wird. Oder es könne sich um nicht-ionisierender Strahlung handeln, z.B. UV-Strahlung oder auch Elektromagnetfeld-Strahlung. Hierbei stehen die Prozesse im Zentrum der Forschungsarbeiten, die nach einer Strahlenexposition im Körper aktiviert werden.

Diese sorgen einerseits, dass die induzierten Schäden korrigiert werden, sodass sich keine Spätfolgen ergebe. Andererseits sind sie dafür verantwortlich, dass aufgrund nicht korrigierter Strahlenschäden beispielsweise die Entstehung von Krebszellen ermöglicht wird. 

Vier Themensitzungen: DNA-Schäden, Signalwege, Strahlenrisiko, Biomarker

Die auf der Jahrestagung zu diskutierenden Themengebiete sind dem Veranstalter zufolge entsprechend der obigen Schwerpunkte strukturiert:
In der Themensitzung 1 werden die durch Strahlung induzierten Schäden in der Erbsubstanz (DNA) und deren Reparaturmechanismen diskutiert.

In der Themensitzung 2 sind es die Prozesse, die bestimmte Signalwege einleiten, die über das Schicksal der bestrahlten Zellen entscheiden.

Die Themensitzung 3 beschäftigt sich mit neuesten, auch epidemiologischen Erkenntnissen zum Strahlenrisiko hinsichtlich Krebsentstehung.

In derThemensitzung 4 werden die Prozesse diskutiert, die als sogenannte Biomarker für die Entwicklung neuartiger Strahlentherapie-Konzepte dienen können, die eine noch effektivere Behandlung von Krebsarten mit ionisierender Strahlung ermöglichen könnten.
150 Wissenschaftler aus ganz Deutschland
Diese Themenkomplexe werden von ca. 150 Wissenschaftlern aus ganz Deutschland diskutiert. 
In einer separaten Sitzung zum Abschluss der Tagung werden Projekte von Forschungskonsortien vorgestellt, die derzeit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Kompetenzverbund Strahlenforschung“ (KVSF) gefördert werden. 
Ulrich-Hagen-Preis 
Bei der Tagung wird der von der Gesellschaft für Biologische Strahlenforschung alljährlich zu vergebende Ulrich-Hagen-Preis verliehen.
Mit diesem - nach Angaben des Veranstalters auch international sehr anerkannten - Preis werden Wissenschaftler ausgezeichnet, die herausragende Leistungen auf dem Gebiet der biologischen Strahlenforschung erbrachten haben.
Preisträger 2014 ist Prof. Dr. Bernd Kaina, Mainz, dessen Forschungsarbeiten viele neue Erkenntnisse zu den Prinzipien der Reparatur von UV-Strahlenschäden in der DNA erbracht haben. 
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