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Pfullingen:

Vom Flüchtling zum Altenpflegehelfer - Bundestagsabgeordnete besuchen Pflegeschule

Einen Altenpfleger finden - das ist für viele Pflegeheime eine große Herausforderung. Viele Flüchtlinge wiederum suchen einen Job. Deshalb bietet die Akademie für Gesundheit und Soziales in Pfullingen eine Ausbildung als Altenpflegehelfer an - mit integrierter Deutschförderung. Ein Angebot, dass von den Geflüchteten sehr gut angenommen wird.

Staatlich anerkannter Altenpflegehelfer oder staatlich anerkannte Altenpflegehelferin – das ist es, was die geflüchteten Menschen werden wollen und weshalb sie hier in Pfullingen die Schulbank drücken. Die Ausbildung dauert normalerweise ein Jahr und ist sozusagen eine Vorstufe zum Altenpfleger. Die Flüchtlinge bekommen für ihre Ausbildung allerdings zwei Jahre Zeit – schließlich müssen sie auch noch Deutsch lernen.

Nach den zwei Jahren Ausbildung zum Altenpflegehelfer geht es für viele der Pfullinger Pflegeschüler weiter. Sie haben bereits einen Vertrag für eine Ausbildung zum Altenpfleger von ihrem Arbeitgeber bekommen.

Ausbildung und Deutschkurs in einem – das stößt im Bundestag auf parteiübergreifendes Interesse. Die Reutlinger Bundestagsabgeordneten Michael Donth von der CDU, Jessica Tatti von der Partei die Linke und Beate Müller-Gemmeke von den Grünen besuchten allesamt die Pflegeschule. Michael Donth zeigte sich begeistert von dem Konzept. Die Sprache sei extrem wichtig für die Kommunikation am Arbeitsplatz und in Kombination mit einer Ausbildung sei dieses Projekt vorbildhaft.

Mit dem Beruf des Altenpflegers haben sich die geflüchteten Menschen einen Bereich ausgesucht, wo Fachkräfte besonders rar sind. Für diejenigen, die jetzt schon ihr täglich Brot damit verdienen, alten Menschen zu helfen, könnten die Pfullinger Pflegeschüler eine große Entlastung sein, denn im Pflegeberuf brauche es mehr Personal, dass die Pfullinger Pflegeschule bereitstellen könne.

Im Bundestag wird daher im Moment der Spurwechsel diskutiert. Die Idee: Geflüchtete Menschen, die einen Arbeitsplatz haben, sollen vom Asyl- ins Einwanderungsrecht wechseln und somit ihre Bleibechancen erhöhen. Jessica Tatti unterstützt diesen Vorschlag. Der Spurwechsel müsse kommen, damit das Engagement der Menschen vor Ort wirklich zielführend sei.

Die Regierung möchte im nächsten Jahr ein Einwanderungsgesetz für Fachkräfte auf den Weg bringen. Die SPD ist dafür, die CDU hingegen diskutiert noch. Ziel der Christdemokraten ist es zu verhindern, dass Fehlanreize gesetzt werden.

(Zuletzt geändert: Freitag, 16.11.18 - 17:34 Uhr   -   723 mal angesehen)
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