Max-Planck-Tag Tübingen | Bildquelle: RTF.1

Tübingen:

Künstliche Intelligenz und Gesellschaft - Symposium zum Max-Planck-Tag

Stand: 15.09.18 16:30 Uhr

70 Jahre Max Planck Gesellschaft, der hundertste Jahrestag der Nobelpreisverleihung an Max Planck und der 160. Geburtstag des berühmten deutschen Forschers - Dies alles hat das Tübinger Max Planck Institut für Intelligente Systeme mit einem Symposium gefeiert unter dem Titel "Künstliche Intelligenz und Gesellschaft". Und Wir waren für Sie dabei.


1996 gewann der erste Computer, Deep Blue, gegen den damals amtierenden Schachweltmeister Garri Kasparow. In 20 Jahren haben sich die Forschungsbereiche in der Künstlichen Intelligenz dramatisch erweitert. Vor allem untersuche man mittlerweile, wie intelligentes Verhalten zu Stande kommt und welche Berechnungen die Systeme dazu ausführen.

Auch in unserem täglichen Leben werden wir oft ganz unbewusst von künstlicher Intelligenz begleitet, sei es auf Facebook oder an unserem Handy. Bis 2020 sollen ungefähr 20 Milliarden vernetzte Geräte existieren. Aber auch in anderen Bereichen spielt künstliche Intelligenz eine zentrale Rolle. Prof. Dr. Bernhard Schölkopf, der Direktor am Max-Planck-Institut für intelligente Systeme denkt, dass die größte Anwendung im Alltag das autonome Fahren sein wird. So soll es nicht nur möglich sein auf der Autobahn, auf Landstraßen und in der Stadt zu fahren, es soll hoffentlich auch dazu führen das es weniger Unfälle gibt.

Mit der Forschungsinitiative CyberValley hat das Land Baden-Württemberg zusammen mit Partner aus der Forschung und der Industrie einen wichtigen Schritt zur Führungsrolle in Sachen selbstlernende intelligente Systeme gemacht. Auch das Max-Planck-Institut für intelligente Systeme gehört zum CyberValley. Die Wirtschaft erhoffe sich von der künstlichen Intelligenz vor allem, dass Wirtschaftszweige transformiert werden. Auch viele Berufsfelder werden durch sie in der Zukunft verändert, so Schölkopf. Manche Berufe würden wegfallen, dafür andere dazukommen. Durch den CyberValley seien Industrie und Forschung sehr dicht verknüpft. Dadurch dauere es von der Erfindung, bis zur Tatsächlichen umsetzung viel kürzer als gewöhnlich.

Bei den Vorträgen des Symposiums waren daher sowohl Vertreter aus der Wirtschaft als auch aus der Forschung vertreten um alle Bereiche der künstlichen Intelligenz abzudecken. Ein wichtiges Thema, dass bei künstlicher Intelligenz immer zur Sprache kommt: Ethik. Ein wichtiger Punkt in der Ethik sei laut Schölkopf die Fairness. So gab es ein System, dass Hautkrebs erkennen konnte, meist sogar besser als die Ärzte. Aber dann habe sich herausgestellt, dass das System bei dunkelhäutigen Menschen nicht sehr gut funktioniere, da es während dem lernprozess nur auf weißen Menschen trainiert worden war.

Der Forschungsbereich der künstlichen Intelligenz scheint einer der bedeutendsten unserer Zeit zu sein, da er uns in jedem Bereich unseres Lebens begegnet, sei es in der Medizin oder in unserem Auto.

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