Der Heidengraben zwischen den Gemeinden Grabenstetten, Erkenbrechtsweiler und Hülben. Wer ihn sieht, mag seine große geschichtliche Bedeutung zunächst wohl kaum zu erfassen. Und noch weniger vermag er sich wahrscheinlich beim Anblick der Wall- und Hügelanlagen einen Eindruck vom Leben der Menschen in vorchristlicher Zeit zu machen. Roman Weiß, der Bürgermeister von Erkenbrechtsweiler erklärte, dass der Erlebnispfad die Aufgabe habe den Besuchern das Leben in vorchristliche Zeiten näher zu bringen.
Funktionieren soll das mittels neuester Technik über eine Handy-App, die den Besucher auf dem rund fünf einhalb Kilometer langen Pfad virtuell in die Zeit der Kelten mitnimmt.So können die Kelten an insgesamt neun Stationen ihr angestammtes Gebiet wieder besiedeln und einen "echten" Einblick in ihr Leben, Wirken und Handeln geben.
Aber auch wer ohne Smartphone oder Tablet unterwegs ist, kann seine Vorfahren – wenn auch nicht "lebendig", so doch dank eines gedruckten Leitfadens – näher kennenlernen.
Reutlinger Landrat Thomas berichtetete im Interview, dass die Vorplanung für den digitalen Keltenpfad in vollem Gange seien. Was ihn besonders freue, sei, dass der Keltenerlebnispfad auch für Menschen mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator erfahrbar sei.
Das lassen sich die drei Anliegergemeinden auch einiges kosten. Insgesamt etwas über 400.000 Euro sind für den Kelten-Erlebnis-Pfad eingeplant. Ein Großteil davon, nämlich 242.000 Euro, kommt aber aus EU- und Landesmitteln. Schließlich ist das Oppidum Heidengraben ein fester Bestandteil des jüngst von der Landesregierung beschlossenen, landesweiten Keltenkonzepts.
Der Liveticker kann derzeit nicht anzeigt werden!
Der Liveticker kann derzeit nicht anzeigt werden!
![]() | Heiter 6 / 7° C Luftfeuchte: 92% |
![]() | Heiter 5 / 6° C Luftfeuchte: 92% |
![]() | Bewölkt 6 / 8° C Luftfeuchte: 89% |