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Mehrwegbecher für Coffe to Go

Kennen Sie das? Da haben Sie sich extra einen guten Mehrwegbecher für Ihren Coffe to Go besorgt - aber genau dann, wenn Sie die Lust nach einem frisch gebrühten Kaffee beim Bummeln durch die Stadt verspüren, haben Sie ihn natürlich nicht dabei. Um nicht doch auf die müllproduzierende Variante des Einwegbechers zurückgreifen zu müssen, gibt es in Tübingen seit dem 12.12. den RECUP-Becher.

„Return-Reuse-Recycle" lautet das Motto des RECUP-Bechers. Das Aktionsbündnis „Müllarmes Tübingen" hat sich für die Einführung des Mehrwegbechers mit Pfandsystem eingesetzt und freut sich, dass das Format seit dem 12.12. in Tübingen zum Einsatz kommen kann.

Laut der Umweltkoordinatorin der Universität Tübingen, Hedwig Ogrzewalla, ist RECUP ein ganz einfaches Pfandsystem. Man gehe in Bäckereien oder Einzelhandelsgeschäfte, möchte sich ein Kaffee holen, bekomme einen Becher gegen 1 € Pfand, trinke den Kaffee, gebe den Becher in einem Geschäft, das sich auch beteiligt, wieder ab und bekomme das Pfand zurück.

Zum Start der Aktion beteiligen sich rund 20 Cafés, Bäckereien oder andere Gewerbetreibende in Tübingen. Die Verantwortlichen wünschen sich natürlich hier noch eine weitere Verdichtung des Netzes – denn so funktioniere das System am besten. Ogrzewalla möchte auf jeden Fall alle ermuntern, mitzumachen. Sowohl die Einzelhandelsgeschäfte als auch die Kunden, "weil wir einfach dermaßen Probleme mit dem Müll haben in Tübingen in Form von Einwegbechern und Essverpackungen."

RECUP ist seit etwa einem Jahr bundesweit aktiv, doch besonders in Süddeutschland wird es gut angenommen. Reutlingen, Metzingen und Pfullingen zeigen ebenfalls bereits Interesse an dem müllreduzierenden Format.

Mit einem Stand auf dem Holzmarkt standen die Umweltkoordinatorin und die Abfallbeauftragte der Uni Tübingen zur Verfügung, um Interessierte über den RECUP-Becher aufzuklären. Das System kommt gut an. Alle seien sehr positiv eingestellt, weil sie es natürlich auch klasse finden würden. "Es gibt ja auch schon die Aktion „Besser Bechern" die wir vom Aktionsbündnis aus gestartet haben. „Keep Cups", das sind die eigenen Becher, die man sich eben kaufen kann und dann mitnimmt. Das vergisst man aber oft, diesen Becher mitzunehmen". Deswegen seien die Leute total erfreut, dass es jetzt dieses Pfandsystem gebe. Da bleibt nur zu hoffen, dass sich das Pfandsystem auch in weiteren Städten etablieren lässt und so ein sinnvoller Teil zur Müllreduktion geleistet werden kann.

(Zuletzt geändert: Freitag, 14.12.18 - 16:26 Uhr   -   857 mal angesehen)
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