Agentur für Arbeit Reutlingen | Bildquelle: RTF.1

Reutlingen:

Agentur für Arbeit stellt Geschäftszahlen für 2013 vor

Stand: 24.01.14 09:27 Uhr

Bundesweit liegen die Arbeitslosenzahlen bei fast 7 Prozent. In Baden-Württemberg und vor allem in den Landkreisen Reutlingen und Tübingen liegen sie mit knapp 4 Prozent deutlich darunter. Dennoch gibt es auch hier Probleme, die angegangen werden müssen beispielsweise der drohende Fachkräftemangel und viele unbesetzte Stellen in den Betrieben. Die Agentur für Arbeit Reutlingen hat jetzt ihre Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr vorgestellt und einen Ausblick auf 2014 gegeben.

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den Landkreisen Reutlingen und Tübingen ist weiterhin günstig – so hat es die Agentur für Arbeit Reutlingen heute beschrieben. Obwohl die Arbeitslosenzahlen leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 im Jahresdurchschnitt gestiegen sind, verbreitet vor allem der aktuelle Höchststand bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Optimismus, wie der Geschäftsführer, Wilhelm Schreyeck, berichtet. 

Die positive Entwicklung sei darauf zurückzuführen, dass die Wirtschaft doch relativ stabil wäre, dass sehr viele Befürchtungen sich nicht eingestellt hätten, dass sie natürlich auch als Exportland und auch hier in der Region mit einer relativ starken Abhängigkeit vom Export natürlich davon profitiert hätten. Und dass natürlich auch beim Mittelstand und auch im Handwerk eine sehr, sehr gute Auftragssituation bestünde.

Dennoch gibt es auch noch Probleme, die angegangen werden müssen, wie Irmtraud Kaiser, die neue Geschäftsführerin für den operativen Bereich, mitteilt. Allen voran der drohende Fachkräftemangel.

Wenn sie wirklich den Fachkräftebedarf der Zukunft sichern wollten, müssten sie im Prinzip jeden, der in der Lage und bereit sei, sich weiter zu bilden, auch für eine Weiterbildung gewinnen (...) Jemand, der gut qualifiziert sei, verlöre auch einfach nicht so schnell und so oft seinen Job. Und auf der anderen Seite würden damit ja auch die Bedarfe der Arbeitgeber gedeckt, die dringend qualifizierte Fachkräfte suchten.

So investierte die Agentur für Arbeit Reutlingen dann auch im vergangenen Jahr verstärkt in berufliche Qualifizierung, wie Angelika Kvaic, zuständig für die Bereichsleitung Reutlingen versichert.

Insbesondere bei dem Themenkomplex: Qualifizierung, berufliche Weiterbildung, aber auch abschlussorientierte Maßnahmen, hieße, dass sie versucht hätten, über Umschulungen etc., Menschen darauf vorzubereiten, dass sie sich beruflich etablieren könnten. Und da wäre so ein Hauptschwerpunkt. Dafür hätten sie über 3 Millionen Euro ausgegeben.

Für 2014 steht dann vor allem auch eine Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit auf der Agenda. Darüber hinaus sind bereits im 3. Jahr in Folge mehr Ausbildungsstellen als Bewerber gemeldet. Allein für den Agenturbezirk Reutlingen seien 2012/2013 mehr als 3000 freie Ausbildungsstellen registriert gewesen. Schreyeck gibt einen Ausblick:

Sie gingen davon aus, dass die Beschäftigung voraussichtlich nochmal leicht zunehmen werde, wenn sich alles so entwickelte, was sie im Moment so an Erwartungen und Perspektiven auch hörten. Und sie gingen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit, wenn es gut liefe, nicht weiter ansteigen werde, vielleicht sogar ganz minimal gesenkt werden könnte. Weil allerdings nicht jeder Arbeitslose auf jede Beschäftigungsmöglichkeit passe, seien sie nicht ganz sicher, ob man wirklich mit einer positiven Entwicklung der Arbeitslosigkeit rechnen könnte.

2014 soll vor allem noch die Zusammenarbeit mit den kleinen und mittleren Unternehmen intensiviert werden. Im vergangenen Jahr hat der Agenturbezirk Reutlingen fast 9 Millionen Euro für integrationsfördernde Maßnahmen ausgegeben.

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