Mike Münzing Rückblick-Ausblick | Bildquelle: RTF.1

Münsingen:

Interview mit Mike Münzing - Münsingens Stadtoberhaupt blickt mit uns auf 2019 und 2020

Stand: 05.01.20 13:11 Uhr

Um das das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, hat RTF.1 sich auf den Weg ins Biosphärengebiet Schwäbische Alb gemacht und sich mit Münsingens Stadtoberhaupt Mike Münzing zum Interview getroffen.


Im vergangenen Jahr drehte sich in der größten Kommune des Reutlinger Landkreises alles um das Thema modernster Badespaß und Schwimmförderung: Die Fertigstellung des neuen Freibads. Rund 6,4 Millionen Euro habe die Stadt investiert, so Mike Münzing. Und das in einem Jahr, in dem in Deutschland insgesamt über 100 Bäder geschlossen wurden. In Münsingen hat man sich in diesem Jahr also gegen den Trend entschieden. Nicht zuletzt, weil das Freibad, laut Bürgermeister Mike Münzing, auch als eine kommunale Stätte der Begegnung fungiert.

Generell scheint es Mike Münzing 2019 erneut ein Anliegen gewesen zu sein, in seiner Stadt Begegnungen, zwischen den Bürgern, aber auch den zahlreichen anreisenden Besuchern, zu ermöglichen. Dazu gehörten der Schafauftrieb sowie der Kunst- und Gartenmarkt im Frühjahr 2019. Aber auch das Stadtfest, der Biosphärenmarkt sowie die Messen schön & gut und SlowSchaf gehörten dazu.

Trotz der vielseitigen kulturellen und wirtschaftlich relevanten Angebote der Stadt, betrachtet auch der Münsinger Rathauschef die derzeitige und künftig prognostizierte Konjunktur mit Vorsicht. Die Entwicklungen in der Automobilindustrie würden sich auch auf Münsingen auswirken – denn viele Arbeitsplätze würden an der Zuliefererindustrie hängen, so Münzing.

Es gibt allerdings auch sehr gute Nachrichten. In Münsingen direkt bleibt die wirtschaftliche Lage wohl erst mal stabil: In den vergangenen sieben Jahren habe man keine Kredite aufgenommen und auch für das kommende Jahr geht man von der selben Entwicklung aus.

Abschließend war es Münzing wichtig zu betonen, dass er die Sorgen seiner Bürger, wegen der vorausgesagten wirtschaftlichen Situation, sehr gut verstehen kann. Daher werde in der gesamten Region Neckar-Alb vieles unternommen, um andere und neue Arbeitsplätze zu schaffen. In den letzten Jahren habe er sich gemeinsam mit der Handwerkskammer und der IHK dafür eingesetzt, Betriebe in die Region zu bringen die nicht von einer Industrie abhängig sind.

Und das scheint sich auszuzahlen. So lag, laut dem Arbeitsamtsbereich Münsingen/ Münsingen Alb, die Arbeitslosenquote für die Monate November und Dezember 2019 bei 2,2 Prozent. Zum Vergleich: Im gesamten Bundesland lag die Quote im Dezember bei 3,1 Prozent. Und Baden-Württemberg hat, im Bundesländervergleich, nach Bayern, die wenigsten Arbeitslosen.

Für 2020 wünscht sich Mike Münzing, eine gesteigerte Wertschätzung sowie Rückbesinnung auf handwerklicher Berufe. Hier fehlten vielerorts Fachkräfte und Ausbildungsplätze blieben frei. Dabei hätten die Menschen auch in Zukunft Hunger oder bräuchten jemanden, der einen Hahn reparieren kann, so der Bürgermeister.

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