„Wir hoffen, dass wir mit unserer Studie, die wir in der nächsten Woche schon beginnen wollen, einen Beitrag leisten, wie man dann Covid-19-Patienten besser behandeln kann. Wir werden damit nicht die Covidkrise besiegen, aber vielleicht können wir einen Teil dazu beitragen.[...] Bei dieser Studie handelt es sich nicht um einen Impfstoff. Wir werden auch nicht gesunde Probanden rekrutieren, sondern Covid-19-Patienten und wir wollen eine Behandlung ausprobieren mit einem schon altbekannten Wirkstoff, mit einem Malariamittel, mit Chloroquin", erklärt Kremsner
Geplant ist eine Placebokontrollierte Studie. Sprich: Ein Teil der Covid-19-Patienten bekommen ein Scheinpräparat, die anderen Chloroquin. Doch weder Patient noch untersuchender Arzt weiß, zu welcher Gruppe er gehört.
„Die Patienten werden natürlich gefragt, ob sie an der Studie teilnehmen wollen. Es gibt eine Einverständniserklärung und ein Aufklärungsgespräch und dann darf sich jeder entscheiden, ob er teilnehmen will oder nicht. Im Moment haben wir keine Therapie, also die Chance davon zu profitieren ist gut, aber wir wissen nicht, wie Chloroquin wirklich klinisch wirkt", erklärt der Direktor des Instituts für Tropenmedizin.
Im schlimmsten Fall verschlechtere sich die Krankheit durch die Medikamentengabe. Von einer solchen Reaktion der Probanden auf das Mittel gehen die Mediziner jedoch nicht aus.
„Wir wissen, dass es im Reagenzglas die Viren sehr gut abtötet, aber das heißt nicht alles. Wir wollen es jetzt eben im Menschen sehen. Das Medikament selbst ist sehr gut bekannt und seit 80 Jahren im Einsatz, vor allem als Malariamittel. Und jetzt hoffen wir, dass es auch bei Covid-19 eine positive Wirkung hat", so Kremsner.
Das Tropeninstitut möchte schon in der kommenden Woche mit der Testreihe beginnen. Die Ethikkommission hat ihrerseits bereits eine schnelle Entscheidung binnen 24 Stunden zugesagt.
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