Stauffenberg-Schloss in Albstadt-Lautlingen | Bildquelle: RTF.1

Albstadt-Lautlingen:

Orte des Erinnerns - Das Stauffenberg-Schlösschen in Albstadt-Lautlingen

Stand: 03.09.14 17:37 Uhr

Sein Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 hat ihn berühmt gemacht Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Um die Erinnerung lebendig zu halten, gibt es die Gedenkstätte an einem authentischen Ort in Albstadt-Lautlingen.

Denn in den Ferien war die fünfköpfige Familie in Lautlingen – Claus und seine beiden Brüder verbrachten hier einen Teil ihrer Jugend. Verwundert sei die Familie gewesen - so erzählt Ursula Eppler von der Stauffenberg Gedenkstätte - ,  dass Claus dann nach dem Abitur auf die Militärakademie wollte.Er kam nach Bamberg ins 17. Reiterregiment. Claus habe aber nicht nur sehr gut reiten können. Auch rethorisch sei er schon als Kind gut gewesen - und zudem ein guter Stratege. Als als der Zweite Weltkrieg begann, sei er schon ab dem  ersten Tag dabei sein. Es ging nach Polen.

Stauffenbergs Leben beim Militär blieb und im Krieg blieb für ihn nicht ohne bittere Folgen. Er wurde im April 1943 an der Front in Nordafrika schwer verletzt. Stauffenberg  verlor seine rechte Hand, das linke Auge und von der linken Hand weitere zwei Finger.

Über seinen älteren Bruder Berthold kam Claus schließlich in den Kreis jener Verschwörer, die ein Attentat auf den "Führer" planten. Das neue Mitglied: ein Glücksfall für die Widerständler. Denn als Generalstabsoffizier und seinen Posten im Führungsstab des Ersatzheeres konnte er in Hitlers Nähe gelangen.

Der Anschlag misslang. bekanntermaßen.  Dennoch - so  ist sich nicht nur Ursula Eppler von der Stauffenberg Gedenkstätte sicher:  die historische Bedeutung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: "Es gibt viele Leute, die hierherkommen, auch eben aus dem Ausland, die nicht so registriert haben wie bisher, dass es eben auch Widerstand gegeben hat und dafür ist Stauffenberg einfach das Eindrucksvollste Beispiel von allen Versuchen."

Claus Schenk Graf von Stauffenberg hat den Versuch Hitler zu töten mit seinem Leben bezahlt – er wurde am 21. Juli 1944 in Berlin hingerichtet. Seine Familie wurde aus Lautlingen ins Konzentrationslager,er selbst und sein Bruder in ein Kinderheim deportiert. Das Schloss hält die Erinnerung an sie und das dunkleste Kapitel der deutschen Geschichte wach.

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