Hagelkörner | Bildquelle: pixabay.com

Region Neckar-Alb:

Ein Jahr danach - auch jetzt noch haben die Menschen mit den Folgen des Hagels zu kämpfen

Stand: 28.07.14 16:30 Uhr

Genau ein Jahr ist es her: am 28. Juli 2013 fegte ein Hagelstrum über die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Esslingen hinweg und hinterließ in nur 15 Minuten eine Schneiße der Verwüstung. Wie es jetzt in der Region aussieht wir haben die Bilder.

Die Gemeinde Grafenberg, im Landkreis Reutlingen ist ein ganz normales Dorf mit gepflegten Einfamilienhäusern. Auf den ersten Blick ist dort nichts mehr zu sehen von den massiven Schäden, die der Hagel angerichtet hat. Doch wenn man etwas genauer hinsieht, sind auch heute noch Spuren zu erkennen.

Am 29. Juli 2013 bot sich dem Betrachter ein anderes Bild: mit Planen notdürftig abgedichtete Dächer, zerstörte Häuserfassaden, Rolläden und Fenster – von den Autos die im Freien geparkt waren ganz zu schweigen. Die Zerstörung war enorm. Fast 95 Prozent der Gebäude in Grafenberg waren betroffen.

Renate Schneller, eine der Geschädigten, sprach damals von "Totalem Chaos". Es habe Schläge getan, es sei eine Katastrophe gewesen. Ihr Hund sei wie wahnsinnig herumgesprungen und immer wieder habe es einen Schlag getan und dann habe man gewusst, jetzt ist wieder was kaputt. Bei Familie Schneller ist das Wasser von der Wohnzimmerdecke getropft. In einem anderen Raum sei der Gips runter gekommen und überall sei Wasser gewesen.

Und noch immer – ein ganzes Jahr nach der Katastrophe – kämpfen viele Menschen hier und in anderen Kommunen, mit den Folgen. Noch immer werden Dächer neu gedeckt und Schäden repariert. Bei Reperaturaufträgen war und ist Geduld angesagt. Reines Glück, wer direkt nach dem Unwetter schon einen Fachmann für die nötigen Reperaturen an der Hand hatte. Die Handwerksbetreibe in der Region und weit darüber hinaus hatten Land unter gemeldet. Auch die Feuerwehr kam mit Hilfseinsätzen nicht hinterher.

Die Regulierung der Schäden, die der Hagel am 28. Juli 2013 angerichtet hat, hat die Versicherungen bisher schon über 3 Milliarden Euro gekostet – und noch sind nicht alle behoben.

Doch auch wenn alle Spuren beseitigt sind und wieder Normalität eingekehrt ist in Grafenberg und den anderen betroffenen Städten und Gemeinden – das Unwetter, das aus dem Nichts gekommen ist und sich nach 15 verheerenden Minuten wieder in Nichts aufgelöst hat, wird wohl keiner der es miterlebt hat so schnell vergessen.

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