Volksfest Balingen  | Bildquelle: RTF1

Corona-Verluste:

Schaustellerverband fürchtet Insolvenz-Welle wegen Festabsagen

Stand: 12.03.20 21:08 Uhr

Die Folgen der Coronakrise sind für Marktkaufleute und Schausteller existenzbedrohend. Das befürchtet ihr Bundesverband wegen der vielen Fest-Absagen.


Die Veranstaltungsabsagen, deren Ende noch nicht abzusehen sind, führen im Reisegewerbe zu einem 100%igen Umsatzausfall, mahnt der Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute.  Ohne Einnahmen drohe innerhalb kürzester Zeit eine flächendeckende Welle an Insolvenzen im Reisegewerbe.

Märkte und Volksfeste seien das besucherstärkste Segment der Freizeitwirtschaft. Die Existenzgrundlage von Marktkaufleuten und Schaustellern, aber auch der Zulieferer und dem von Märkten und Volksfesten profitierenden Gewerbe entfällt laut Verband auf unabsehbare Zeit. Strukturell bedingt hätten Schausteller und Marktkaufleute eine dünne Liquiditätsdecke und können nur kurze Zeit ohne Verdienstmöglichkeiten überstehen. Sie brauchen umfangreiche und schnelle Hilfe zum Fortbestand ihrer Unternehmen, fordert der Verband.

Bund, Länder und Kommunen seien aufgefordert, jetzt schnell und unbürokratisch wirksame Hilfen auf den Weg zu bringen. Die bereits beschlossenen Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft hält der Schaustellerverband für einen richtigen, aber nur ersten Schritt. "Um die katastrophalen wirtschaftlichen Folgen für das Reisegewerbe auch nur im Ansatz auszugleichen, reichen sie noch lange nicht aus. Jetzt muss schnell gehandelt werden", betont der Verband, und mahnt: "Wer auch nach der Coronakrise noch auf ein Volksfest oder einen Markt gehen will, muss jetzt den Schaustellern und Marktkaufleuten helfen!"

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