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Feierliche Verabschiedung von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch

16 Jahre lang war sie Reutlingens Oberhaupt - Oberbürgermeisterin Barbara Bosch. In dieser Zeit hat Sie nicht nur den Hausberg, die Achalm, wieder in den Privatbesitz der Stadt gebracht, sondern Reutlingen unter anderem auch auf vielfältige Weise kulturell aufleben lassen. Am Montagabend wurde Sie nun offiziell in der Stadthalle verabschiedet.

Auch wenn der Abend sicher für den einen oder anderen der 1200 Gäste der Stadthalle mit Nostalgie verbunden war, wurde Barbara Boschs Abschied festlich, fröhlich und mit viel Humor gefeiert.

Den musikalischen Einstieg bot die Stadtkapelle Reutlingen, die Bosch unter anderem mit dem Hit „You´re simply the best" würdigte. Eine Aussage, die auch in den Grußworten und Reden immer wieder heraus zu hören war.

Die Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz, die Bosch ihre ganze Amtszeit begleitet hatte, sprach in ihrer Rede davon, dass Bosch das Amt der Stadtoberhaupts auf den Leib zugeschnitten war.

Mit ihrer Tatkraft, ihrer schnellen Auffassungsgabe, ihrem Humor und ihrem unerschütterlichen Optimismus, gepaart mit schwäbischem Fleiß, wäre Bosch oftmals über ihre eigenen Grenzen hinausgegangen, so Hotz.

Als Geschenk der Gemeinderats-Mitglieder bekam Bosch das Triptychon des Nehrener Künstlers CHC Geiselhart, welches viele Jahre ihr Büro zierte.

Für Abwechslung und den richtigen Humor und Wortwitz sorgte zwischen den Reden vor allem einer: Moderator Helge Thun. Der teilte oftmals aber auch kräftig aus, nicht selten auf Kosten des ebenfalls anwesenden Tübinger Oberbürgermeisters. Der nahm es aber gelassen, schließlich hatten auch er und Barbara Bosch immer ein humorvolles Miteinander.

„Ich habe mit Frau Bosch immer sehr gerne zusammen gearbeitet. Ich habe sie persönlich sehr geschätzt. Dass es jetzt vorbei sein soll, dass kann man fast gar nicht glauben, für mich sind es 12 Jahre gewesen im Oberzentrum gemeinsam und dass man da miteinander mal Scherze gemacht hat, dass war immer so und dass war auch heute Abend nett" erzählt Boris Palmer.

Für gute Stimmung sorgten auch die Showeinlagen des Reutlinger Naturtheaters.

Grußworte brachte auch Helmut Treutlein, stellvertretend für den gesamten Gemeinderat,

sowie Staatsministerin, Theresa Schopper, die Barbara Bosch als echten Glücksfall für die Stadt beschrieb. Schopper war in Vertretung für den Ministerpräsidenten gekommen. Regierungspräsident Klaus Tappeser überbrachte ebenfalls seine Grüße und brachte ein ganz spezielles Geschenk mit: den Genehmigungserlass für den neuen Haushalt.

Stellvertretend für alle Partnerstädte sprach der Roanner Bürgermeister, Yves Nicolin. Er betonte vor allem auch die enge Freundschaft zwischen den Städten, aber auch zwischen ihm und Bosch selbst.

Ein sehr bewegender Abend für die Oberbürgermeisterin. In Ihrer Rede bedankte Sie sich bei ihren Kollegen und Mitarbeitern, aber auch bei ihrem Mann Friedemann Kuhn.

Zum Abschluss spielte die Württembergische Philharmonie Reutlingen Stücke aus West Side Story und brachte so noch einmal jede Menge Gefühl in die Abendveranstaltung.

Persönlich bedanken wollten sich im Anschluss noch viele der Gäste. Mit Geschenken, Selfies und Autogrammen wurde die scheidende Oberbürgermeisterin dabei fast wie ein Superstar gehandelt. Wie Sie sich dabei fühlte:

„Eigentlich nicht als Superstar, sondern wie jemand der mitten in der Bürgerschaft ist, der sich da auch aufgehoben fühlt und von der Bürgerschaft angenommen wird. Dass ist etwas anderes als ein Superstar - sondern als einer der ihren verstanden zu werden. Dass bewegt mich sehr und erfüllt mich auch, weil es eigentlich das schönste Ergebnis nach 16 Jahren Amtszeit ist" so Bosch.

Große Fußstapfen auch für Boschs Nachfolger Thomas Keck. Ab Freitag wird er die künftigen Geschicke der Achalmstadt lenken.

„Es ist ein Ansporn. Ich stehe dieser Aufgabe mit ordentlich Respekt, aber auch mit Demut gegenüber. Ich weiß, dass ist ein großes Rad, das man hier drehen muss. Sie hat das phänomenal gemacht. Also wenn ich die Effizienz und Effektivität einmal erreiche, was die Barbara Bosch erreicht hat, glaube ich, könnte ich zufrieden sein" erklärt Keck.

Trotzdem ist auch er sicher, dass er Manches anders machen wird, was sicherlich normal sei. Wer nur in große Fußstapfen trete, könne schließlich keine eigenen hinterlassen, so Keck.

Für Barbara Bosch war es ein fulminanter Abschluss ihrer langen Amtszeit. Sie freut sich jetzt auf ihre neuen Aufgaben und die Zeit mit ihrem Mann.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 02.04.19 - 16:23 Uhr   -   874 mal angesehen)
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