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Reutlingen:

Falsche Polizeibeamte wollen Geld & Gold - Welle von Betrugsanrufen überschwemmt Reutlingen

Donnerstag Nacht, 02.Januar 2020. In der heutigen Nacht überschwemmt eine Welle von Betrugsanrufen das Stadtgebiet von Reutlingen. Das bestätigte die Polizei Reutlingen im Laufe der Nacht auf Nachfrage von RTF.1. Die Anrufer geben sich als falsche Kriminalbeamte aus: Man habe eine Einbruchsliste gefunden. Auf dieser sei die angerufene Adresse als Einbruchsziel vermerkt.
Blaulicht

Es sei außerdem vermerkt, dass der Angerufene Gold im Haus lagert und eine sechsstellige Summe auf dem Konto habe. Im weiteren Telefongespräch versuchen die Betrüger, die Angerufenen nach ihren finanziellen Verhältnissen auszufragen. Die Polizei warnt die Bürger, Informationen preiszugeben oder sich überreden zu lassen, den falschen Polizisten Geld und Wertgegenstände auszuhändigen. Angerufene werden gebeten, sich sofort unter der Notrufnummer 110 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Mehrere Betroffene berichteten RTF.1 von den Anrufen. Die Anrufer variieren dabei mit ihren Geschichten: So soll in einer anderen Variante eine rumänische Bande geschnappt worden sein, bei der man die entsprechende Liste gefunden habe. Zwei Bandenmitglieder sollen mit Schusswaffen unterwegs sein. Gefragt wurde von den Betrügern, ob den Angerufenen in letzter Zeit fremde Autos mit verdächtigen Kennzeichen aufgefallen seien oder ob man Handwerker im Haus gehabt habe. Offenbar soll den Angerufenen Angst gemacht werden, um dann die Abholung von Geld und Wertgegenstände durch die Betrüger anzubieten.

Bei anderen Angerufenen sei die Einbruchsliste in der Nachbarstraße gefunden worden. Auf dieser sei die angerufene Adresse als Einbruchsziel vermerkt. Es sei außerdem vermerkt, dass der Angerufene Gold im Haus lagert und eine höhere Summe auf dem Konto habe.

Die Polizei warnt die Bürger, Informationen preiszugeben oder sich überreden zu lassen, den falschen Polizisten Geld und Wertgegenstände auszuhändigen. Angerufene werden gebeten, sich unter Telefon 110  mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Bis zum späten Abend hatten sich nach Informationen von RTF.1 über 60 Reutlinger Bürger bei der Polizei gemeldet, die im Laufe des Abends einen betrügerischen Anruf erhalten hatten. Offenbar wurden besonders häufig Bürger angerufen, die einen akademischen Titel führen.

Im Laufe des Abends gab die Polizei dazu  folgenden Warnhinweis heraus:

"Zur Stunde rollt eine Welle von betrügerischen Telefonanrufen über Reutlingen hinweg. Die Kriminellen geben sich als Polizeibeamte oder andere Amtspersonen aus, erkundigen sich nach Ihrem Geld und Wertsachen, welche bei Ihnen zu Hause oder bei Ihrer Bank angeblich nicht mehr sicher sind und drängen Sie dazu, diese zur Verwahrung an die Polizei zu übergeben.

Die Polizei rät: Schützen Sie sich, indem Sie sofort auflegen, wenn Sie einen Anruf dieser Art von einem vermeintlichen Polizeibeamten erhalten!

Gehen Sie nicht auf das Gespräch ein. Es handelt sich um einen Anruf von Kriminellen! Die echte Polizei fragt Sie niemals nach Geld oder Wertsachen und würde diese auch niemals in Verwahrung nehmen."

In einer weiteren Pressemeldung teilte die Polizei am 03. Janaur 2019 mit:

"Eine Spoofingwelle hat am Donnerstagabend die Stadt Reutlingen überrollt. Im Laufe des Tages meldeten sich schon elf Personen, die einen Anruf von Betrügern erhalten hatten. Diese gaben sich als Polizeibeamte aus und berichteten von Einbrüchen in der Nachbarschaft. Weiterhin erkundigten sich die Täter nach Bargeld, Schmuck sowie weiteren Wertsachen und behaupteten, diese seien weder zuhause noch bei der Bank sicher. Ab 19.30 Uhr meldeten sich immer mehr Reutlinger, bei denen solche Anrufe eingegangen waren. Bis kurz vor Mitternacht zählte die Polizei weitere 31. Glücklicherweise ging niemand den Betrügern auf den Leim, so dass es keine Geschädigten gab.

Am Donnerstagvormittag wurde bereits dank eines aufmerksamen Bankangestellten ein Betrug dieser Art verhindert. Bei ihm war ein älterer Mann erschienen, der einen hohen Bargeldbetrag abheben wollte. Der Angestellte schöpfte Verdacht und informierte die Polizei. Der Senior wurde im Anschluss nach Hause begleitet, wo seine Ehefrau immer noch mit dem Betrüger telefonierte.

Tipps und Informationen zum Schutz vor dieser Betrugsmasche finden sich unter www.polizei-beratung.de"

Aktualisiert: 03.01.2020-12:31

(Zuletzt geändert: Freitag, 03.01.20 - 12:47 Uhr   -   5375 mal angesehen)
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